Manuel Antonio / 9. und 10. Tag

Wissenswertes

Manuel Antonio, das bedeutet eine Mischung aus Strandurlaub und Wildlife-Beobachtungen, wobei die Einheimischen überwiegend zum Baden herkommen. Während man für die schönen Strände im Nationalpark Geld bezahlen muss, ist der Playa Espadilla vor dem Parkeingang kostenlos, aber dafür nicht so schön. Dort werden Liegestühle vermietet; außerdem werden Surfkurse, Jetski-Fahren und Parasailing angeboten. Alles ist sehr touristisch angelegt. Einheimische zahlen nur 4 € Eintritt für den Nationalpark, Ausländer zahlen dagegen 16 €.

Manuel Antonio ist einer der kleinsten Nationalparks Costa Ricas, aber gleichzeitig neben dem Poás der meistbesuchte des Landes. Hier sind über 100 Säugetierarten zu Hause, darunter auch drei der vier Affenarten Costa Ricas. Außerdem leben dort über 180 Vogelarten. Zum Schutz des Lebensraumes ist der Park montags immer geschlossen, nur 600 Besucher dürfen sich an den anderen Tagen gleichzeitig darin aufhalten.

Unser Tag

Nach zwei sehr kühlen, nassen Tagen in Monteverde ging es weiter nach Manuel Antonio, wo es jeden Tag zwischen 30-35°C heiß war. Direkt nach unserer vierstündigen Fahrt von Monteverde nach Manuel Antonio machten wir eine Tour durch den Park, der nämlich montags immer geschlossen ist. Uns blieb also nichts anderes übrig, als noch am selben Tag der Ankunft die Tour ohne Guide zu machen. Unser Hotel war nur 300 m vom Parkeingang entfernt. Vor dem Park trafen wir auf lauter Abzocker, die alles Mögliche zu erhöhten Preisen an die gutgläubigen Touristen verkaufen wollten.

Trotz der Osterfeiertage und einer begrenzten Anzahl an Leuten, die dort gleichzeitig hinein darf, konnten wir direkt in den Park gehen, ohne anstehen zu müssen. Aufgrund des Pazifik-Klimas ist dieser völlig anders als alle anderen bis dahin gesehenen Parks. Außerdem gibt es dort richtig schöne Strände, die bei den Einheimischen sehr beliebt sind. Schon aus dem Internet wussten wir, dass der Nationalpark Manuel Antonio in ganz Costa Rica der beliebteste sei und dort entsprechend viele Touristen unterwegs seien. Deshalb hätten sich die Tiere schon so sehr an die Menschenmassen gewöhnt, dass sie einem direkt vor die Linse sprängen, statt sich zu verstecken. Diese Beschreibung aus dem Internet können auch wir bestätigen. Wir sahen mehrere Faultiere, Affen (u.a. Totenkopfaffen), Waschbären und verschiedene Echsenarten. Die Guides in dem Park waren oft mit Teleskopen unterwegs. Wenn man sein Smartphone an die Linse hielt, entstanden oft wundervolle Nahaufnahmen von den Tieren. Die Guides führen schon geübt darin, mit sämtlichen Handytypen Fotos und Videos durch das Teleskop zu machen. Da wir gleich nach der vierstündigen Fahrt in den Park gingen und stundenlang nichts gegessen hatten, es aber auch nichts zu kaufen gab, war die Wanderung bei der Hitze extrem anstrengend. Außerdem gab es sehr viel Auf und Ab, was uns die ganze noch vorhandene Energie einmal mehr entzog.

Der darauffolgende Tag war extrem ruhig, weil der Park – wie bereits erwähnt – montags immer geschlossen ist. Wir waren zunächst am Playa Espadilla, der nur wenige hundert Meter von unserem Hotel entfernt war. Zunächst badeten wir im Pazifik, doch die gefährlichen Brandungsrückströme (rip currents) waren so stark, dass es keinen Spaß machte, dort zu baden. Überall am Strand warnten Schilder vor diesen sehr gefährlichen rip currents, die oft die Ursache von Badeunfällen sind. Das Wasser war badewannenwarm und salzig. Aus all diesen Gründen beschlossen wir, den restlichen Tag im und am Hotelpool zu verbringen. Am Abend lernten wir im Pool den Costa Ricaner Andy kennen, mit dem wir uns drei Stunden im Wasser unterhielten und nebenbei Cocktails tranken.