Unsere Reiseroute durch Portugal

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Allgemeine Informationen über den Buddha-Park-Eden (mit Übersichtsplan)

Irgendwo im Nirgendwo, etwas außerhalb der kleinen Ortschaft Bombarral, verbirgt sich ein wahres Juwel: der orientalische Buddha-Eden-Garten, den man in Portugal in dieser Form gar nicht erwarten würde. Genauso wenig hätten wir dort, irgendwo zwischen Lissabon und Porto, mit so vielen Menschenmassen gerechnet, wie wir sie letztendlich vorfanden: Mehrere hundert Autos parkten dicht aneinandergereiht auf dem sehr großen Parkplatz vor dem Buddha-Eden-Park. Zum ersten und einzigen Mal während unseres Portugal-Trips mussten wir dort vor einer Sehenswürdigkeit anstehen. Noch nicht einmal in Lissabon oder Sintra war es so überlaufen wie in Bombarral. Merkwürdigerweise war in dem afrikanischen Teil des Gartens aber kaum etwas los. Die ganzen Besucher versammelten sich dagegen alle um die Buddhas herum und kletterten sogar verbotenerweise auf die Statuen. Dadurch war es leider auch nicht möglich, wirklich tolle Fotos davon zu schießen.

Aber warum gibt es in einem christlich geprägten Land wie Portugal überhaupt so einen 35 Hektar großen Buddha-Garten? Es hört sich völlig skurril an, aber die Taliban sind schuld daran! Denn sie zerstörten im Jahr 2001 die vielen Buddhas von Bamiyan in Afghanistan, was den portugiesischen Millionär und Kunstsammler José Berardo so sehr erzürnte, dass er auf dem Gelände seines Weinguts nahe Bombarral einen Skulpturengarten erschaffen ließ. Und so war der Bacalhôa Buddha Eden geboren. Er beherbergt über 1000 Skulpturen, darunter auch Buddhas, Pagoden und Terrakotta-Statuen, die aus schätzungsweise 6000 Tonnen Marmor und Granit hergestellt wurden. Etwas überrascht haben uns die zahlreichen afrikanischen und modernen Kunstwerke, mit denen wir in einem Buddha-Park gar nicht gerechnet hätten. Der gesamte Garten wird in verschiedene Areale unterteilt, unter anderem in den afrikanischen und den asiatischen Bereich. Dabei bildet die rote Treppe mit ihrem liegenden Gigantischen Buddha das Zentrum des einzigartigen Parks. Rechts und links davon kann man weitere überdimensionale buddhistische und hinduistische Buddhas bestaunen. Ein bisschen weiter davon entfernt trifft man auch auf 600 blaue, handbemalte Terrakottasoldaten, von denen jede einzelne eine exakte Kopie derjenigen ist, die vor 2200 Jahren in China begraben worden waren. Neben den zahlreichen Skulpturen gibt es dort auch japanische Koi-Karpfen und Wasserschildkröten, die in dem groß angelegten Palmensee leben. (Quelle: die offizielle Homepage des Gartens)

Da das gesamte Areal so groß ist, fährt darin auch eine kostenpflichtige Bimmelbahn umher, die an den unterschiedlichen Stationen anhält. Wir verweilten ganze zwei Stunden in dem Garten, hätten aber mit Sicherheit auch noch länger darin bleiben können, wenn uns mehr Zeit zur Verfügung gestanden hätte.

Der Eintritt für Erwachsene beträgt übrigens 5 € pro Person (Stand: August 2020). Kinder unter 12 Jahren dürfen den Park kostenlos besuchen. Für die Bimmelbahn zahlt man weitere 4 € pro Person.

Des Weiteren sind in dem gesamten Garten keine Picknicks erlaubt. In Santuário do Bom Jesus befindet sich ein Kilometer entfernt ein Picknickplatz.

Fazit: Der Buddha-Park-Eden ist ein absolutes Juwel irgendwo im Nirgendwo, das man unbedingt auf seiner Portugal-Rundreise besuchen sollte. Unter den Einheimischen ist der Garten längst kein Geheimtipp mehr.

(Klicke hier zum Vergrößern.)

Die einzelnen Bereiche im Bacalhôa Buddha Eden

Der Eingangsbereich

Der Palmensee (Lago das Palmeiras)

Der Skulpturengarten der Modernen Kunst (Jardim de Arte Moderna)

Das Bambuslabyrinth (Labirinto de Bambu)

 

Der afrikanische Skulpturengarten (Jardim de Esculturas Africanas)

Das Amphietheater (Anfiteatro)

Die Xian-Terrakotta-Krieger (Guerreios Xian em Terracota)

Die Treppe der Goldenen Buddhas (Escadaria dos Budas Dourados) mit dem Gigantischen Buddha (Buda Gigante)

Die Pagodentürme (Torres do Pagode)

Die Seen der Ruhe (Lagos do Tranquilidade)

Der Feuerstellen-Aussichtspunkt (Miradouro do Fogo)

Die dreizehn Buddhas der Toten (Treze Budas dos Mortos)

Der Pagodensee (Lago do Pagode)

Die Geschichte des Weins (História do Vinho)