Unsere Reiseroute durch Portugal

Oh, wie schön ist Óbidos (gesprochen: Obidosch)! Die mittelalterliche Stadt besuchten wir an dem Tag, an dem wir mit unserem Mietwagen von Lissabon nach Porto fuhren.

Wer sich für unsere gesamte Reiseroute durch Portugal interessiert, ist <hier>genau richtig.

Die besten Sehenswürdigkeiten in der mittelalterlichen Stadt Óbidos

Weiße Häuser mit gelben oder blauen Farbnuancen, enge Kopfsteinpflaster-Gassen, duftende Blumen, eine gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer sowie eine über dem Örtchen thronende Burg – das alles findet man in der historischen Stadt Óbidos vor. Aber auch Azulejos-Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten: einmal am Stadttor (Porta da Vila) und einmal in der St.-Maria-Kirche (Igreja de Santa Maria) im Zentrum. In Óbidos gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten, Óbidos IST die Attraktion. Óbidos muss als Ganzes betrachtet werden. Schon beim Betreten des Haupttors zog uns dieser beschauliche Ort in seinen Bann und ließ uns auch nach unserer Rückkehr nach Deutschland gedanklich nicht mehr los. Das ging sogar so weit, dass wir die Kleinstadt, in der 12.000 Menschen leben, mit auf die Liste unserer weltweiten Lieblingsstädte setzten.  Die Schönheit dieses malerischen Ortes blieb bislang aber nicht unentdeckt, denn zum Mittag hin wurde es dort richtig voll. Wer die ganze Magie dieser faszinierenden Ortschaft lieber in Ruhe aufsaugen möchte, der sollte schon am Morgen oder am Vormittag dort eintreffen.

Wir parkten übrigens auf dem Parkplatz am drei Kilometer langen Äquadukt (Aqueduto de Óbidos), das sich südöstlich des Haupttors befindet. Hierfür zahlten wir einen absolut fairen Preis von nur 80 Cent pro Stunde (Stand: August 2020).

Die Burg von Óbidos (Castelo de Óbidos) und die mittelalterlichen Stadtmauern

Besonders Abenteuerlustigen oder Neugierigen empfehlen wir, den 1560 Meter langen Stadtmauer-Ring in 13 Metern Höhe abzulaufen. Die Türme sind sogar noch höher! Für den Rundgang empfiehlt es sich allerdings, absolut trittsicher und vorsichtig zu sein, denn es gibt kein Geländer – gerade für Kinder oder ältere Menschen ist das Ganze daher ziemlich waghalsig.

Der Mittelaltermarkt von Óbidos (Mercado Medieval de Óbidos)

Wahre Mittelalter-Fans kommen jedes Jahr im Juli auf dem Mittelaltermarkt in Óbidos auf ihre Kosten, auf dem es auch Ritter und Hexen zu bestaunen gibt. Auch mediävale Theaterstücke und Musikvorführungen versetzen die Besucher zurück in das dunkle Zeitalter.

Das Haupttor von Óbidos (Porta da Vila)

Die Kirche St. Maria und der Pranger auf dem St.-Maria-Platz (Igreja de Santa Maria mit Praça de Santa Maria)

Wer sich für die portugiesische Keramikfliesen-Kunst interessiert, sollte die St.-Maria-Kirche unbedingt von innen besichtigen, denn hier gibt es Azulejos, soweit das Auge reicht.
Im Mittelalter fanden auf dem St.-Maria-Platz vor der Kirche übrigens öffentliche Hinrichtungen statt. Den Pranger (Pelourinho de Óbidos), eine Betonsäule, kann man auch heute noch an dieser Stelle sehen.

Die engen Gassen von Óbidos (u.a. Rua Direita)

Der Bücherladen in der Kirche São Tiago (Livraria de Santiago)

In der Kirche São Tiago, die zu einem Bücherladen umfunktioniert worden war, kauften wir uns unsere Lissabon-Postkarten, weil uns vorher in der Hauptstadt keine gefallen hatten. Wer also noch Ansichtskarten für die Daheimgebliebenen benötigt, ist hier genau richtig!

Die St.-Peter-Kirche (Igreja São Pedro)

Das Äquadukt von Óbidos (Aqueduto de Óbidos)

Weitere Impressionen aus Óbidos, u.a. Corona-Maßnahmen

Unsere Portugal-Rundreise fand im Corona-Jahr 2020 statt und wir sind froh, dass wir den Trip nicht abgesagt hatten. Auf der gesamten Tour durch Portugal fielen uns immer wieder die strengen Corona-Hygienemaßnahmen auf, an die sich die Portugiesen viel konsequenter hielten als wir Deutschen. So gab es beispielsweise in Óbidos draußen in den engen Gassen Desinfektionsmittelspender und Maskenautomaten, obwohl sich die meisten Touristen nur an der frischen Luft aufhielten.

Óbidos kulinarisch erleben: Der Kirschlikör Ginja d’Óbidos

Wer sich ein kleines Souvenir aus Óbidos mitnehmen möchte, trifft mit dem traditionellen Kirschlikör Ginja d’Óbidos bestimmt die richtige Wahl. Bis in die 1960er Jahre bekamen portugiesische Kinder dieses Getränk bei Erkältungen und anderen leichteren Erkrankungen verabreicht.

 

Die Stadt Alcobaça mit ihrem bekannten Kloster

Auf unserer Fahrt von Lissabon nach Porto wollten wir eigentlich noch das Kloster in Alcobaça besuchen, doch dafür war es an diesem Tag leider schon zu spät. Deshalb beschlossen wir, den Zwischenstopp dennoch einzulegen und uns das UNESCO-gekrönte Weltkulturerbe aus dem Mittelalter nur von außen anzuschauen. Auch dieser Plan ging nicht ganz auf, weil die Hauptfassade des Klosters in ein großes Baugerüst gehüllt war. Also liefen wir noch ein wenig durch die idyllische Innenstadt und fuhren dann auf direktem Wege weiter nach Porto. Schließlich war es schon spät und ganze 218 Kilometer lagen noch vor uns. Tomar und Coimbra mussten wir dann leider aufgrund von Zeitmangel streichen.

Das Kloster von Alcobaça (Mosteiro de Santa Maria de Alcobaça)

Die idyllische Innenstadt von Alcobaça