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Unsere Highlights: Ammoudi Bay│ Caldera │ Hot Springs │ Indian Rock │ Mesa Pigadia │ Red Beach │ White Beach

Unsere semi-private Bootstour Diamond Sunset Cruise mit dem Anbieter Sunset Oia

Fast alle Tipps für Santorin holten wir uns von unserem kanadischen Freund Erik, der mit seiner Frau Melissa dort seine Flitterwochen verbracht hatte. Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass wir an einer exklusiven semi-privatem Bootstour teilnahmen.

Die unterschiedlichen Bootstouren und Preise: Unser Schnäppchen am Ende der Nebensaison

Auf Santorin gibt es viele Bootstourenanbieter, die unterschiedliche Fahrten offerieren. Sie unterscheiden sich in ihrer Route, in der Anzahl der mitgenommenen Passagiere, in ihren verwendeten Yachten bzw. Katamaranen, in ihren Zusatzleistungen (z.B. mit oder ohne Essen) – und nicht zuletzt natürlich in ihren Preisen.

Wir wählten den Diamond Cruise bei Sonnenuntergang des Anbieters Sunset Oia aus. Abgesehen von den Privattouren für über 1000 € war dieser Trip mit 190 € pro Person der teuerste. An dieser Stelle erwähnen wir den Preis nur deshalb, weil wir ein absolutes Schnäppchen am Ende der Nebensaison machten: Es waren nämlich sämtliche semi-private Touren – sei es die für 190 € (Diamond Cruise), die für 165 € (Platinum Cruise) oder die für 145 € (Santorini Gems) – auf 100 € heruntergesetzt. Warum also die abgespecktere Variante wählen, wenn man die beste Tour für den gleichen Preis haben kann? “Semi-privat” nannte sich die Tour deshalb, weil nur 14 bis 20 Gäste zugelassen waren. Bei der günsterigen Fahrt für 95 € pro Person (Red Cruise) fuhr eine ganze Menschenmasse von 55 Leuten mit, außerdem war diese noch nicht einmal heruntergesetzt wie die semi-privaten Touren.

An dieser Stelle möchten wir aber verdeutlichen, dass es uns bei der Buchung nicht darum ging, die luxuriöseste Yacht auszusuchen. Vielmehr hassen wir Massentourismus und Massenabfertigungen, sodass wir einer Menschenansammlung von 55 Personen auf engstem Raum aus dem Weg gehen wollten. Außerdem hatten wir mit exklusiven (semi-)privaten Bootstouren schon gute Erfahrungen an der Amalfiküste und im Komodo-Nationalpark gesammelt.

Wer sich nun inspirieren lassen möchte, das gleiche Schnäppchen zu jagen, dem sei gesagt, dass die reduzierten Preise erst am Ende des Buchungsprozesses auf der Homepage angezeigt werden. Man muss also Geduld mitbringen und sich einfach ein bisschen durchklicken. Schließlich hängt der Anbieter Sunset Oia seine Rabatte nicht an die große Glocke.

Alle Informationen zu unserem Diamond Cruise im Überblick

Unsere Tour: Diamond Sunset Cruise  (wird durchgeführt mit den beiden derzeit luxuriösesten Yachten in Griechenland, der Lagoon 560 und der Ipanema 58 – wir fuhren an dem Tag mit dem Katamaran Ipanema 58)

Start- und Endpunkt: Ammoudi Bay (man wird im Hotel abgeholt und dann zum Startpunkt gebracht, anschließend wird man zurück zum Hotel chauffiert)

Route: Ammoudi Bay│ Caldera │ Hot Springs │ Leuchtturm von Akrotiri │ Indian Rock │ Mesa Pigadia │ Red Beach │ White Beach

Dauer: fünf Stunden (die Uhrzeit richtet sich nach dem Untergang der Sonne und wird entsprechend angepasst, Ende Oktober fing die Tour daher früher an)

Anzahl der Passagiere: maximal 20 Personen (semi-privat)

Anzahl der Crewmitglieder, die uns umsorgten: drei

Preis: regulär 190 € pro Person, aber am Ende der Nebensaison Ende Oktober nur 100 € pro Person

Inkludierte Leistungen:

  • Hin- und Rücktransfer vom und zum Hotel oder Airbnb in Santorin
  • Griechisches Barbecue-Menü auf dem Boot zubereitet: Griechischer Salat, gegrilltes Hähnchenfilet oder Schweinekoteletts, Shrimps Saganaki, gebratenes Gemüse, gefüllte Weinblätter, Pasta mit roter Sauce, Tzatziki, Kartoffelsalat, vegetarische Mahlzeiten
  • Getränke (Erfrischungsgetränke, Bier, weißer Santorini-Wein, Wasser)
  • Schnorchelausrüstung (Maske und Schnorchel)
  • Handtücher
  • Rettungsweste (an die Besatzung zurückzugeben)
  • Karte mit ausführlichen Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Reisezielen
  • Gratis W-LAN

Der Ablauf unserer Tour – Ein Erfahrungsbericht

Bereits einige Wochen vor unserer Reise buchten wir im Internet direkt auf der Homepage von Sunset Oia unseren Diamond Cruise. Zur Auswahl standen dabei die Tages- sowie die Sonnenuntergangstour – wir entschieden uns wegen des Romantikfaktors für die letztgenannte. Die Buchungsbestätigung mit der genannten Abholzeit (11:40 Uhr) folgte prompt per E-Mail.

Am Vorabend, als wir bereits auf Santorin urlaubten, erhielten wir dann die aktualisierte Information des Anbieters, dass sie uns 20 Minuten später als geplant (d.h. 12:00 Uhr) an der Bushaltestelle vor unserem Hotel abholen würden. Schließlich standen wir dann mit ein paar anderen Gästen zu der neuen Zeit am vereinbarten Ort und mussten noch weitere, nicht angekündigte 20 Minuten (bis 12:20 Uhr), ahnungslos dort ausharren. Nur die Tatsache, dass die anderen Touristen auch auf Sunset Oia warteten, beruhigte uns ein wenig. Sonst hätten wir nämlich gedacht, dass uns der Anbieter vergessen hätte aufzusammeln. Von dem Fahrer, der uns schließlich verspätet abholte, erhielten wir keine Begründung oder Entschuldigung für seine Unpünktlichkeit. Das war die einzig negative Sache an unserer Buchung mit Sunset Oia, alles andere war einfach nur einzigartig und empfehlenswert.

Start der Tour ab Ammoudi Bay

Mit einer 20-minütigen Verspätung lieferte uns unser Chauffeur also an der Ammoudi Bay ab, wo schon über 100 Menschen auf den Start ihrer Bootstour warteten. Zum Glück hatten wir die semi-private Variante mit nur maximal 20 Leuten gebucht. Zunächst einmal mussten wir bei einem Crewmitglied, das uns einen schwarzen Aufkleber mit der Aufschrift “Milos Ipanema 58” überreichte, einchecken – das war der Name unseres Katamarans. Je nach gebuchter Tour erhielt jeder einen anders farbigen Sticker. Und dann wurden auch die schon einzelnen Gruppen – je nach Farbe –  zur Ablegestelle gebeten.

Nach dem Besteigen des Bootes wurden wir zunächst von unserer dreiköpfigen Crew herzlich in Empfang genommen und in die Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen. Wir konnten uns gleich noch mit sämtlichen Getränken, u.a. Softdrinks, Bier und Wein, bedienen und uns dann irgendwo auf dem Katamaran niederlassen. Dadurch dass wir nur 20 Mann auf dem ca. 18 Meter langen und ca. neun Meter breiten Boot waren, haben sich die Menschen recht gut verteilt, sodass man sich entspannt zurückziehen und seine Ruhe genießen konnte. Die sehr freundliche Crew hatte noch unsere Grillbestellungen (Hähnchen oder Schwein) entgegengenommen, bevor wir unseren ersten Badestopp, die heißen Vulkanquellen, ansteuerten.

Erster Stopp: Baden in den Hot Springs sowie Aspronisi, Leuchtturm in Akrotiri und Indian Rock

Unser erster Badehalt führte uns zu den schwefelhaltigen, heißen Vulkanquellen (Hot Springs), wobei man sich dort nicht zu weit von der Gruppe oder vom Boot entfernen durfte. An die Nichtschwimmer und Schwimmfaulen verteilte die Crew sogar noch Schwimmnudeln, sodass auch jeder seinen Spaß haben konnte. Damit niemand der Badenden das schwefelhaltige Wasser im Anschluss auf dem Katamaran verteilen konnte, wurden sie alle mit einem Wasserschlauch abgespritzt – erst dann durften sie sich mit den bereitgestellten Handtüchern abtrocknen und sich wieder hinsetzen.

Anschließend steuerten wir den Red Beach für einen zweiten Badestopp an, kamen aber auf dem Weg dorthin noch an der Insel Apronisi, am Leuchtturm von Akrotiri und am Indian Rock vorbei. Alle aufgezählten Sehenswürdigkeiten sahen wir uns aber nur vom Wasser aus an.

Zweiter Stopp: Red Beach zum Schwimmen und Schnorcheln

Es folgte ein weiterer Halt am Red Beach, der diesen Namen aufgrund seines hohen Eisengehaltes trägt. Dort erhielten wir die Möglichkeit zu schwimmen und zu schnorcheln. Wie wir es uns schon denken konnten, war die Ägäis aber nicht gerade der richtige Ort, um dort irgendwelche Tiere unter Wasser aufzuspüren. Und so war es nicht allzu verwunderlich, dass M absolut nichts erschnorchelte.

Übrigens setzen manche Tourenanbieter ihre Gäste gezielt vorn am Ufer des Red Beaches und des White Beaches zum Baden ab. Später sammeln sie sie dann wieder dort ein; wir haben dieses Schauspiel aus der Ferne beobachten können.  Unserem Anbieter war das allerdings zu gefährlich, da erst kurz zuvor riesengroße Gesteinsbrocken an diesen Stellen herabstürzten. Hätten sich zu diesem Zeitpunkt Menschen unten am Strand aufgehalten, dann wären sie jetzt tot. Unsere Crew hielt deshalb einen größeren Sicherheitsabstand zu den Klippen ein, außerdem durfte sich niemand von uns dem roten Strand schwimmend nähern.

Dritter Stopp: White Beach und Mesa Pigadia zum Schnorcheln und Schwimmen sowie Barbecue auf dem Boot

Danach setzten wir unsere Fahrt zum White Beach fort, wo wir erneut ins Wasser eintauchen und schnorcheln durften. Auch hier galt es, den weißen Kalkstein-Strand nur aus der Ferne zu betrachten, da die Crew Angst hatte, dass sich erneut riesige Geröllmassen von den Klippen lösen und auf den Strand herunterfallen könnten.

Für uns sah es übrigens von Weitem so aus, als könne man den White Beach nur vom Boot aus über das Meer erreichen. Einen Trampelpfad nach unten konnten wir nirgendwo erkennen.

Während noch die meisten Gäste das kühle Nass genossen, bereitete die Crew auch schon das Essen vor. Da unser Luxus-Katamaran sogar über einen Grill verfügte, gab es frisch gegrilltes Hähnchenfilet, Schweinekoteletts, Shrimps Saganaki und gebratenes Gemüse. Dazu wurde ein unschlagbar leckerer Griechischer Salat gereicht. Obendrein gab es noch gefüllte Weinblätter, Pasta mit roter Sauce, Tzatziki, Kartoffelsalat sowie vegetarische Mahlzeiten. Die gesamten Köstlichkeiten auf dem Boot zählten mit zu unseren Lieblingsgerichten auf Santorin.

Vierter Stopp: Fotografierpause an der Caldera in Oia und Anschauen des Sonnenuntergangs

Nach dem Essen fuhren wir dann so langsam zurück Richtung Ammoudi Bay, wo wir dem wunderschönen Sonnenuntergang beiwohnten. Das war die passende Abrundung eines perfekten Tages auf dem Boot. Um die ganze Stimmung noch romantischer zu gestalten, spielte die Crew während des Sonnenuntergangs sogar noch romantische Kuschelmusik ab.

Ende: Ammoudi Bay – Unser Fazit zur Tour

Vollkommen euphorisiert und zufrieden ging es dann zurück zur Ammoudi Bay, wo auch schon der Fahrer auf uns wartete, der uns zurück zum Hotel bringen sollte.

Schaut man sich unsere Fotos von diesem herrlichen Diamond Cruise an, kann man sich mit Sicherheit selbst sehr gut ein Bild darüber machen, wie atemberaubend dieser Trip gewesen sein muss. Diese Tour war ihr Geld absolut wert und auch die extrem freundliche Crew hat uns jederzeit spüren lassen, dass wir auf dem Katamaran herzlich willkommen waren. Es war wundervoll, Santorin auch einmal vom Wasser aus zu betrachten. Und der Anbieter Sunset Oia würde von uns die volle Sternzahl bekommen, wenn wir ihn bei Tripadvisor oder Google bewerten müssten. Danke an Erik für den erstklassigen Tipp mit der semi-privaten Bootstour!

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Schwarz: Vulkangestein │ Rot: hoher Eisengehalt │ Weiß: Kalkstein


Links:

Anbieter: Sunset Oia