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Unsere absoluten Indonesien-Highlights

Die Reihenfolge dieser Liste hat keine Aussagekraft, sondern entspricht eher unserem Reiseverlauf.

1. Java: eine erlebnisreiche Fahrradtour durch Reisfelder und Dörfer inkl. Kennenlernen der aufgeschlossenen, herzlichen Einheimischen  – mit Towilfiets

2. Java: Sonnenaufgang am weltweit größten Buddha-Tempel, dem Borobudur – mit Manohara

3. Java: Anblick des Vulkans Mount Bromo bei Sonnenaufgang – mit Galang Transport

4. Bali: Entspannung im Adi Assri Beach Resort & Spa in Pemuteran

5. Bali: Reisfelder und Reisterrassen, u.a. die Jatiluwih-Reisterrassen und Führung mit einem einheimischen Bauern durch die Terrassen

6. Bali: Schildkröten-Adoption im Turtle Conservation and Education Center

7. Bali: Schaukeln auf einer Riesenschaukel mit Blick auf die wunderschöne Natur – mit Celuk Swing

8. Bali: Entspannung im 5-Sterne-Luxushotel Ayodya Resort in Nusa Dua inkl. Nusa Dua Beach

9. Nusa Penida: Schnorcheln und Tauchen an der Crystal Bay, in Toyapakeh, Sental und PED – mit Sanctum Dive

10. Nusa Penida: Kelingking Beach, Broken Beach, Angel’s Billabong, Manta Bay, Sonnenuntergang in der Crystal Bay  – private Tour mit Suryana

WhatsApp für Buchungen: 006281337573828

11. Komodo, Rinca, Flores: eine private Bootstour zu zweit über Nacht inkl. ganz viel Schnorcheln, Komodo-Nationalpark, Pink Beach, Fledermaus-Ereignis – mit Komodo Marina Tour

12. Schnorcheln mit Mantarochen am Manta Point von Komodo im Rahmen unserer privaten Komodo-Bootstour (nicht zu verwechseln mit dem Manta Point auf Nusa Penida) – mit Komodo Marina Tour

13. Die Menschen in Indonesien…

…waren auf Java, Nusa Penida und Komodo sehr offen, herzlich, freundlich, interessiert, fröhlich und haben viel gelacht und gefeiert (Karneval, ein Dorffest etc.).

Unsere größten Enttäuschungen in Indonesien

  1. Bali: Das Riff im Süden der Insel Menjangan ist leider fast komplett abgestorben. Die anderen Schnorchel- und Tauchstellen auf Menjangan können wir nicht beurteilen.

2. Bali ist komplett menschenüberfüllt, es ist alles nur auf Massentourismus ausgelegt. Wer eher die Ruhe sucht, sollte diese Insel meiden. In vielen Restaurants gibt es ein Buffet für die Massen mit bereits kalt gewordenem Essen.

3. Bali: In Ubud sind die Einheimischen sehr abgeklärt, lustlos, ignorant, desinteressiert, unfreundlich und lächeln wenig. Sie haben sich ganz dem Massentourismus und dem ständigen Kommen und Gehen der Gäste angepasst. Außerdem war unser Fahrer auf Bali sehr profitgierig und wollte immer wieder das Programm der Reiseagentur ändern und uns zu Orten (Silberfabrik, Batikfabrik, Gemälde-Geschäft, Wassersport am Strand, Touristenfalle balinesischer Tanz) fahren, wo er Provision oder nach eigenen Aussagen kostenlose Zigaretten bekommt.

4. Bali ist ein Traum für viele selbstsüchtige Instagram-Selbstdarsteller. Überall blockieren sie mit ihren übergroßen Hüten und Kleidern die Sehenswürdigkeiten. mehr dazu hier

5. Bali: Wer sich den echten balinesischen Tanz ansehen möchte, sollte die Touristenfalle SAHADEWA Barong und Kris Dance meiden, dort werden die Touristen in großen Bussen oder von ihren privaten Fahrern in Scharen abgeladen, vermutlich bekommen die Fahrer dafür noch Provision. Wir haben sogar gesehen, wie die Einheimischen durch den Hintereingang bzw. Ausgang hereingekommen sind, vermutlich mussten die gar nichts dafür bezahlen. 100.000 Rupiah kostet der Eintritt pro Person. Uns wurde Balinesischer Tanz versprochen, aber am Ende war es ein reines Herumgeschreie von lauter Darstellern, die einen lustlosen Eindruck bei uns hinterließen. Wir wären am liebsten während der Vorstellung aufgestanden und einfach gegangen. Wer den echten Balinesischen Tanz sehen möchte, sollte dies lieber in seinem Hotel tun, dort gibt es oft Tanzabende mit balinesichen Tanzvorführungen, das Ganze sieht dann auch fröhlicher aus.

6. Bali: Das Bergdorf Tenganan, das sich viele Touristen anschauen, um etwas über die prä-hinduistische Kultur zu erfahren, ist ein reiner Kommerzort, wo sämtliche Läden aneinandergereiht sind und jeder seine Produkte verkaufen möchte. Die Einheimischen locken einen in ihre Läden und reden auf einen ein, wie schön doch die Schals etc. seien und dass man sich diese doch anschauen und kaufen soll. Die Bereiche, in denen sie leben, waren gar nicht zugänglich für die Touristen, weil sich diese hinter einer großen Mauer befanden. Nach maximal zehn Minuten waren wir wieder draußen. Mit authentischen Begegnungen mit Einheimischen hat das absolut nichts zu tun. Diese hatten auch keine Intention, uns ihre eigene Kultur näherzubringen.

7. Indonesien hat, genauso wie zahlreiche andere asiatische Länder auch, ein massives Müllproblem. Es scheint nirgendwo eine staatlich geregelte Müllabfuhr zu geben. Jeder Haushalt ist, so sah es jedenfalls für uns aus, für seinen eigenen Müll selbst verantwortlich. Zum einen ist überall alles vermüllt, auch die Meere und Strände. zum Anderen verbrennen die Einheimischen ihre Abfälle zu jeder Tageszeit, – sogar im Palmenwald – sodass es ständig nach verbranntem Plastik stinkt und der ganze Himmel zeitweise schwarz aussieht.

Weitere nützliche Informationen

Stromadapter braucht man in Indonesien nicht, weil dort die gleichen Steckdosen verwendet werden wie bei uns.

Innerhalb Indonesiens gibt es unterschiedliche Zeitzonen. Wir hatten einen sechs- bis siebenstündigen Zeitunterschied zu Deutschland. Singapur, unser Stopover-Ziel, liegt übrigens auch in einer anderen Zeitzone, hier waren es nur fünf Stunden Differenz zu Deutschland. Man sollte mit seinen Geräten immer wieder online gehen, damit die Zeit automatisch angepasst wird. Im Flugzeug auf Inlandsflügen werden die Zeitunterschiede ebenfalls bekannt gegeben.

In Indonesien gibt es keine Züge mit allen Klassen, sondern nur jeweils Züge einer einzigen Klasse. So besteht zum Beispiel ein einziger Zug nur aus Waggons der ersten Klasse. Das bedeutet gleichzeitig, dass es durch die Klimaanlage in der ersten Klasse extrem kalt ist.

Auch in den Flugzeugen auf Inlandsflügen ist es extrem kalt, besonders bei Air Asia. Bei dieser Airline erfolgt die Sitzplatzvergabe übrigens automatisch. Die nehmen keine Rücksicht darauf, dass man zusammen die Plätze gebucht hat. Und so saßen wir den ganzen Flug über getrennt voneinander; anderen Passagieren ging es genauso. Wenn man zusammenhängende Plätze haben möchte, muss man diese direkt am Flughafen buchen und separat bezahlen. Die Airline Nam Air, mit der wir nach Labuanbajo auf Flores geflogen sind, ist im Gegensatz dazu absolut unpünktlich und unzuverlässig.

In Indonesien gibt es weit und breit keine schönen, modernen Postkarten. Überall sahen wir die gleichen verpixelten Motive, die vermutlich noch mit uralten Kameras aufgenommen worden sind. Bis zum letzten Tag hat es also gedauert, bis wir in Nusa Dua in der Bali Collection einen Buchladen mit einigermaßen vernünftigen Karten fanden.

Wenn wir im Vorfeld von unserer geplanten Indonesien-Rundreise berichteten, erzählten uns unsere Zuhörer von Leuten aus ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis, die aufgrund von Magen-Darm-Problemen sogar ihre Bali-Reise bzw. Flitterwochen abbrechen mussten. Wir allerdings hatten die gesamten drei Wochen in Indonesien nirgends so richtige Verdauungsprobleme, weil wir vor und während der Reise “Omni-Biotic Reise” eingenommen hatten. Es fühlte sich bei mir zwar immer wieder so an, als stünde die Magen-Darm-Erkrankung kurz vor dem Ausbruch oder als würden die künstlichen Bakterien des Medikaments mit den richtigen Bakterien des indonesischen Essens oder Wassers einen Kampf in meinem Bauch führen, so wie dieser zeitweise grummelte und blubberte. Ausgebrochen ist die Infektion trotz Übelkeit und Bauchgrummeln zum Glück nicht – womöglich nur wegen des Medikaments. Diese Übelkeit kann jedoch auch andere Ursachen haben, wie beispielsweise die zu lange Sonneneinstrahlung oder Hitze, das anstrengende Vulkantrekking, die häufigen nächtlichen Abholzeiten in Verbindung mit einem fehlenden Tag-Nacht-Rhythmus oder, oder, oder….. “Omni-Biotic Reise” würden wir jedem empfehlen und werden es vor der nächsten Reise wieder kaufen.

Die indonesische Küche

Die indonesische Küche wird von den kulinarischen Traditionen aus China, Indien, dem Nahen Osten und der Niederlande beeinflusst, wobei Reis, Kokosnüsse, Bananen, Erdnüsse und Sojabohnen immer dazugehören. Wir haben die verschiedenen Nudel- und Reisgerichte wie Bami Goreng oder Nasi Goreng probiert und wurden nicht enttäuscht. Wenn eine Mahlzeit ein “Nasi” im Namen hat, ist das ein Hinweis auf Reis. Eine Rijsttafel ist ein umgedrehter, schön angerichteter Kegel aus Reis mit einer grünen Spitze aus Bananenbaumblättern. Und  “Ayam” heißt Hühnchen.  Auch die Fleischspieße – Sate – sollte man unbedingt gegessen haben. Weitere Spezialitäten sind Tempeh (fermentierte Sojabohnen), Kangkung (Wasserspinat) oder Fischgerichte. Des Weiteren gibt es in Indonesien zahlreiche Snacks, meist Chips, wie Kerupuk Udang oder Kerupuk Kampung (aus Tapiokastärke aus der Maniokwurzel). Zum Trinken gibt es oft lokalen Kaffee (kopi), Fruchtsäfte oder Eistee (es teh). Auch der Luwak-Kaffee, der aus den ausgeschiedenen Exkrementen (halb verdaute Kaffeebohnen) des Fleckenmusangs hergestellt wird, wurde uns überall angeboten.

Indonesisch (Bahasa Indonesia) für Anfänger

Im Rahmen unserer Bootstour auf Komodo haben wir ein paar Wörter in der Landessprache gelernt, weil viele Indonesier kein Englisch sprechen können. Umso überraschter waren wir darüber, dass unser Komodo-Guide Agus in der Schule Deutsch gelernt hat.

  • Istri = die Frau
  • Suam = der Mann
  • Terima Kasih = danke
  • Sama sama = bitte (nach dem Danke)
  • Selamat pagi = Guten Morgen
  • Selamat Siang = Guten Tag
  • Selamat Malam = Guten Abend
  • Selamat Tidur = Gute Nacht
  • Aku cinta kamu = Ich liebe dich
  • Semoga mimpi manis = Hab schöne Träume
  • Salamat makan = Guten Appetit
  • Hati-hati kapala = Pass auf deinen Kopf auf!
  • Hati-hati = Aufpassen! (steht überall auf Straßenschildern)
  • Guru = Lehrer
  • Guru pintar = schlauer Lehrer
  • mahal = teuer

Danke an Agus für die kleine Bahasa-Lektion!

Da Indonesien früher eine niederländische Kolonie war, existieren auch heute noch lauter Wörter aus dem Niederländischen. Mehr dazu hier.

Naturkatastrophen: Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche

Außerdem muss man in ganz Indonesien immer und überall mit Tsunamis, Vulkanausbrüchen und Erdbeben rechnen, weil sich das Land im “Ring of Fire” befindet. Da Indonesien auf mehreren solcher Erdplatten liegt und diese immer wieder aneinanderreiben, gehört dieses Gebiet zu den aktivsten Zonen weltweit. So brachte 2004 ein Tsunami, der von einem Erdbeben der Stärke 9,0 ausgelöst worden war, fast 170.000 Menschen den Tod. Ein weiteres Erdbeben in der Nähe von Yoygakarta kostete im Jahr 2006 fast 6000 Menschen das Leben. Auch der weltberühmte Prambanan-Tempel wurde dabei in großen Teilen zerstört und ist auch heute noch – im Jahr 2018 – nicht wieder vollumfänglich zugänglich. Eine erst kürzlich aufgetretene, wochenlang andauernde  Erdbebenserie auf Lombok tötete über 550 Menschen, weitere 1500 Menschen wurden dabei verletzt und 390.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Überall gibt es daher Evakuierungsschilder. Die Indonesier kennen sich mit solchen Krisen bestens aus und haben ein internationales Team zusammengestellt, das diese Phänomene erforscht und helfend zur Seite steht. So wie wir in Deutschland an den Schnee gewöhnt sind, so normal sind für die Indonesier Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche. Allein schon, als wir die drei Wochen in Indonesien waren, gab es dort eine zweistellige Anzahl an Erdbeben um die Stärke 4-6. Als wir im Norden von Bali waren, gab es ein Erdbeben der Stärke 5,2 100 Kilometer südlich von Bali tief im Ozean, das eine Französin bei uns im Hotel sogar bemerkte. Laut eigenen Aussagen wurde sie morgens von einem lauten Getrampel wach; sie dachte eigentlich, dass das Menschen seien. Auch in den letzten Tagen – wir haben inzwischen Ende September, weil wir alle Beiträge erst im Nachhinein verfassen – gab es wieder eine Vielzahl an Erdbeben in Indonesien und auf der ganzen Welt. Die meisten davon sind tief im Meer, sodass niemand dadurch zu Schaden kommt. Es gibt sogar eine spezielle Internetseite, die die weltweiten Erdbeben auflistet. In unserem Hotel auf Bali in Nusa Dua gab es mehrsprachige Evakuierungshinweise für den Fall der Fälle. Dieses Resort hat sogar zwei hohe Türme, in die man bei einem Tsunami flüchten kann. Wer eine Reise nach Indonesien bucht, der sollte jederzeit mit einer Naturkatastrophe rechnen.

Bei einem Erdbeben muss man sofort das Gebäude verlassen und sich auf eine freie Fläche begeben. Am besten wäre noch, sich ein Kissen aus dem Hotelzimmer mitzunehmen, um seinen Kopf zu schützen. Wenn man das Gebäude nicht mehr verlassen kann, sollte man sich unter dem Tisch verstecken, um seinen Körper vor herabfallendem Beton und vor Lampen zu schützen. Um nicht von herumfliegenden Glassplittern getroffen zu werden, sollte man sich unbedingt von Fensterscheiben und Spiegeln fernhalten.

Bei einem Tsunami, der ja vom Meer kommt, muss man hoch ins Gebirge oder in die oberen Etagen von Hotels flüchten. Hinweisschilder zeigen den Weg an.

Bei einem Vulkanausbruch sollte man den Vulkan weiträumig über mehrere Kilometer hinweg meiden. Erst Ende Juli wurden Trekking-Touristen auf Bali evakuiert, weil der Agung ausgebrochen war.

Die richtigen Verhaltensweisen können Leben retten und nehmen ein wenig die Angst oder Unsicherheit. Wir europäischen Touristen haben ja schon bei dem kleinsten “Erdquaken” Angst, während die Indonesier ihr Leben lang mit diesen Problemen konfrontiert werden.

Auch unsere Reisepläne mussten aufgrund mehrerer starker, vorangegangener Erdbeben auf Lombok kurzfristig geändert werden. Dabei kamen über 550 Menschen ums Leben. Mehr dazu gibt es in unserem Beitrag zu Nusa Penida, wo wir eigentlich gar nicht hin wollten. Unser eigentliches Ziel sollte Gili Meno werden.

IMG_3806Quelle: https://www.earthquaketrack.com/p/indonesia/recent

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Quelle: United States Geological Survey

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Quelle: aus der Informationsmappe des Ayodya Resorts in Nusa Dua


Weitere Quellen:

Insight Guides. Indonesia – insightguides.com

 

Links und Kontaktdaten für Buchungen:

Towilfiets: Towilfietsindonesia@gmail.com

Suryana, privater Fahrer für Nusa Penida: WhatsApp 006281337573828