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Neben dem VIP-Wochenende mit VIP-Parkplatz, Zutritt zur BMW-Hospitality, Catering und sehr guten Plätzen auf der Südtribüne beinhaltete der Gewinn auch noch eine Renntaxi-Fahrt.

Hierfür wurde ich um kurz vor 17 Uhr bei BMW abgeholt und zur „Anprobe“ des Overalls gebracht. Dort gab es ein komplettes Rennoutfit und ich musste im DTM-Auto Probe sitzen. Mir wurde gezeigt, wie ich hereinkomme und im Notfall auch wieder heraus. Das klingt vielleicht etwas lächerlich, war aber bei Weitem gar nicht so einfach. Man musste sich aus seinem Gurt lösen, die Tür öffnen und herausklettern. Die Türen wurden erst nach dem Einsteigen angesteckt. Zum Öffnen musste man an einer Schlaufe ziehen, die Tür wegdrücken und herausklettern. Man war in dem Sitz festgezurrt und konnte sich keinen Zentimeter bewegen.

Die Renntaxifahrt könnte man, wenn man Beziehungen zu Sponsoren oder Herstellern hätte, auch buchen, erzählte mir eine BMW-Mitarbeiterin. Dies sei aber schwierig und kostet dann 1.500€ !!!

Es gab noch vier andere Glückliche, die auch in den Genuss einer Renntaxi-Fahrt bei BMW kommen sollten. Zwei von denen hatten die Fahrt aber „nur“ in einem historischen, also 20 Jahre alten, DTM-Wagen. Zwei andere und ich fuhren im aktuellen DTM-Auto: Es waren Topmodel und BMW-Markenbotschafterin Lena Gercke sowie Sportmoderator Icke.
Wir sind dann zusammen zum Startpunkt gelaufen und haben dort gewartet, weil noch ein Classic-Rennen stattfand. Als die Rennstrecke dann endlich frei war, ist mein Pilot Ricky Collard – ein britischer Nachwuchsfahrer bei BMW – ein paar Aufwärmrunden gefahren, bevor es für mich losging. Ich bin dann als Erster von uns dreien „eingestiegen“. Ricky wies mich ein, welche Handzeichen wichtig waren, also ob alles ok ist, er langsamer fahren soll oder ich abbrechen möchte.

Dann ging es los. Und was soll ich sagen? Nach den ersten paar Kurven dachte ich, ich packe das nicht. Das ist so brutal. Von 0 auf 100 in drei Sekunden, auf 200 in weiteren drei Sekunden. Und das war das geringste Problem. Viel extremer ist das Bremsen. Du fährst mit über 200 Sachen auf die Kurve zu, links stehen die Schilder, die anzeigen, wie weit es noch bis zur Kurve ist. Es kommt das Schild mit 200 Metern, der Fahrer beschleunigt weiter; es sind noch 150 Meter und er gibt weiter Vollgas. Dann sind es noch 100 Meter und er bremst immer noch nicht. Bei 50 Metern steigt er auf die Bremse und es drückt dich nach vorne, als wenn du gegen eine Mauer fährst. Dann geht es in die Kurve, wo du dich nur fragst, wann du abhebst und von der Strecke fliegst. Und so ging es zwei Runden lang. Wir sind über die Randsteine geschossen oder gedriftet und waren wirklich kurz vorm Abflug. Nach der Fahrt fragte ich ihn, ob er schnell oder langsam gefahren sei und er meinte, er habe Vollgas gegeben. Es war das Krasseste, was ich jemals in meinem Leben gemacht habe. Fallschirmspringen war schon heftig, weil man im freien Fall auf die Erde zuraste, aber das hier waren Kräfte, die ich so noch nie gespürt hatte. Wie die Fahrer das ein ganzes Rennen aushalten, weiß ich nicht. Nachdem ich dann ausgestiegen war, kam Lena Gercke zu mir und wollte wissen, wie es war. Sie war wohl auch schon sehr aufgeregt. Wir haben uns dann nett unterhalten und noch ein Foto gemacht, bis sie mit ihrem Fahrer Timo Scheider an der Reihe war. Vorher mussten aber noch ein paar Schnappschüsse und Aufnahmen fürs Fernsehen gemeinsam mit Icke gemacht werden.

Diese Fahrt in Worte zu fassen, ist eigentlich nicht möglich. Das hat nichts mehr mit Autofahren zu tun. Außer dem BMW-Logo hat der Wagen auch nichts mehr von einem straßentauglichen Auto.

Wie unser DTM-Wochenende weiterging, kann man hier nachlesen.