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“Zuhause ist da, wo man die Alpen sehen kann.” (M & M)

Bayern ist einfach das schönste Bundesland in ganz Deutschland – das ist unsere Erkenntnis aus den vergangenen 14 Jahren, die wir inzwischen hier leben dürfen. Nach 13 Jahren in einer Zweiraumwohnung in München (Trudering) zog es uns schließlich 2019 endgültig in das Alpenvorland an einen der Seen, die wir in diesem Beitrag präsentieren möchten. Seitdem wir nun hier unten leben und jeden Tag das atemberaubende Alpenpanorama sehen können, ist Banff in Kanada weit nach unten in unserer Bucketliste gerutscht.

Die Schönheit Bayerns hat sich inzwischen leider so sehr in Deutschland und der ganzen Welt herumgesprochen, dass wir hier unten massiv unter dem Massentourismus leiden. Um die Touristenströme besser lenken zu können, gibt es seit dem Corona-Jahr 2020 einen Ausflugsticker für Oberbayern. Dieser zeigt immer tagesaktuell an, welche Regionen und Parkplätze bereits überfüllt sind.

Das bayerische Alpenvorland zu erkunden, ist ein laufender Prozess, weil wir immer wieder neue Orte und Seen entdecken, die uns verzaubern. Aus diesem Grund wird dieser Beitrag auch laufend aktualisiert. Letztes Update: Oktober 2020.

Schloss Neuschwanstein/ Hohenschwangau/ Alpsee

Unseren gesonderten Beitrag zum Schloss Neuschwanstein gibt es <hier>.

Die Altstadt von Füssen

Alle Sehenswürdigkeiten in der Füssener Innenstadt haben wir <hier> detailliert aufgeführt.

Der Forggensee

Der Forggensee ist ein künstlich angelegter Stausee, durch den der Lech hindurchfließt. Mit seiner Fläche von 16 Quadratkilometern ist er der fünftgrößte See in ganz Bayern.

Vom Forggensee aus hat man einen hervorragenden Blick auf das Schloss Neuschwanstein, wenn man sich an der richtigen Stelle am Seeufer aufhält: in Rieden in dem Stadtteil Osterreinen. Gerade im Sommer sind die Tage jedoch so diesig, dass man das Schloss nur erahnen kann. Deshalb empfiehlt es sich bei Fototouren, eher am Morgen oder am Abend dort aufzuschlagen. Dort in Rieden am See befinden sich übrigens auch mehrere Badestellen sowie ein Campingplatz. Wer sich für eine Bootstour entscheiden sollte, sollte damit eher in Füssen starten. Leider ist der See jedoch mit seiner Uferlänge von 30 Kilometern etwas zu groß, um ihn zu Fuß zu umrunden.

Der Forggensee wurde einerseits für die Stromerzeugung, andererseits aber auch zum Hochwasserschutz angelegt. Das Wasserkraftwerk, das pro Jahr durchschnittlich 152,6 Gigawattstunden Strom erzeugen kann, wird derzeit von der E.ON Wasserkraft GmbH betrieben. Um das Lech-Hochwasser nach Einsetzen der Schneeschmelze im Frühjahr regulieren zu können, wird das Wasser aus dem Forggensee jedes Jahr im Oktober abgelassen. In den Folgemonaten trocknet der Seegrund so weit aus, dass man darauf spazieren gehen kann. Während dieser Zeit bietet die Stadt Füssen sogar geführte Wanderungen auf dem Seegrund an. Bis vor nicht allzu langer Zeit konnte man sich auch bei der Allgäuer Kamelfarm ein Kamel ausleihen, um damit den ausgetrockneten See zu überqueren. Nach 25 Jahren mussten die Betreiber der Farm ihren Betrieb leider aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, sodass Kamelausflüge heute leider nicht mehr möglich sind. Übrigens wird das Wasser spätestens am 01. Juni wieder in den Forggensee eingelassen. Seine volle Wasserhöhe erreicht der See dann am 15. Juni, sodass im Sommer auch wieder Schifffahrten angeboten werden können.

Der Hopfensee

Viel gemütlicher und schöner als den Forggensee finden wir den angrenzenden Hopfensee. Durch seine kürzere Uferlänge von nur 6,8 Kilometern kann man ihn einmal umrunden und nach der Wanderung noch einen romantischen Picknick bei Sonnenuntergang direkt am Ufer einlegen. Vom See aus sieht man nicht nur das herrliche Alpenpanorama, sondern auch das Schloss Neuschwanstein. In dem Teilabschnitt, der durch den Wald führt, kann man außerdem überall geschnitzte Holzfiguren am Wegesrand bestaunen. Dank seiner geringen Wassertiefe von nur zehn Metern wird der See bereits Ende Mai so gut erwärmt, dass man schon relativ früh darin baden kann. Wir selbst sahen sogar Anfang November noch einen Badefreudigen im Wasser.

Parkmöglichkeiten um den See herum gibt es ausreichend, wir stellten unser Auto direkt in dem Ort Hopfen am See ab und mussten dafür eine Parkgeführ entrichten. Direkt am See befindet sich übrigens auch ein Campingplatz.

Lechfall und Klamm

Nur wenige Meter vor der österreichischen Grenze findet man das zwölf Meter hohe Stauwehr am Lech, das je nach vorhandener Wassermassen mal mehr oder weniger spektakulär aussieht. Wenn die Lichtverhältnisse mitspielen, sieht das Wasser des Lechs dann auch besonders strahlend türkis aus. Auch in der gegenüberliegenden Klamm erstrahlt das Wasser im gleichen Farbton.

Da an einem Sonntag in den Sommerferien alle umliegenden Parkplätze belegt waren, entschieden wir uns für den Kundenparkplatz eines Supermarktes, der den Touristen aufgrund der Ladenschließung am Sonntag kostenlos zur Verfügung stand (Unterpinswang 27a, 6600 Pinswang, Österreich).

Walderlebniszentrum Ziegelwies mit Baumkronenweg und Auwaldpfad

Nicht weit vom Lechfall entfernt ragt der 21 Meter hohe Baumkronenweg des Walderlebniszentrums Ziegelwies in die Höhe. Hoch oben bekommt man einen hervorragenden Blick auf die Berge und auf den Lech und kann sogar von Deutschland nach Österreich laufen. Die Grenze zwischen beiden Ländern, die hoch oben in der Luft verläuft, wurde sogar auf dem Holz der Brücke farbig markiert. Erwachsene ab 16 Jahren zahlen 5 € für den Baumkronenweg, für Kinder und Menschen mit Behinderung ist dieser kostenlos.

Darunter befindet sich der Auwaldpfad, der aufgrund seiner Entdecker-Stationen bei Kindern und Erwachsenen sehr beliebt ist. Dort können Klein und Groß beispielsweise auf einem Baumstamm über das Wasser balancieren oder ein Floß steuern. Hier zahlt man grundsätzlich keinen Eintritt. Bei Hochwasser darf der Auwaldpfad nicht betreten werden.

Die Wieskirche in Steingaden – Eine UNESCO-Wallfahrtskirche

28 Kilometer von Füssen entfernt versteckt sich die Wieskirche (kurz: “die Wies”) irgendwo im Nirgendwo am Rande der kleinen Ortschaft Steingaden. Ca. eine Million Menschen aus aller Welt, darunter auch zahlreiche Wallfahrer, pilgern jährlich zu der Rokoko-Kirche. Seit dem Jahr 1983 zählt die “Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland” zum Weltkulturerbe der UNESCO. In dem Gotteshaus finden regelmäßig verschiedene Feste statt, unter anderem das Fest der Tränen Christi, ein Schutzengelfest oder die Maiandacht. Die genauen Termine kann man der Homepage von Steingaden entnehmen. Übrigens werden in der Wieskirche auch Führungen für Gruppen und Einzelpersonen angeboten. Aufgrund des Besucheransturms gibt es vor der Kirche einen großen Parkplatz für Autos und Reisebusse.

Der Schwaigsee in Morgenbach

Der Skyline Park – Bayerns größter Freizeitpark

Der Skyline Park in Bad Wörishofen erfreut sich besonders bei Familien großer Beliebtheit. Über 60 Attraktionen und Fahrgeschäfte –  darunter Achterbahnen, Wildwasserrutschen und Kinderkarussells – sorgen für den nötigen Adrenalinkick und Spaß bei Jung und Alt. Für die nötige Abwechslung sorgen auch die verschiedenen Thementage, beispielsweise die Wiesn-Wochenenden und die Happy-Halloween-Feier.

Weitere Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Allgäu

  • Schrecksee
  • Rappensee bei Oberstdorf mit Engeratsgundsee verbinden + Eissee
  • Tegelberg + Gleitschirmfliegen
  • Eichhörnchenwald Fischen + großer Alpsee + Hinanger Wasserfall
  • Lechweg ab 20. Juni
  • Seealpsee bei Oberstdorf
  • Burgruine Falkenstein