Inhaltsverzeichnis

Für die einen gehört Lissabon zu den schönsten Städten der Welt, für die anderen ist Lissabon nur eine Durchschnittsstadt, die von zahlreichen anderen – viel hübscheren –  Städten in den Schatten gestellt wird. Mal sehen, was wir zur Hauptstadt Portugals zu sagen haben…

Unsere Reiseroute durch Portugal

In Lissabon startete unsere Rundreise durch Portugal. Wer sich für alle Stationen des  Trips interessiert, ist <hier> genau richtig.

Die Fortbewegung in Lissabon

Vom Flughafen ins Zentrum

Der Lissabonner Flughafen verfügt über eine eigene U-Bahn-Station (Aeroporto – Saldanha), von der aus man die Innenstadt in nur 20 Minuten mit der Metro erreichen kann.

Außerdem verkehren regelmäßig mehrere Buslinien zwischen dem Flughafen und dem Stadtzentrum. Wenn man das Ticket direkt im Bus erwirbt, zahlt man pro Fahrt und Person 1,80 €. Diese Busse transportieren allerdings nur Gepäck bis zu einer gewissen Größe (50x40x20cm). Wer größere Gepäckstücke dabei hat, sollte deshalb den Aerobus nehmen.

Bei dem Aerobus handelt es sich um einen Airport-Shuttlebus, der die unterschiedlichen Haltestellen passiert:  Der AEROBUS 1 fährt vom Flughafen zur Endstation Cais do Sodré und hält an den folgenden Stationen an: Entrecampos, Campo Pequeno, Saldanha, Picoas, Marquês, Av. Liberdade, Restauradores, Rossio und Praça do Comércio. Der AEROBUS 2 verkehrt ohne Zwischenstopps zwischen dem Flughafen und der Station Sete Rios. Eine Fahrt mit diesem AEROBUS kostet pro Person und Strecke 6 €. Kinder bezahlen nur 3 € (Stand: Ende Dezember 2020).

Auch Taxis stehen am Flughafen an beiden Terminals zur Verfügung, die preislich zwischen 10 € und 15 € pro Tour liegen.

Um seinen ganz individuellen Weg vom Flughafen bis zu seinem ausgewählten Hotel herauszufinden, empfehlen wir die Nutzung von Google Maps. Wenn man dort nur die öffentlichen Verkehrsmittel auswählt, bekommt man auch die bequemste und schnellste Variante angezeigt.  Um den Stress vor Ort zu minimieren, sollte man diese Information schon vor Reiseantritt herausfinden.

Die Fortbewegung innerhalb Lissabons

Öffentliche Verkehrsmittel, Hop-on-hop-off-Bus und Tuk-Tuks

Das Wichtigste zuerst: Lissabon ist riesig und die Sehenswürdigkeiten liegen alle weit auseinander, ungefähr so wie die in Paris. Dazu kommen die Höhenunterschiede innerhalb der Stadt – das ist ein reines Auf und Ab, was gerade im heißen Sommer auf die Kondition schlägt. Aus diesem Grund ist es unmöglich, alle Attraktionen zu Fuß abzulaufen. Auch sollte man bei der eingeplanten Übernachtungsdauer in Lissabon auch die Transferzeiten zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten berücksichtigen. Dadurch dass die Attraktionen in der ganzen Stadt verteilt sind, schafft man pro Tag nämlich weniger.

Durch Lissabon fahren insgesamt vier U-Bahn-Liniensowie mehrere Straßenbahn- und Buslinien. Die bekannteste Trambahn-Linie ist die 28E, die viele touristische Highlights miteinander verbindet.

Auch Tuk-Tuks stehen an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bereit, mit denen man sich für 20 € umherchauffieren lassen kann.

Den Hop-on-Hop-off-Bus können wir diesmal absolut nicht weiterempfehlen, weil er zu unserer Besuchszeit – im August 2020 – nur sehr unregelmäßig und sehr unzuverlässig fuhr. Außerdem fanden wir sehr oft die Haltestellen nicht oder der Plan der Firma zeigte die Haltestellen nur sehr ungenau an.

Eine Fahrt mit der traditionellen Trambahn 28E

Denkt man an Lissabon, so hat man als Allererstes die weltberühmten, alten gelben Straßenbahnen im Sinn, die auch heute noch durch Portugals Hauptstadt rattern. Für nur 3 € pro Fahrt kann man auf einer 45-minütigen Fahrt vom Campo do Ourique bis zum Platz Martim Moniz zahlreiche bekannte Sehenswürdigkeiten entdecken: die Basílica da Estrela, den Garten Jardim da Estrela, den Platz Praça Luís de Camões, den Handelsplatz (Praça do Comércio), das Alfama-Viertel und die Sé-Kathedrale. Aber auch wenn man zu den vielen Aussichtspunkten – Miradouros – in Lissabon fahren möchte, trifft man mit der Tram 28E die richtige Wahl. Denn sie fährt u.a. am Miradouro de Santa Luzia, am Miradouro da Graça und am Miradouro da Senhora do Monte vorbei.

Die Hills-Tramcar-Tour mit der alten roten Straßenbahn

Die Hills-Tramcar-Tour mit der roten Straßenbahn unternahmen wir nur, weil unsere Hop-on-hop-off-Tickets für den “Yellow Bus” auch eine Fahrt mit dieser roten Tram inkludierten. Leider hielt der Fahrer an keiner Station an, sodass es eher einer Rundfahrt glich.

Unser Hotel in Lissabon: Das H10 Duque de Loulé

Unser 4-Sterne-Boutique-Hotel, das H10 Duque de Loulé, wählten wir ehrlicherweise nur aus einem einzigen Grund aus: weil es mit ganz vielen traditionellen Azulejos verziert ist, die man überall in Portugal antreffen kann. Diese bekamen wir nicht nur in der Lobby, sondern auch im Frühstücksraum, in unserem Hotelzimmer sowie auf der stylischen Hotel-Terrasse zu Gesicht.

Außerdem liegt das Hotel relativ zentrumsnah und ist nur wenige Meter von der U-Bahn-Station und dem gleichnamigen Platz Marquês de Pombal entfernt.

Zur Begrüßung gab es einen Sekt-Voucher, den man jederzeit an der Equestre-Bar einlösen konnte. Am Abend lohnt sich ein Besuch der hoteleigenen LIMÃO ROOFTOP BAR, von der aus man sogar den Handelsplatz sehen kann. Trotz der überteuerten Cocktail-Preise in dieser Bar sollte man es sich nicht entgehen lassen, sich den Sonnenuntergang von dort aus anzuschauen.

Und auch weil das Hotel-Personal so ausgesprochen freundlich und herzlich war sowie das Frühstück so lecker schmeckte, können wir das H10 Duque de Loulé uneingeschränkt weiterempfehlen. Die vielen bunten Keramikfliesen – Azulejos –  sprechen ja auch für sich.

Tipps und Hinweise für euren ersten Besuch in Lissabon

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Lissabon unüberschaubar riesig – und viele Sehenswürdigkeiten liegen so weit auseinander, dass man sie definitiv nicht zu Fuß ablaufen kann wie in Porto. Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Höhenunterschiede in Lissabon so enorm sind.

Deshalb sind hier unsere Tipps für den ersten Besuch in Lissabon:

  • Kommt nicht im Juli oder August nach Lissabon, weil es in diesen beiden Monaten sehr heiß werden kann. Das Sightseeing ist aufgrund der vorhandenen Höhenunterschiede dann nämlich umso anstrengender.
  • Schmiedet euch vorab einen Plan, welche Attraktionen ihr in Lissabon überhaupt sehen wollt. Diese könnt ihr dann nach Stadtteilen bündeln. Wir hatten auf unserem Stadtplan von Lonely Planet alle Sehenswürdigkeiten, die wir uns anschauen wollten, mit einem Kugelschreiber eingekreist. So fiel es uns dann tagsüber leichter, die einzelnen Stationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
  • Verlasst euch nicht auf die Hop-on-hop-off-Busse in Lissabon. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese fuhren, wann immer sie wollten. Einen fixen Zeitplan gab es irgendwie nicht. Oftmals fanden wir auch gar nicht die eingezeichneten Stationen oder mussten uns durchfragen.
  • Für die Fortbewegung innerhalb der Stadt bieten sich die günstigen Straßenbahnen oder die viel teureren Tuk-Tuks an. Wir nutzten aber auch die U-Bahn und die normalen Stadtbusse der Einheimischen.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Lissabon und unsere Tipps (nach Stadtteilen geordnet)

Die Stadtteile Belém und Alcântara

Das Hieronymitenkloster (Mosteiro dos Jerónimos)

Das Hieronymitenkloster zählt zu den sehr wenigen Orten in ganz Lissabon, die uns wirklich begeisterten. 400 Jahre lang wurde die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte als Kloster genutzt. Bis in die 1940er Jahre diente das Gebäude auch als Schule und Waisenhaus. Es beherbergt unter anderem den Sarkophag von Vasco da Gama, einem portugiesischen Seefahrer, der den Seeweg nach Indien entdeckt hatte. Aber auch der Nationaldichter Luís Vaz de Camões liegt hier begraben.

Die drei Gärten am Hieronymitenkloster: Jardim da Praça do Império, Jardim  Vasco da Gama und Jardim Afonso de Albuquerque

Die drei Gärten liegen genau zwischen dem Hieronymitenkloster und dem Tejo-Ufer. Spaziert man durch diese geradewegs hindurch, kommt man am Fluss beim Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) heraus.

Der Turm von Belém (Torre de Belém)

Der Turm von Belém symbolisiert das Zeitalter der Entdeckungen und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Über eine Wendeltreppe erreicht man die Aussichtsplattform, von der aus man einen hervorragenden Blick auf den Fluss Tejo hat.

Das Denkmal der Entdeckungen – inkl. Aussichtsplattform (Padrão dos Descobrimentos)

Wer hätte gedacht, dass das Denkmal der Entdeckungen am Tejo-Ufer auch über eine schmale Aussichtsplattform in 56 Metern Höhe verfügt, von der aus man einen tollen Blick auf Lissabons Gärten und das Hieronymitenkloster werfen kann? Wir ließen es uns nicht nehmen, für 6 € mit dem Aufzug hoch zur Terrasse zu fahren und uns von dort aus den heftigen Wind um die Ohren wehen zu lassen.

Im Jahre 1960 wurde das Denkmal zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer (Infante Dom Henrique de Avis) errichtet. Es soll an das Zeitalter der Entdeckungen erinnern und zeigt viele wichtige portugiesische Männer, wie beispielsweise verschiedene Seefahrer und Schriftsteller.

Der Hafen von Lissabon

Den besten Blick auf den Hafen erhält man von der Aussichtsplattform vom Denkmal der Entdeckungen (Padrão dos Descobrimentos) aus.

Das Coleção-Berardo-Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (Museu Coleção Berardo)
Die Brücke des 25. April (Ponte 25 de Abril) und der Christo Rei

San Francisco hat die Golden Gate Bridge, Lissabon hat die nicht weniger imposante Brücke des 25. April. Die 2278 Meter lange rote Hängebrücke überquert den Fluss Tejo, und verbindet Lissabon mit dem Ort Almada.

Am anderen Ende der Brücke, in Almada, thront der 28 Meter hohe Cristo Rei auf einem 82 Meter hohen Sockel. Aber wieso gibt es in Lissabon die gleiche Christusstatue wie in Rio de Janeiro? Der damalige Kardinal-Patriarch von Lissabon, D. Manuel G. Cerejeira, war während seines Besuchs in Brasilien so sehr von der echten Cristo-Rei-Statue begeistert, dass er sich ein zweites, kleineres Exemplar für Portugals Hauptstadt wünschte. Deshalb beschlossen die portugiesischen Bischöfe im Jahre 1940, einen zweiten Cristo Rei in Lissabon zu errichten, falls Portugal den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstehen sollte. Da sich all ihre Hoffnungen erfüllten, dankten sie Gott, indem sie ihren eigenen Cristo Rei aufstellen ließen.

Die Stadtteile Baixa und Rossio

Der Handelsplatz (Praça do Comércio) mit dem Triumphbogen (Arco da Rua Augusta) und der Reiterstatue von Dom José I

Der Handelsplatz mit der Reiterstatue von König José I und dem Triumphbogen bildet das Tor zur Stadt. Denn jeder, der damals mit dem Schiff in Lissabon ankam, ging genau dort an Land.

Der Personenaufzug Elevador de Santa Justa (auch bekannt als Elevador do Carmo)

Schaut man sich den Personenaufzug Elevador de Santa Justa einmal genauer an, so kann man schnell die Parallelen zum Pariser Eiffelturm erkennen. Und das nicht ohne Grund: Dieses Werk wurde von Raoul Mesnier du Ponsard, einem Schüler von Gustave Eiffel, konstruiert. Wer mit dem Aufzug hochfahren möchte, bezahlt 5,30 €. Wenn man von oben hinter dem Convento do Carmo über das Restaurant Bellalisa herunterfahren möchte, zahlt man nur 1,50 € (Stand: Ende 2020). Da die Schlangen vor diesem Bauwerk immer recht lang sind, lohnt es sich, sich schon zeitig am Morgen dort anzustellen. Wir selbst besuchten zuerst das Convento do Carmo um die Mittagszeit herum und fuhren dann am späteren Nachmittag mit dem Aufzug nach unten, als die Menschenmassen längst verschwunden waren.

Der Rathausplatz mit dem Rathaus (Praça do Municipio)

Die Stadtteile Chiado und Bairro Alto

Das ehemalige Kloster Convento do Carmo

Auch heute noch kann man die Überreste des ehemaligen Karmelitenklosters besichtigen, die nach dem Erdbeben im Jahre 1755 übrig geblieben waren. Aufgrund der einzigartigen Akustik in dem dachlosen Kirchenschiff finden dort im Sommer Konzerte statt.

Die St.-Rochus-Kirche (Igreja de São Roque)

Die St.-Rochus-Kirche sieht von außen völlig unspektakulär aus, aber dank ihres prunkvollen Innenlebens zählt sie zu den schönsten Kirchen der Welt. Das liegt einerseits an den zahlreichen Azulejos, andererseits aber auch an dem vielen Gold, das in ihrem Inneren verarbeitet wurde.

Die Standseilbahn Elevador da Bica (auch bekannt als Ascensor da Bica) und der Ascensor da Glória

Wer kennt sie nicht, die gelben Trambahnen auf den typischen Fotos aus Lissabon? Eigentlich hätten auch wir gedacht, dass es sich bei dem Elevador da Bica um eine Straßenbahn handelt. Dass wir es stattdessen mit einer Standseilbahn zu tun hatten, die nur 260 Meter geradeaus nach oben fährt und dabei einen Höhenunterschied von 45 Metern zurücklegt, fanden wir erst vor Ort heraus. Der untere Eingang der Standseilbahn befindet sich in der Straße Rua de São Paulo – von dort aus fährt sie in die obere Stadt zum Platz Largo do Calhariz. Eine Fahrt mit Lissabons oft abgelichtetem Fotomotiv kostet 3,60 € pro Person (Stand: Ende 2020).

Neben dem Ascensor da Bica gibt es noch einen weiteren Personenaufzug, der so ähnlich aussieht: den Ascensor da Glória. Bei diesem handelt es sich um die zweitälteste Standseilbahn in ganz Lissabon. Bereits seit dem Jahr 1885 befördert sie Menschen vom Platz der Restauratoren (Praça dos Restauradores) zur Straße Rua de São Pedro de Alcântara. Dort oben gibt es noch einen interessanten Aussichtpunkt, den Miradouro de São Pedro de Alcântara.

Übrigens wurde nicht nur der Personenaufzug Elevador de Santa Justa von Raoul Mesnier du Ponsard, einem Schüler von Gustave Eiffel, konstruiert, sondern auch die beiden Standseilbahnen Ascensor da Bica und Ascensor da Glória.

Die Kirche Unserer lieben Frau von Loreto (Igreja Nossa Senhora do Loreto)

Kirche Unserer Lieben Frau von der Menschwerdung (Igreja de Nossa Senhora da Encarnação)
Der Bahnhof Lissabon-Rossio (Estação de Caminhos de Ferro do Rossio)

Vom Bahnhof Rossio aus fahren regelmäßig Züge in die märchenhafte Stadt Sintra.

Die Stadtteile Alfama, Castelo und Graça

Die engen Gassen in der Alfama

Zentimeter um Zentimeter genauestens abgestimmt, schlängeln sich auch heute noch die alten gelben Straßenbahnen durch die schmalen Kopfsteinpflaster-Gassen der Alfama. Früher stand dieser Ortsteil für Armut und Leid, heute ist es ein modernes Handwerksviertel, das sich bei den Touristen aus aller Welt großer Beliebtheit erfreut. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, sich einfach mal auf einen der engen Fußwege zu stellen und die Tram ganz dicht an sich vorbeirattern zu lassen.

Die Festungsanlage Castelo de São Jorge

In der Festungsanlage São Jorge werden täglich Führungen auf Portugiesisch, Englisch und Spanisch angeboten, die im Eintrittspreis enthalten sind.

Unser Tipp für alle Besucher der Burg: An der einen Stelle auf der Burgmauer führt eine Treppe nach unten, die in einer Sackgasse endet. Die steilen Treppen, die man dort herunterläuft, muss man anschließend auch wieder hochlaufen, weil man unten nicht weiterkommt (siehe Foto). Im Sommer bei 30°C im Schatten ist der Aufstieg leider besonders kräftezehrend. Da die Aussicht von dort unten auf die Stadt auch nicht gerade spektakulär ist, raten wir allen, sich den Weg nach unten zu ersparen.

Die Kathedrale von Lissabon (Catedral Sé Patriarcal)

Die Kathédrale Sé (auch bekannt als Igreja de Santa Maria Maior) ist die älteste Kirche der portugiesischen Hauptstadt. Wir selbst sahen die Kirche nur beim Vorbeifahren, als wir in der Straßenbahn saßen.

Das Kloster São Vicente de Fora (Mosteiro de São Vicente de Fora)
Das Nationale Pantheon (Panteão Nacional bzw. Igreja de Santa Engrácia)

Das Nationale Pantheon war ursprünglich als Kirche (Igreja de Santa Engrácia) geplant gewesen, wurde aber später zur Grabstätte für die wichtigsten Männer und Frauen Portugals umfunktioniert. Hier ruhen zahlreiche ehemalige portugiesische Staatspräsidenten sowie die berühmte Fado-Sängerin Amália Rodrigues. Besucher können die Kuppel des Nationalen Pantheons gegen eine Eintrittsgebühr von 3 € pro Person erklimmen und den Ausblick von der Plattform im vierten Stock genießen.

Die Aussichtsplattform Miradouro da Senhora do Monte

Die Portugiesen lieben ihre Miradouros (Aussichtsplattformen). Sei es in Lissabon, Porto oder im Douro-Tal: Miradouros gibt es in Portugal wie Sand am Meer. Einer von diesen kostenlosen Aussichtspunkten ist der Miradouro da Senhora do Monte, den man in Lissabon unbedingt besuchen sollte. Mit etwas Glück trifft man dort auch ein paar Fado-Sänger an, die ihre Gesänge zum Besten geben.

Die Klosterkirche Graça (Igreja e Convento da Graça)

Die Stadtteile Príncipe Real, Santos und Estrela

Die Sternenbasilika (Basílica da Estrela)

Die Sternenbasilika gehört für uns mit zu den schönsten Kirchen in ganz Lissabon. Den Besuch dieses Gotteshauses könnte man mit einem Spaziergang durch den gegenüberliegenden Sternenpark verbinden. Die Tram-Bahn der Linie 28E hält genau vor der Basilika an.

Der Sternenpark (Jardim da Estrela)

Wer dem Großstadttrubel für eine Weile entfliehen möchte, ist im Sternenpark genau richtig. Hier können Jung und Alt nicht nur relaxen, sondern sich auch an den vielen exotischen Pflanzen erfreuen. Gerade auch die Einheimischen besuchen den Park sehr gern, weil darin das ganze Jahr über Jazzkonzerte, Antiquitätenmärkte und Weihnachtsbasare veranstaltet werden.

Der Stadtteil Marquês de Pombal und die nähere Umgebung

Die Statue von Marquês de Pombal auf dem gleichnamigen Platz

In unserem Portugal-Reiseführer von Lonely Planet heißt es, dass sich hier die besten Restaurants und Boutiquen, aber auch die luxuriösesten Hotels der ganzen Stadt befänden. Auch unser Hotel, das H10 Duque de Loulé, liegt nur ein paar Meter vom Praça Marquês de Pombal entfernt.

Der Park von Eduardo VII (Parque Eduardo VII)

Direkt hinter dem Platz Marquês de Pombal liegt der größte Park in ganz Lissabon, der Park von Eduardo VII. Hier werden öfter verschiedene Stadtfeste abgehalten.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Das Nationale Kachelmuseum (Museu Nacional do Azulejo)

Das Nationale Kachelmuseum liegt etwas außerhalb des Stadtkerns und ist am besten mit den Stadtbussen der Linien 210, 718, 742 und 759 zu erreichen. Direkt vor dem Eingang befindet sich die Haltestelle “Igreja Madre Deus (Museu Azulejo)”, an der man aussteigen muss. Bei seinem Besuch sollte man mit einplanen, dass das Museum nicht durchgehend zugänglich ist: Nur von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr sowie von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr öffnet es seine Pforten für interessierte Besucher. Außerdem ist das Kachelmuseum montags immer geschlossen.

Untergebracht ist das Museu Nacional do Azulejo in einem ehemaligen Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Hier können die Besucher das gesamte Spektrum der Azulejos-Kunst bestaunen: von frühosmanischen geometrischen Mustern bis hin zu üppig verzierten Altären, Jagdszenen und Arbeiten aus Goa.

Wer mehr über die portugiesischen Keramikfliesen erfahren möchte, ist <hier> genau richtig.

Das Stadion des SL Benfica (Estádio da Luz)

Das Stadion des Fußballvereins SL Benfica besuchten wir, kurz nachdem der FC Bayern München darin die Champions League gewonnen hatte. Aufgrund der Corona-Beschränkungen durften wir das Stadion leider nur wie ein Fußball-Zuschauer sehen und den Rasen berühren. Ein Blick in die Mannschaftskabinen, den VIP-Bereich und in die anderen Innenräume blieb uns diesmal leider verwehrt. Der Besuch des Museums des SL Benfica war jedoch mit vorgeschriebener Laufrichtung und mit Masken möglich. Besonders beeindruckend bzw. erschreckend fanden wir die zwei echten Weißkopfseeadler, die vor jedem Spiel über dem Stadion ihre Runden kreisen und als Glücksbringer angesehen werden. Beide Vögel wurden den Zuschauern dort an einer “Leine” zur Schau gestellt; allerdings besitzen sie auch in den Innenräumen des Stadions ein großes Gehege.

Das Stadion erreicht man am besten mit der U-Bahn (Haltestelle: Colégio Militar/Luz).

Shopping im Centro Colombo

Das Shoppingcenter Colombo befindet sich in der Nähe des Fußballstadions Estádio da Luz.

Schöne Azulejos-Häuserfassaden in Lissabon

Die vielerorts in Portugal verbreiteten bunten Keramikfliesen (Azulejos) schmücken nicht nur Kirchen und Bahnhöfe, sondern auch ganze Häuserfassaden in Lissabon. Mehr dazu gibt es hier.

Lissabon kulinarisch entdecken

Die Pastéis de Belém

Bei den Pastéis de Belém handelt es sich um Blätterteigtörtchen, die mit Puddingcreme gefüllt sind und mit Zimt verfeinert werden. Dieses Gebäck gab es beispielsweise bei uns im Hotel zum Frühstück oder in den vielen Bäckereien der Stadt. Wer aber das einzig wahre Original verkosten möchte, der muss sich in die oftmals lange Schlange vor der Confeitaria de Belém stellen, die sich in der Nähe des Hieronymitenklosters befindet.

Unsere Restaurant-Empfehlung: Das Ristorante La Squadra

Auch wenn es im Ristorante La Squadra auf dem Platz Praça da Figueira keine typisch portugiesischen Speisen gibt, können wir das Restaurant dennoch weiterempfehlen. Das Essen war lecker, die Cocktails waren sehr erfrischend und das Ambiente in dem Lokal war auch sehr ansprechend.

Unsere Bar-Empfehlung für Lissabon: Die LIMÃO ROOFTOP BAR im Hotel H10 Duque de Loulé

Der M & M Footprints Pärchentipp
Den Sonnenuntergang über der Stadt genießt man am besten mit einem Cocktail von der LIMÃO ROOFTOP BAR aus, die sich auf der Dachterrasse des Hotels H10 Duque de Loulé befindet. Da diese aber leider nicht über viele Plätze verfügt, sollte man schnell sein und nicht zu spät dort ankommen. Leider ist die Bar aber nicht ganz günstig: Für zwei Cocktails zahlten wir ca. 20 €.


Ein Tagesausflug nach Sintra (ab Lissabon)

Den Beitrag zu unserem Tagesausflug nach Sintra findet man <hier>.

Unser Fazit zu Lissabon

Wie bereits erwähnt, taucht Lissabon immer wieder in irgendwelchen Rankings zu den schönsten Städten der Welt oder Europas auf. Wir verstehen diesen Hype ehrlich gesagt gar nicht, denn uns beeindruckte Lissabon nicht so ganz. Ja, es gab schöne, ansehnliche Sehenswürdigkeiten und tolle Orte zu entdecken, allerdings fanden wir auch viele “hässlichere” Ecken vor, die wir während der Fahrt mit dem Hop-on-hop-off-Bus zu Gesicht bekamen. Außerdem empfanden wir das Sightseeing in Lissabon als sehr anstrengend, da die einzelnen Sehenswürdigkeiten so weit auseinander lagen und man innerhalb der Stadt viele Höhenmeter zurücklegen musste. Es war ein einziges Auf und Ab.

Die Orte, die uns in Portugal wirklich in ihren Bann zogen, waren beispielsweise Sintra, Porto und Óbidos.

Wer diesen Artikel liest, sollte sich nun aber nicht abschrecken lassen, denn Geschmäcker sind genauso verschieden wie der Erfahrungsschatz, mit dem man die Welt bereist. Ganz so schlecht fanden wir Lissabon auch nicht, uns fehlten eben nur die WOW-Effekte.

Was uns aber wirklich überall in Portugal beeindruckte, waren die herzlichen, freundlichen, hilfsbereiten und aufgeschlossenen Menschen. Man fühlte sich immer und überall herzlich willkommen.


Links:

Hotel H10 Duque de Loulé