Das Steigenberger Coraya Beach Resort steht für Cluburlaub at its best. Die einen mögen ihn, die anderen meiden ihn. Wer in Ägypten tauchen gehen möchte, kommt aber um einen solchen nicht herum. Und genau aus diesem Grund verbrachten auch wir hier zwölf Nächte im Hochsommer bei bis zu 40°C, weil das Tauchen im Roten Meer um diese Zeit recht gut sei. Im Folgenden verraten wir euch, wie es uns im Steigenberger Coraya Beach Resort gefallen hat.

Die Anreise nach Ägypten ins Steigenberger Coraya Beach Resort 

Unsere Erfahrungen mit Eurowings Discover

Unsere Urlaubsstimmung kam aber nicht erst im Steigenberger Coraya Beach Resort in Ägypten auf, sondern bereits im Ferienflieger von Eurowings Discover. Vier Stunden lang dauerte unser Direktflug von München nach Hurghada, auf dem wir von der Crew bestens unterhalten wurden.

Seid mal ehrlich: Hört ihr noch zu, wenn die Sicherheitsanweisungen vor dem Flug durchgesprochen werden? Um diesen gewünschten Effekt zu erzielen, muss man als Crew sehr kreativ sein und auch mal den unkonventionellen Weg gehen. Gerade so ein Ferienflieger bietet sich bestens dafür an, um die Leute bei Laune zu halten. Eine kleine Kostprobe gefällig?

Voilà, hier sind die Durchsagen von Crewmitglied Lukas aus Hamburg (,der darauf bestand, uns auch in München mit „Moin“ zu begrüßen):

  • “Meine zwei Ex-Freundinnen zeigen Ihnen nun die Sicherheitsanweisungen.“
  • “Falls unser Flug heute eine Kreuzfahrt werden sollte, dann schwimmen Sie einfach meiner Kollegin hinterher, die kann sehr gut schwimmen.“
  • „All die Sicherheitsanweisungen und die Handynummer meiner bezaubernden Kollegin finden Sie zum Nachlesen in Ihrem Sitz.“

Am Ende der Sicherheitseinweisung klatschten sogar alle Passagiere laut für ihn. Einen weiteren Applaus erhielt er bei der Verabschiedung. Und auch bei der Landung jubelte die Menge – mehr Urlaubsflieger-Stimmung ging nicht!

Übrigens gab es auf dem gesamten vierstündigen Flug nur kostenpflichtige Getränke und Speisen zu erwerben. Nehmt euch also am besten selbst eine leere Wasserflasche zum Auffüllen nach der Sicherheitskontrolle und Kekse oder Ähnliches mit.

Wichtiger Tipp: Außerdem empfehlen wir den vorzeitigen Online-Check-in von zu Hause aus. Nur so sind euch zusammenhängende Sitzplätze garantiert. Wenn ihr zu spät am Flughafen eincheckt, sind die besten Plätze bereits vergeben, sodass ihr euch mit einzelnen übrig gebliebenen Sitzen abfinden müsst. Dieser Tipp ist besonders für Familien mit Kindern wichtig.

Das Visum für Ägypten

Bereits während des Fluges hatten wir die Einreisekarten erhalten, die wir dann nach der Ankunft am Visa-Schalter abgeben mussten. Das „Visum on arrival“ für Ägypten erhielt man direkt bei der Einreise für jeweils 25USD bzw. 26€, die man in bar zu begleichen hatte. Da wir aber kein Bargeld dabei hatten, hoben wir  am Flughafen 1000 Ägyptische Pfund ab und bezahlten damit.

Unser Tipp: Holt euch das Visum an einem der drei rechten Schalter und geht erst danach weiter zum Stand eurer Reiseagentur. Wenn ihr nämlich dort ohne Visum ankommt, kleben sie euch ungefragt eines in euren Reisepass und verlangen dafür pro Person 30 USD (statt nebenan 25USD).

Unser Transfer von Hurghada zu unserem Hotel

Da es zu unseren gewünschten Reisezeiten keinen Direktflug von München nach Marsa Alam gab, obwohl dort ein Flughafen vorhanden gewesen wäre, mussten wir über Hurghada fliegen. Anschließend ging es noch 209km weiter zu unserem Hotel. 

Der zusätzlich gebuchte Privattransfer dauerte 2h10 und kostete 63,75€ mit Gutschein für uns beide zusammen (regulär ohne Rabattcode 75€). Diesen reservierten wir via Getyourguide bei der Firma FTS Travel.  Normalerweise wäre der Hoteltransfer mit  dem Bus im Preis der Pauschalreise enthalten gewesen. Dieser hätte zwischen 2h30 und 4h gedauert, weil er alle Hotels nacheinander angefahren wäre und sämtliche Touristen peu à peu in deren gebuchten Hotels verteilt hätte. Um das Abendessen im Hotel noch „mitnehmen“ zu können, entschieden wir uns für einen schnelleren Privattransfer. (Aufgrund der Verspätung des Fliegers um 30 Minuten verpassten wir dann leider trotzdem das Abendessen. Auf höfliche Nachfrage beim Hotel erhielten wir dann aber noch Sandwichs.)

Vor der Abreise nutzten wir dann aber den inkludierten Flughafentransfer. Da an unserem Abflugtag keine weiteren Gäste vom Anbieter Schauinsland zum Flughafen gebracht werden mussten, hatten wir den Kleinbus sogar für uns ganz allein.

Unsere Erfahrungen im Steigenberger Coraya Beach Resort

Die Lage und die nähere Umgebung: Das Steigenberger Coraya Beach Resort befindet sich zwischen Al-Qusair und Marsa Alam, irgendwo im Nirgendwo in der Coraya-Bucht, nicht weit von Port Ghalib entfernt. Zum Tauchen ist der Ort perfekt geeignet, zum Sightseeing allerdings weniger. Gleich daneben sind noch das Steigenberger Alaya Resort sowie mehrere Jaz-Hotels ansässig.

Das Hotel ist…

  • 68km von Al-Qusair entfernt.
  • 75,5km von Marsa Alam entfernt.
  • 9,7km von Port Ghalib entfernt (hier gibt es ein Krankenhaus und eine Druckkammer für Tauchunfälle)
  • 8km vom Airport Marsa Alam entfernt.
  • 209km vom internationalen Flughafen Hurghada entfernt.
  • 292km von Luxor entfernt.
  • 442km von Assuan entfernt.

Das Resort: Das weitläufige Resort mit seinen 364 Zimmern, die allesamt im orientalischen Nubian Style gehalten waren, gefiel uns sehr gut. Eigentlich ist fast ganz Ägypten eine braune, trockene Wüste, in der es keine grünen Pflanzen gibt. Doch hier im Steigenberger Coraya Beach Resort wuchsen so viele hübsche Blumen und Palmen, die jeden Tag bewässert werden mussten. Die Anlage mit ihren vielen gelben Gebäuden fanden wir nicht nur tagsüber, sondern auch im Dunkeln sehr hübsch, weil die Beleuchtung so eine schöne, romantische Stimmung erzeugte. Hier konnte man sich nur wohlfühlen. Unser Fazit: 5/5

Unser Zimmer, die Sauberkeit und das Housekeeping: Wir verweilten insgesamt zwölf Nächte in einem Zimmer mit Poolblick, das sich im Erdgeschoss befand. Mit diesem waren wir sehr zufrieden (abgesehen von dem Lärm, der vom Pool kam). Auch unsere kleine Terrasse eignete sich gut, um unsere Tauch- und Badesachen zu trocknen. Das Zimmer war stets sauber und das sehr nette Housekeeping hat jederzeit gute Arbeit geleistet. Unsere Minibar-Wünsche wurden auch zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Statt dem Zuckerwasser Sprite und Fanta wollten wir nur noch Wasser mit Kohlensäure und Coke Zero in ausreichender Menge aufgefüllt bekommen, was das Housekeeping dann auch zwölf Tage lang so umsetzte. Am ersten Tag nach der Ankunft bekamen wir sogar ein Herz mit rosafarbigen Blüten gelegt und ein kleines Souvenir geschenkt. Ein paar Tage später stand plötzlich ein imposanter Schwan auf dem Bett. Am vorletzten Tag bekamen wir dann sogar ein kleines Abschiedsgeschenk von unserem zuständigen Housekeeping-Mitarbeiter überreicht. Sehr schnell hat das Housekeeping außerdem verstanden, was vor sich ging, als ich zwei Tage in Folge nicht aus dem Zimmer kam und dieses auch nicht aufgeräumt haben wollte. Sie brachten uns dann immer nur neue Getränke – und Toilettenpapier. Es scheint sich also bei den Angestellten herumgesprochen zu haben, dass europäische Urlauber hier in Ägypten mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen haben. Und es erweckte den Anschein, dass das häufiger vorkam. (Der Kellner im Restaurant wusste auch gleich Bescheid, als M sagte, dass es mir nicht gut ginge und er mir Essen mit aufs Zimmer nehmen wollte.) Unser Fazit: 5/5

Ein letzter Tipp zur Zimmerwahl: Wer lieber seine Ruhe haben möchte, sollte kein Zimmer mit Poolblick buchen. Die täglich laute Musik am Pool und die Cocktails trinkenden Urlauber erzeugten in Schwimmbecken-Nähe nämlich leider viel zu viel Lärm.

Das Essen und Trinken im Steigenberger: Zur Auswahl standen Halbpension und All Inclusive. Das Frühstück, Mittag- und Abendessen in Buffetform fanden wir immer sehr lecker und vielfältig – und es war warm (nicht so wie auf Mauritius zwei Monate zuvor). Auch Veganer und Vegetarier kamen hier auf ihre Kosten. Einmal pro Woche durften All-Inclusive-Gäste auch im „À la Carte Restaurant“ dinieren, die Tischreservierung hierfür erfolgte an der Rezeption über einen speziellen Monitor. Wir hoben uns diesen Besuch bis zum letzten Abend auf. Zudem gab es verschiedene Themenabende von Barbecue/Seafood bis hin zu Arabisch. Wichtig war, die Kleiderordnung in beiden Restaurants einzuhalten. Diese gestaltete sich beim Abendessen strenger als zum Mittag. So durften Männer keine ärmellosen Muskelshirts, keine kurzen Hosen und keine Flip-Flops tragen. Frauen durften nicht in Hotpants oder bauchfrei erscheinen, allerdings waren Flip-Flops erlaubt.  | Kleiner Funfact: Witzig fanden wir die Schneemann-Kekse bei 40°C im August. Diese sollten wohl gedanklich eine kleine Abkühlung sein. (Zum Thema Magen-Darm-Erkrankungen äußern wir uns weiter unten.)

Unser Insider-Tipp: Wenn ihr erst spät abends ankommt zu einer Zeit, wo es kein Abendessen mehr gibt, dann fragt trotzdem nach Essen an der Rezeption. Uns wurden gegen 22:45 Uhr Sandwichs mit Salat, Ei, Tomate und Hühnchenstreifen aufs Zimmer gebracht, dazu gab es noch Gurke, Tomate und Chips als Beilage. Auch wenn ihr beispielsweise einen Ganztagesausflug nach Luxor geplant habt, könnt ihr euch für diesen Tag Lunchboxen bei der Rezeption bestellen.

Gut zu wissen für Taucher: Frühstück gab es ab 6:30 Uhr, d.h. man hatte bis zum Treffpunkt an der Tauchbasis noch genügend Zeit.

Unser Fazit zum Essen: 5/5

Außerdem beherbergte das Resort verschiedene Bars, wo wir uns die (überwiegend alkoholfreien) Cocktails schmecken ließen. Natürlich gab es noch viele Cocktails mit Alkohol, aber wir wollten uns ja nicht abschießen bzw. trinkt M (er) gar keinen Alkohol.

Die verschiedenen Bars:

  • Night & Day Bar: Cocktail-Empfehlung: Cleopatra Punch wahlweise mit oder ohne Alkohol; sehr nette Bedienungen
  • Margarita-Bar (Poolbar): Standard, Cocktails nicht herausragend, werden in Plastikgläsern gereicht 
  • Palmito Bar (Beachbar): haben wir selbst nicht getestet
  • Zuzu‘s Bar (Billardbar): viel zu viel Alkohol in Cocktails, als würden sie einen absichtlich abfüllen wollen, Mischverhältnis hat nicht gestimmt 
  • Shisha-Café: befindet sich im typisch arabischen Beduinenzelt, haben wir selbst nicht getestet

Unser Fazit zu den Cocktail-Bars: 4/5

All Inclusive vs. Halbpension: Zum allerersten Mal in unserem bisherigen gemeinsamen Reiseleben hatten wir All Inclusive gebucht und mussten ein (ziemlich nerviges) Bändchen tragen. All Inclusive  hat sich hier im Steigenberger Coraya Beach Resort auch tatsächlich finanziell gerechnet, weil wir bei der Hitze viel trinken mussten. Als besonders vorteilhaft erwies sich dabei die Minibar, die wir kostenlos nutzten und die täglich neu aufgefüllt wurde. (M verpasste während seiner Tauchausflüge aber fast immer das Mittagessen und ich ließ das Frühstück meistens ausfallen.)

Dank des Bändchens mussten wir nicht ständig unsere Zimmernummer nennen und nach jedem Essen Getränkerechnungen unterschreiben, wie wir das bisher aus 5-Sterne-Hotels gewohnt waren. Allerdings fanden wir das klebrige Gummiband gerade bei der Hitze sehr nervig und legten es auf dem Zimmer immer ab.

Leistungen im All-Inclusive-Tarif („Pharao Club“)

  • Frühstück, Mittagessen und Abendessen
  • alle Softdrinks, lokale alkoholische Getränke, frische Säfte, Eis von 10:00 Uhr bis 00:00 Uhr
  • 1x Abendessen À la Carte im Fayruz-Restaurant, nur mit Reservierung (ansonsten täglich Buffet)
  • alle Getränke in der Minibar, Tee und  Kaffee (Achtung: Die Chips, Nüsse und Kekse im Hotelzimmer sind kostenpflichtig!)
  • Snacks von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Wäscheservice (Unser Tipp!! Mein eingereichtes Kleid wurde noch am selben Tag gewaschen und gebügelt. Ich war positiv überrascht.)
  • Fitnessclub, Tennis
  • täglicher Turndown-Service= abendlicher Zimmerservice zur Vorbereitung auf die Nacht (stand zwar im Prospekt, aber diesen gab es bei uns gar nicht) 

Gegen Aufpreis:

  • Chips, Kekse und Nüsse aus der Minibar
  • Taxi
  • Shuttle-Bus nach Port Ghalib
  • Medizinischer Service
  • externe Telefonate
  • Friseur
  • Tauchen bei den Coraya Divers 
  • Aqua-Park im Schwesterhotel Dar El Madinath
  • Schnorchel-Ausrüstung
  • Massage
  • Beach-Lodge (Strandbett)
  • Zimmerservice
  • Squash

Der Service in den Restaurants und Bars sowie die Freundlichkeit der Mitarbeiter im Allgemeinen: Grundsätzlich waren sämtliche Hotelangestellte sehr freundlich, hilfsbereit und aufmerksam. In den Restaurants wurden wir immer sehr schnell bedient, was dazu führte, dass wir während des Essens sogar zwei Getränke bestellen konnten. Selbst als ich als Frau allein essen ging, weil M noch tauchen war, wurde ich sehr rasch bedient (das ist ja nicht selbstverständlich, wie ich zwei Monate zuvor auf Mauritius erleben musste). Besonders positiv hervorheben möchten wir an dieser Stelle unseren Kellner Khaled.

Gut zu wissen: An der Rezeption sprechen einzelne(!!) Angestellte gut Deutsch und Englisch, aber ein Großteil der Mitarbeiter beherrscht weder das eine noch das andere. Wenn man sie auf Englisch ansprach, mussten sie erst immer einen Kollegen zum Übersetzen holen. Macht auch nicht den Fehler und textet sie auf Deutsch zu, nur weil sie einzelne Floskeln wie „Hallo!“, „Guten Appetit“ oder „Guten Abend“ sagen können. Das heißt noch lange nicht, dass sie wirklich Deutsch sprechen können.

Ebenfalls gut zu wissen: Am Anreisetag fanden wir eine Einladung von unserem zugewiesenen Reisebetreuer auf dem Bett für den folgenden Tag vor, weil er uns willkommen heißen wollte. (Wir vermuten eher, dass er Ausflüge verkaufen wollte.) Da wir dieses Prozedere nicht kannten, gingen wir nicht hin. So dachten wir nämlich, das Treffen sei nicht obligatorisch und generell für alle Neuankömmlinge auf freiwilliger Basis vorgesehen. Wenn dann zwei Leute aus der Menge fehlen, wird das schon nicht auffallen, hofften wir. Nachdem wir nicht beim Treffen erschienen waren, brachte uns ein Angestellter einen Brief aufs Zimmer, in dem stand, dass wir unseren Reisebetreuer versetzt hätten und am darauffolgenden Tag bitte zu einer gewissen Uhrzeit an der Rezeption erscheinen sollen. Auweia!! Diesen zweiten Termin haben wir dann via WhatsApp abgesagt, was nur möglich war, weil er seine Nummer mit angegeben hatte. Der Einladung konnte man entnehmen, dass das Treffen für Fragen, Wünsche und Ausflugsbuchungen vorgesehen gewesen wäre. All dies war für uns aber nicht relevant.
Unser Fazit zu den Hotelangestellten: 5/5

Die Pools: In dem Hotel standen drei Außenpools zur Verfügung, von denen einer im Winter bei Bedarf beheizt werden kann. Bei uns im August bei einer Außentemperatur von 40°C war das Wasser in allen drei Becken allerdings badewannenwarm. Der Pool, in dem sich die Poolbar befand, war nur sehr flach, wohingegen das benachbarte Schwimmbecken eine Wassertiefe von 1,40m aufwies. Es gab sogar Schwimmnudeln und eine kleine Pool-Bücherei, wo man sich Lektüre zum Lesen auf der Strandliege ausleihen konnte. Leider durften die drei Pools aber nur bis zum Sonnenuntergang genutzt werden, also je nach Monat beispielsweise nur bis 17:00 Uhr im Januar oder bis ca. 18:30 Uhr im Juli. Unser Fazit: 5/5

Der private Sandstrand: Das großflächige Resort verfügte über einen 800m langen Privatstrand, der allerdings bei Weitem nicht mit den Stränden auf den Malediven oder auf Mauritius vergleichbar war. Hier fand man nämlich kaum Palmen vor und der Sand war recht grob und nicht so herrlich weiß. Toll fanden wir, dass es laut Hotel nicht erlaubt war, Strandliegen zu reservieren. Blieb ein Platz 90 Minuten lang unbenutzt, so behielt sich das Strandteam vor, die Sachen zu entfernen und somit die Liege wieder für andere Gäste freizugeben. Ob diese Androhung auch durchgesetzt wurde, haben wir aber nicht überprüft. Neben den kostenlosen Strandliegen, die allesamt nebeneinander aufgereiht waren wie in einem typischen Clubhotel, konnte man gegen eine Gebühr auch noch frei stehende Strandbetten und Strandlodges mieten. Positiv hervorzuheben ist, dass die einzelnen Liegen immer mit einem Sichtschutz voneinander abgetrennt waren, damit bei den hunderten Plätzen wenigstens ein bisschen Privatsphäre aufkam. Da sich der private Strandabschnitt in der windgeschützten Coraya-Bucht (Coraya Bay) befand, war das Schwimmen und Schnorcheln hier auch möglich, wenn draußen auf offener See eine starke Strömung vorherrschte. In der Bucht bekam man davon nämlich nichts mit. In dem anderen Strandabschnitt außerhalb der Bucht, wo die ganzen Steinherzen von Touristen hingelegt wurden, war das Schwimmen wegen der starken Strömung untersagt. Unser Fazit: 3/5

Unsere Tipps: Sehr empfehlen können wir die XXL-Hängematten am Strand, auf denen man auch nach Einbruch der Dunkelheit noch relaxen kann. Auch ein kleiner Spaziergang zum Steg ist sehr lohnenswert, wie wir finden.

Unser Tipp für Schildkröten-Liebhaber: In der Nähe der Wellness-Oase befinden sich zwei Palmen, die von einem weißen Zaun umgeben sind. Darin leben zwei Landschildkröten, die man sich jederzeit anschauen kann.

Das Hausriff in der Coraya-Bucht: Hier konnte man nicht nur schwimmen, sondern auch schnorcheln und tauchen. M, der am Hausriff als Taucher unterwegs war, schwärmte von einem völlig intakten Hausriff mit gesunden Korallen. Noch nie zuvor hat er ein solches gesehen, noch nicht einmal mehr auf den Malediven. Hier waren sogar die Tiere wesentlich größer als woanders auf der Welt, beispielsweise die riesigen Titan-Drückerfische und Clownfische. Er war vollkommen begeistert davon. Unser Fazit zum Tauchen am Hausriff: 5/5

Anders ging es dagegen beim Schnorcheln am Hausriff zu. Dort waren in den markierten Bereichen nämlich so viele Urlauber an der Wasseroberfläche unterwegs, dass man schnell mal die Flosse eines anderen im Gesicht oder Bauch hatte. Man behinderte sich eigentlich nur gegenseitig. Zudem sah man nicht viel, weil die Sicht durch das viele Plankton im Meer zu schlecht war und sich die Korallen zu tief unter einem befanden.  ABER dann schnorchelten wir noch in einem anderen Bereich, wo sich die Bedingungen als deutlich besser herausstellten. Unsere Insider-Schnorcheltipps: 1. Geht über den Schnorchelsteg beim ausgeschilderten Eingang ins Wasser, durchbrecht die Absperrung und schwimmt geradeaus. Dann findet ihr auf der rechten Seite ein braunes Plateau, ein Riff. Dort darf man auch schnorcheln, auch wenn der Bereich optisch nicht zur Schnorchelzone dazugehört. An dieser Stelle waren die Schnorchelbedingungen wesentlich besser. Schwimmt aber bitte nicht auf dem Riff, sondern nur am Rand entlang. | 2. Im Jahr 2015 wurde eine deutsche Schnorchlerin an genau diesem Hausriff von einem Hai attackiert. Leider verstarb sie dann auf dem Weg ins Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Aufgrund meiner Angst vor solchen Angriffen nutze ich die Haiabwehr-Armbänder von Sharkbanz. Kommt mir ein Hai zu nah, spürt er das magnetische Feld meines Armbandes und dreht vor mir wieder ab. Ein Artikel zu meinen Sharkbanz2-Erfahrungen ist am Ende dieses Berichts verlinkt. Unser Fazit zum Schnorcheln am Hausriff: 2,5/5.

Ein bisschen widersprüchlich fanden wir übrigens das große Hinweisschild, dass keine Rettungsschwimmer im Einsatz wären. Denn überall liefen welche mit der T-Shirt-Aufschrift „Life Guard“ herum, und auch ein Rettungsschwimmer-Hochsitz war vorhanden.

Die Tauchbasis Coraya Divers: Marsa Alam gehört weltweit zu einer der Top-Destinationen zum Tauchen. Eines der größten Tauchcenter war hier das „Coraya Divers“ in der Coraya-Bucht, das fußläufig vom Hotel aus zu erreichen war. Wer die 5-7 Minuten nicht laufen wollte, konnte auch den Hotel-Shuttle nutzen, der mehrfach täglich dorthin pendelte. Unsere Tipps: 1. Bucht eure Tauchpakete am besten vorab online auf deren Homepage, um den Rabatt mitzunehmen. | 2. Wenn ihr keinen Tauchschein besitzen solltet, könnt ihr diesen auch vor Ort absolvieren oder an einem Schnupper-Tauchgang teilnehmen. Auch reine Schnorchelausflüge werden angeboten. Unser Fazit: 5/5

Aktivitäten, Animation und Live-Musik: Die einen mögen es, die anderen hassen es – das Animationsprogramm im Hotel. Wir zählen uns eher zur zweiten Gruppe. Sechs Tage pro Woche wurden täglich diverse Aktivitäten angeboten: Strand-Volleyball, Wasseraerobic, Aerobic, eine Tanzstunde, eine Arabischstunde, Tischtennis, Darts und Boccia. Dazu kam noch die Live-Musik am Mittag und am Abend. Messerwerfer und sexy gekleidete Tänzerinnen stellten ebenfalls ihr Können unter Beweis. Bei gewissen Angeboten begann die laute Musik-Beschallung bereits morgens um 10:00 Uhr und endete gegen 22:30 Uhr. Zwischendrin war zum Glück immer mal wieder Ruhe. Wir haben ja nichts gegen leise Aktivitäten, aber dieses Mallorca-Feeling mit Helene-Fischer-Musik und mit „Hulapalu“ von Andreas Gabalier ist für uns zu viel des Guten in einem Steigenberger-Luxushotel. Wenn sich das eigene Zimmer dann noch direkt am Pool befindet, wo die Boxen stehen, ist das Ganze noch störender. Zudem war diese laute Partymusik ein absoluter Romantik-Killer, weil man dadurch das Meeresrauschen nicht  mehr hören konnte. Warum muss man erwachsene Menschen in einem Adults-only-Hotel rund um die Uhr bespaßen? Wir verstehen es nicht! Unser Fazit: 1/5 

Die verschiedenen Shops im Hotel: Die Hotelanlage verfügte über mehrere kleine Shops, wo man u.a. Souvenirs, Sonnencrème, Postkarten, billige Schnorchelausrüstungen und orientalische Gewürze erwerben konnte. Und dann gab es da noch diesen ominösen Laden mit lauter Plagiaten, u.a. mit Handtaschen und Portemonnaies von Christian Dior, Michael Kors, Gucci, Burberry, Hermès, MCM etc. Die Krönung dazu war noch der ausgehängte Zettel im Schaufenster, auf dem auf Deutsch stand, wie toll die Taschen seien. Hinweis für alle Faketaschen-Besitzer: Wer in Frankreich mit einem gefälschten Produkt einer französischen Edelmarke einreist, macht sich strafbar. D.h. dort ist allein schon der Besitz(!) eines solchen Plagiates eine Straftat. Lasst eure gefälschten Produkte also am besten gleich zu Hause, wenn ihr mal nach Paris oder an die Côte d‘Azur reisen wollt.

Unser Fazit: 2/5 (Produktfälschungen in einem 5-Sterne-Luxushotel anzubieten, geht unseres Erachtens überhaupt gar nicht.)

Die Technik (WLAN, Strom): Bereits bei der Ankunft stellten wir fest, dass das WLAN im Hotel ein sehr schwaches Signal sendete und das Internet extrem langsam war. Beim Login in das hoteleigene Netz wurde man immer gefragt, ob man das kostenlose oder kostenpflichtige Internet nutzen wollte. Ein 2-Wochen-Pass sollte umgerechnet 27€ kosten. Für ein 5-Sterne-Hotel finden wir es sehr miserabel, noch beim Internet die Leute „abzuzocken“. In keinem anderen Luxushotel haben wir so etwas erlebt. Da wir zunächst davon ausgingen, dass das kostenlose Internet massiv gedrosselt wurde, erkundigten wir uns eines Abends an der Hotelrezeption nach den Preisen für das gebührenpflichtige Internet. Und dann kam der Hammer, denn der Angestellte verriet uns einen Insider-Tipp: Wir sollten auf jeden Fall das kostenlose WLAN weiter nutzen, weil das kostenpflichtige Internet auch nicht schneller sei. Das schwache Signal begründete er damit, dass das Hotel viel zu weit von der nächstgrößeren Stadt, Marsa Alam (75,5km), entfernt sei. Zudem sei es langsamer, wenn mehr Touristen gleichzeitig darauf zugriffen. Nachts, wenn alle schliefen, war das Signal noch am besten, wie wir selbst feststellen konnten. Es gäbe also ständig Internetprobleme und das Hotel  sei sich darüber voll und ganz bewusst. (Unfassbar, dass sie das wissen und trotzdem noch Geld dafür von den Gästen verlangen. Das grenzt ja fast schon an Betrug.) Danke an dieser Stelle an den sehr ehrlichen, lieben Mitarbeiter, der diese Insider-Info mit uns teilte.

Des Weiteren hatten wir vereinzelt kurzzeitige Stromausfälle von 1-2 Minuten. Wenn die Klimaanlagen sämtlicher Hotelzimmer und die Musikboxen richtig aufdrehten, brach eben alles kurzzeitig zusammen. Man benötigte übrigens keinen Stromadapter, d.h. die deutschen Stecker passten.

Unser Fazit zur Technik: 2/5 + 1 für die Ehrlichkeit des Angestellten = 3/5

Das Hotel-Ambiente: Eigentlich hätte es in diesem Hotel sooo schön sein können, weil viele bereits genannte Aspekte wirklich herausragend waren. Aber das Cluburlaubsfeeling und die Tatsache, dass 80% der Gäste aus Deutschland kamen, schmälerten den Gesamteindruck. Die häufige laute Beschallung mit u.a. deutschem Schlager (Helene Fischer, Andreas Gabalier, Kerstin Ott) von morgens um 10:00 Uhr bis abends um 22:30 Uhr fügten sich in das Bild des Cluburlaubs ein. Spätestens am dritten oder vierten Tag wird man wahnsinnig, wenn man tagtäglich immer die gleichen Lieder wie „Hey Baby“ (DJ Ötzi) oder „Hulapalu“ (Andreas Gabalier) hören muss. Umso mehr genossen wir dann die ruhigeren Stunden zwischendrin oder den animationsfreien Tag. Für Pauschalurlauber, die ihre gesamte Reise über nur im Resort verbringen und sich bespaßen lassen möchten, scheint diese Art von Urlaub vielleicht schön zu sein. Für uns ist das jedoch nicht die bevorzugte Art zu verreisen und wir kamen auch nur zum Tauchen nach Ägypten. Ehrlich gesagt hätten wir ein 5-Sterne-Hotel auch nicht als solch einen Beschallungs- und Partybunker erwartet. Die im Pool rauchenden und sich betrinkenden deutschen Urlauber waren uns ebenfalls zuwider. Unser Fazit: 3/5

Das leidige Thema Trinkgeld: Wir finden es ganz furchtbar, wenn die Mitarbeiter von gewissen Urlaubern wie Zirkustiere konditioniert werden, die nach jedem Kunststück ein Leckerli (in diesem Fall Trinkgeld) bekommen. Leider war das schon bei gewissen Mitarbeitern der Fall, wie wir bemerkten. Wir Luxushotel-Kenner können euch sagen, dass es – abgesehen von Billigreisezielen wie der Türkei etc. – in anderen Ländern in den 5-Sterne-Hotels absolut unüblich ist, die ganze Zeit an die Angestellten Geldscheine zu verteilen. Das haben wir beispielsweise weder auf den Malediven noch auf Mauritius so erlebt. Wenn man die Mitarbeiter so konditioniert, muss man sich dann über deren Trinkgeld-Erwartungen nicht wundern oder aufregen. Wir fänden es wesentlich besser, bereits bei der Hotelbuchung pro Person 100€ mehr für den Urlaub auszugeben, damit die Angestellten monatlich besser bezahlt werden können und gar nicht erst diese Trinkgeld-Erwartungshaltung entwickeln. Ich wünsche mir, dass die Hotelmitarbeiter mich freundlich und zuvorkommend behandeln und das gerne von sich aus tun, ohne irgendwelche berechnenden Trinkgeld-Hintergedanken zu haben. Niemand soll nur gespielt nett zu mir sein, weil er sich insgeheim Geld von mir erhofft. Wir selbst fühlten uns ein wenig mental genötigt, unserem zuständigen Housekeeping-Mitarbeiter ein kleines Trinkgeld zu geben, weil er sich so viel Mühe gab und uns am vorletzten Tag sogar noch Abschiedsgeschenke vorbeibrachte. Er war der einzige Mitarbeiter, dem wir am Abreisetag 100 Ägyptische Pfund (=ca. 5€) auf dem Bett hinterließen.

Das Preis-Leistungsverhältnis: Im Sommer 2022 nach der Corona-Pandemie waren sämtliche Reiseziele komplett überteuert, was auch an der weltweiten Inflation (und vermutlich auch am Ukraine-Krieg) lag. Für zwölf Nächte mit All Inclusive und Flügen zahlten wir zusammen über 4000€. Normalerweise ist Ägypten nicht so ein teures Reiseziel, aber in anderen Urlaubsländern wurden zur gleichen Zeit ebenfalls solche überteuerten Mondpreise aufgerufen. Zu Hause zu bleiben, war keine Option. Unser Fazit: 3/5 (für die normalen ägyptischen Verhältnisse viel zu teuer)

Weitere wichtige Informationen  

Außerdem wären noch folgende Infos interessant:

  • Es gibt keine Zeitverschiebung, d.h. die deutsche und die ägyptische Zeit in Marsa Alam sind gleich.
  • Das Steigenberger Coraya Beach Resort ist ein Adults-only-Hotel. Man muss mindestens 16 Jahre alt sein, um hier übernachten zu dürfen. 
  • Schützt unbedingt die so wundervollen Korallenriffe! Werft keinen Müll in den Ozean, nehmt nur die gekennzeichneten Riff-Eingänge zum Schnorcheln, tretet nicht auf die Korallen und fasst keine Tiere an. Bei Zuwiderhandlung droht eine Strafe in Höhe von 50USD. Korallen wachsen nämlich extrem langsam.
  • Die Bezahlung im Hotel ist nur in Euro oder USD möglich, die Kreditkartenzahlung erfolgt in USD. 
  • Der Check-in ist ab 14:00 Uhr vorgesehen. 
  • Bis 12:00 Uhr muss der Check-out erfolgen und bis 11:30 Uhr muss man seine Koffer zur Abholung vor das Zimmer stellen. Nach Absprache mit der Rezeption kann man gegen einen Aufpreis auch einen späteren Check-out buchen.
  • Die Schlüsselkarte muss unbedingt vom Handy ferngehalten werden, sonst funktioniert diese nicht mehr. 
  • Ein Bankautomat (ATM) zum Geldabheben ist vorhanden. Wollte man mehr als den angegebenen Höchstbetrag abheben, so musste man zweimal hintereinander Geld holen, was glücklicherweise funktionierte.
  • Meidet unbedingt den Zeitraum von Mai bis September, weil zu dieser Zeit 30°C bis 40°C in Ägypten vorherrschen. Selbst nachts waren es nicht unter 30°C. Man hielt es einfach nicht aus!

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten rund um Marsa Alam

Da sich das Steigenberger Coraya Beach Resort zwischen Al-Qusair und Marsa Alam irgendwo im Nirgendwo an der Coraya-Bucht befand, war es mit den Aktivitäten nicht ganz so einfach.

Am besten war hier noch das Tauchen und Schnorcheln mit der Tauchbasis Coraya Divers. Schnorchler konnten beispielsweise mit ein bisschen Glück mit einer Gruppe Delfinen oder mit einem Dugong schwimmen. Taucher erlebten völlig intakte, bunte Korallenriffe und konnten u.a. beim legendären Tauchspot Elphinstone auf Haie treffen. (Unseren gesonderten Artikel zum Tauchen und Schnorcheln in Marsa Alam findet ihr am Ende dieser Seite.)

Ein Tagesausflug nach Luxor war ebenfalls möglich. Wir selbst waren 18 Stunden mit  einem professionellen Ägyptologen von Zakharious Tours unterwegs und wurden bereits morgens um 4:00 Uhr abgeholt. Unseren deutschsprachigen Guide Osama können wir uneingeschränkt weiterempfehlen. Auf Bestellung gab uns das Hotel für den Ausflug sogar noch Lunchboxen mit. Zudem war ein Mittagessen im Ausflugspreis enthalten. Da es zu unserer Rückkehr um 22:00 Uhr kein Abendessen mehr im Hotel gab, erwarteten uns bereits leckere Sandwichs auf dem Zimmer. Um diesen Spezialservice in Anspruch nehmen zu können, muss man rechtzeitig an der Rezeption Bescheid geben. Gut zu wissen: Die Reiseagentur benötigt vorab via WhatsApp eure Reisepass-Kopien sowie euren Hotelnamen und die Zimmernummer. Erst wenn all diese Informationen vorliegen, kann der Anbieter eine behördliche Genehmigung für den Ausflug beantragen. Teilt ihr eure Zimmernummer erst am Vorabend mit, so kann es sein, dass der Antrag zu spät bei den Behörden online eingeht und dieser nicht mehr so kurzfristig für den Folgetag genehmigt werden kann. Sobald ihr die Zimmernummer wisst, solltet ihr diese der Agentur schnellstmöglich melden. (Wegen zu später Meldung am Vorabend wurde unser Ausflug nach Assuan gestrichen.)

Wenn man sich zusätzlich noch Assuan hätte anschauen wollen, hätte man Luxor mit Assuan mit einer Übernachtung vor Ort kombinieren können. Nur dorthin zu fahren, würde sich nicht lohnen. Wir waren daher froh, dass unser Ausflug nach Assuan wegen zu später Antragstellung gecancelt wurde.

Quad-Touren in der Wüste wurden ebenfalls angeboten, diese dauerten 3-7 Stunden.

Zudem gab es noch einen kostenpflichtigen Shuttle nach Port Ghalib, wo man shoppen gehen konnte. Die Stadt erinnerte uns mit ihren Kanälen und Brücken ein wenig an Venedig.


Die Packliste für Ägypten (u.a. Reiseapotheke)

Der richtige Sonnenschutz

Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung empfehlen wir allen hellen Hauttypen eine Sonnencrème mit hohem Lichtschutzfaktor, die zudem noch rifffreundlich sein sollte (d.h. ohne die Inhaltsstoffe Octinoxat und Oxybenzon). Eine Kopfbedeckung, beispielsweise ein Cappy oder ein Sonnenhut, kann den Kopf zusätzlich schützen.

Die passende Kleidung

Außerdem empfehlen wir bei der Hitze allen lockere, luftige Kleidung. Zudem benötigt ihr noch schickere Outfits für das Abendessen, hier sollten bei den Männern unbedingt lange Hosen und passende Schuhe dabei sein. Witzig fanden wir, dass Männer keine Flip-Flops im Restaurant tragen durften, Frauen hingegen schon.

Die Reiseapotheke

Des Weiteren ist eine dem Land entsprechende Reiseapotheke unumgänglich, gerade auch im Hinblick auf Magen-Darm-Erkrankungen. Diese müssen nicht immer durch das Hotel-Essen verursacht werden, denn auch bei zu starker Hitze bzw. einem Hitzeschlag kann die Verdauung versagen. Diese Durchfall-Geschichten scheinen ein generelles Problem von Europäern in Ägypten zu sein, ganz unabhängig vom Hotel. (Ich selbst hatte im August bei 40°C mit Durchfall, Übelkeit, Kreislaufproblemen, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie mit Fieber und einer absoluten Hitze-Erschöpfung zu kämpfen. In dieser Zeit lag ich richtig flach. Das schien aber häufiger vorzukommen, weil die Angestellten gleich darüber Bescheid wussten, wenn man mehrere Tage am Stück das Hotelzimmer nicht verließ.)

Unsere eigene Reiseapotheke:

  • Omni Biotic Reise: Das ist ein Pulver mit hochaktiven Darmsymbionten, die das Verdauungssystem auf unhygienischere Zustände in gewissen Ländern einstimmen. Wir selbst haben gute Erfahrungen damit in Afrika und Asien gemacht. Mit der Einnahme beginnt man schon wenige Tage vor der Abreise und nimmt dann täglich im Urlaub ein Päckchen vermischt mit Trinkwasser zu sich. Dadurch verhindert man Magen-Darm-Probleme, die ausschließlich vom Hotel-Essen verursacht werden (aber nicht hitzebedingte Magen-Darm-Beschwerden).
  • Iberogast: bei Magen-Darm-Problemen (Diese können auch durch Hitze bzw. einen Hitzeschlag ausgelöst werden, weil der Magen-Darm-Trakt dann nicht richtig arbeiten kann.)
  • Perenterol: Trockenhefe bei Durchfall (Durchfall muss nicht immer nur durch falsches Essen hervorgerufen werden.)
  • Imodium akut lingual bei akutem Durchfall: Stoppt die Verdauung sofort und sollte nur an wichtigen Tagen (z.B. bei Ausflügen oder auf Flügen) verwendet werden. Die Erreger bleiben währenddessen im Körper und vermehren sich sogar munter weiter. Sobald man das Mittel absetzt, hat man aber wieder Durchfall – schließlich muss man die Viren oder Bakterien ja irgendwie ausscheiden.
  • Vomex gegen Übelkeit; auch wichtig für Taucher und Schnorchler (morgens vor der Bootstour nehmen)
  • Laxoberal-Abführtropfen bei Verstopfung 
  • Ibuprofen bzw. IBU-Lysin: bei Schmerzen, Fieber und Unwohlsein
  • Migräne-Tabletten
  • Anti-Mückenspray Nobite für Kleidung
  • Care Plus Anti-Mückenspray mit 50% DEET-Anteil für die Haut (Antibrumm aus Deutschland wirkt nämlich nicht bei exotischen Insekten, deshalb braucht man ein spezielles Mittel mit hohem DEET-Anteil)
  • S-quito free: kühlendes Spray bei Mückenstichen
  • Desinfektionsgel für die Hände
  • alles Mögliche für Erkältungen: Nasenspray, Halslutschbonbons GeloRevoice, GeloMyrtol, Tabletten gegen Reizhusten, viele Taschentücher, Immuno akut von Mensana (bei ersten Anzeichen oder zur Vorbeugung), Pinimenthol Erkältungssalbe, Coldastop Nasen-Öl
  • ein Miniglas Honig gegen Herpes (haben wir mal von einem Frühstücksbuffet aus einem Hotel mitgenommen)
  • Antiseptische Wundcrème von Bepanthen: kann auch bei verunreinigten Hautverletzungen eingesetzt werden
  • ThermaCare Schmerzgel und Heparin axicur: bei Zerrungen, Muskelverletzungen und Venenentzündungen
  • Magnesium-Tabletten bei häufigen Wadenkrämpfen im Wasser, passiert häufig Tauchern
  • Compeed-Blasenpflaster
  • Pflaster
  • Fieberthermometer
  • evtl. Zwieback (hatten wir leider nicht dabei, sondern nur Haferkekse)
  • ebenfalls zu empfehlen: Antibiotika (hatten wir dieses Mal aber nicht mit dabei)

Außerdem empfehlen wir noch, mehr Unterwäsche als Reisetage mitzunehmen und einen Ersatz-Schlafanzug einzupacken (falls man nachts fieberbedingt schweißgebadet wach wird und den Schlafanzug wechseln muss).

Das Mückenspray brauchten wir im August glücklicherweise nicht, wie sich vor Ort herausstellte – vermutlich war es den Mücken auch zu heiß.

Die Foto- und Videoausrüstung

Die GoPro oder eine andere Unterwasserkamera sollte sich ebenfalls im Gepäck eines jeden Tauchers oder Schnorchlers befinden. Allen Drohnenbesitzern sei noch gesagt, dass ihr eure Mini-Helikopter leider nicht mit nach Ägypten nehmen dürft. Die Einfuhr ist aktuell verboten (Stand: August 2022).

Fazit: Lohnt sich ein Aufenthalt im Steigenberger Coraya Beach Resort?

Grundsätzlich ist das Steigenberger Coraya Beach Resort sehr schön angelegt, auch wenn der private Strand nicht mit den Malediven oder Mauritius mithalten kann. Auch das Essen war lecker und vielfältig. Zudem waren die Angestellten alle sehr nett, höflich und aufmerksam. All diese positiven Aspekte hätten uns einen schönen Urlaub bescheren können.

Doch leider war nicht alles toll. Deutliche Abstriche gab es aufgrund des Cluburlaubsfeelings mit Bändchen. Auch die hundert aneinandergereihten Strandliegen trugen zu diesem Massentourismus-Gefühl bei. Man befand sich hier in einem typischen Urlaubshotel mit lauter, nerviger Animation und Partymusik bzw. deutschem Schlager mit täglich den gleichen Titeln. Während man in den 5-Sterne-Hotels in anderen Urlaubsländern nur eine gehobene Klientel antrifft, sah man im Steigenberger Coraya Beach Resort auch die teilweise von oben bis unten tätowierten Leute, die sich den ganzen Tag an der Poolbar „volllaufen“ ließen und sogar noch an der Poolbar im Pool (!!) rauchten. Das war die Klientel, die (sogar nach eigenen Aussagen) ihren Urlaub überwiegend im Resort verbrachte und auf Sightseeing oder andere Aktivitäten verzichtete. Auch viele Langzeit-Urlauber (Rentner) und „Wiederholungstäter“ (schon 20x dort gewesen) traf man hier. Dabei wurden wirklich sämtliche Klischees erfüllt. Wir gehörten da eher zu den „versnobteren“ 5%.

Man muss eben wissen, worauf man sich einlässt, wenn man in Billigurlaubsländern wie Ägypten oder der Türkei Urlaub machen möchte. Wir selbst waren nur im Steigenberger Coraya Beach Resort, weil M unbedingt in Marsa Alam tauchen wollte. Und das hat sich  bei den wundervollen, intakten Riffen allemal gelohnt.

Unser Tipp: Das Steigenberger Alaya Resort befindet sich direkt neben dem Steigenberger Coraya Beach Resort. Bei einem kleinen Spionagebesuch von uns wirkte das Alaya gesitteter und gehobener, d.h. ohne tägliche Partymusik und mit einer „versnobteren“ Klientel. Vermutlich wäre das Alaya Resort eher etwas für uns Ruhesuchende gewesen, allerdings hat dieses zum Buchungszeitpunkt 1000€ mehr gekostet als das Steigenberger Coraya Beach Resort. Die Poollandschaft dort war einzigartig und riesengroß, es gab sogar Swim-Up-Zimmer mit direktem Poolzugang. Leider war der Strandabschnitt nicht so schön, weil sich dieser auf der offenen Meerseite befand, wo jeden Tag die rote Flagge gehisst war. Es gab noch einen markierten Alaya-Strandabschnitt in der geschützten Coraya-Bucht, aber die Distanz dorthin war einfach zu weit. Für Taucher eignet sich das Steigenberger Coraya Beach Resort auch besser als das Alaya.

Insgesamt betrachtet, bekommt das Hotel 4 von 5 Sternen von uns.


Links:

Riff-Guide: Diese Tipps und Regeln solltest du beim Schnorcheln und Tauchen beachten (eigene Sicherheit und Umweltschutz)

Können Armbänder wirklich Hai-Angriffe verhindern? Unsere Erfahrungen mit Sharkbanz auf den Malediven

Unser Hotel: Das Steigenberger Coraya Beach

Das Tauchcenter Coraya Divers

Die Ausflugsagentur Zakharious Tours

Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel ist aus freien Stücken entstanden und es besteht keine Kooperation mit der Steigenberger-Hotelkette. Wir haben unseren Urlaub zu 100% selbst bezahlt.