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Besuchte Sehenswürdigkeiten (Highlights und Insidertipps): Delhi │ Agra │ Fatehpur Sikri │ Ranthambhore (drei Jeep-Safaris)│ Jaipur │  Pushkar │ Barli │ Jodhpur │ Rohet │ Ranakpur  │ Udaipur

Zwei Wochen in Nordindien: Unsere Reiseroute und Hotels

Tag 1: Direktflug von München nach Delhi, Ankunft kurz nach Mitternacht (Übernachtung in Delhi im Colonels Retreat)

Tag 2: Sightseeing in Delhi  (Übernachtung in Delhi im Colonels Retreat)

Tag 3: Sightseeing in Delhi  (Übernachtung in Delhi im Colonels Retreat)

Tag 4: Transfer nach Agra und Besichtigung des Taj Mahal und Roten Forts (Übernachtung in Agra im Chrystal Sarovar)

Tag 5: Transfer zum Ranthambhore-Nationalpark, Zwischenstopp in Fatehpur Sikri (Übernachtung im  Sher Garh Resort)

Tag 6: zwei Tiger-Safaris im Ranthambhore-Nationalpark (Übernachtung im  Sher Garh Resort)

Tag 7: eine Morgen-Safari im Ranthambhore-Nationalpark, anschließend Fahrt nach Jaipur (Übernachtung in Jaipur im Shahpura House)

Tag 8: Sightseeing in Jaipur (Übernachtung in Jaipur im Shahpura House)

Tag 9: Transfer von Jaipur nach Barli, Zwischenstopp in Pushkar, Kennenlernen des ländlichen Lebens in Barli (Übernachtung im Fort Barli)

Tag 10: Fahrt von Barli nach Jodhpur (Übernachtung im Ratan Vilas in Jodhpur)

Tag 11: Sightseeing in Jodhpur (Übernachtung im Ratan Vilas in Jodhpur)

Tag 12: Sightseeing in Jodhpur, Fahrt zum Dorf Rohet, Besuch eines Bishnoi-Dorfes (Übernachtung im The Rohet Garh Hotel)

Tag 13: Besuch eines Brahmanen-Dorfes inkl. Opiumzeremonie, anschließend Fahrt nach Udaipur, Zwischenstopp in Ranakpur beim Jain-Tempel (Übernachtung in Udaipur im Jagat Niwas Palace)

Tag 14: Sightseeing in Udaipur (Übernachtung in Udaipur im Jagat Niwas Palace)

Tag 15: Inlandsflug von Udaipur nach Delhi, letzte Stunden in Delhi, Rückflug nach München per Direktflug (Nachtflug)

Tag 16: Ankunft in München

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Das Visum

Ungefähr acht Wochen vor unserer Indien-Reise haben wir unser Online-Visum auf indianvisaonline beantragt. Dabei mussten wir schnell feststellen, dass die Inder ja mindestens genauso viel wissen wollen wie die US-Amerikaner: Beruf, Arbeitgeber, Adresse vom Arbeitgeber, Name und Geburtsorte der Eltern, besuchte Länder in den letzten zehn Jahren, geplante Reiseziele in Indien etc. Außerdem wurde man nach besonderen optischen Merkmalen, zum Beispiel nach Narben, gefragt. Eigentlich wollte ich dort meine Sommersprossen angeben, aber M meinte, dass die dann vielleicht aufgrund der Schminke kaum zu erkennen seien und mir die Einreise daher verwehrt werden könnte. Also schrieb ich nichts in dieses Feld. Man musste nicht nur eine Reisepasskopie hochladen, sondern noch einmal extra ein Foto mit weißem Hintergrund. Dafür haben wir uns einfach am Freitagabend kurz vor Mitternacht im Wohnzimmer fotografiert, bei einem Fotografen waren wir deswegen nicht. Das Online-Visum hat uns umgerechnet 43€ pro Person gekostet und konnte via Paypal bezahlt werden. Es erlaubt einen Aufenthalt von 60 Tagen mit zwei Einreisen. Die erste Hürde ist genommen, wenn auch das Ausfüllen des Formulars einige Zeit in Anspruch genommen hat. Bürokratisches Indien, wir kommen.

Die Reisevorbereitungen: Unsere Einkäufe

Von unserem Umfeld wurde uns wärmstens empfohlen, unbedingt Desinfektionsmittel mitzunehmen und uns häufig die Hände zu waschen. Wir sollen nur Sprudelwasser trinken und darauf achten, dass Wasserflaschen beim Öffnen zischen, da in Indien benutzte Flaschen oft wiederbefüllt werden. In der Apotheke wurde uns noch ein Durchfallmittel (imodium akut lingual) schmackhaft gemacht, das man ohne Wasser auf der Zunge zergehen lassen kann, weil es in Indien ja schwierig sei, immer sauberes Wasser zu bekommen, meinte die Apothekerin. Außerdem wies uns die Dame in der Apotheke auf die ganzen Keime in Indien hin, die unserem europäischen Körper fremd sind. Also verkaufte sie uns noch das Mittel Omni-Biotic Reise;auf der Produkthomepage heißt es dazu: “OMNi-BiOTiC® REISE enthält eine hochaktive Mischung aus sieben speziell ausgewählten Bakterienstämmen, die eine für fremde Keime undurchdringliche Barriere aufbaut – direkt im Darm, wo unser Organismus zuerst reagiert.”  Wir entschieden uns für 28 Tagesrationen, also zweimal 14 Tage. Da wir schon vier Tage vor der Reise anfingen, das wie Mehl schmeckende Pulver mit Säften oder Wasser einzunehmen, gingen uns am Ende der Reise die Tagesrationen aus. Nur zwei Tage nach Absetzen des Mittels machte sich das dann tatsächlich in Form von akuten und lang andauernden Magen-Darm-Problemen bemerkbar. Beim nächsten Mal sollten wir unbedingt(!!!) eine weitere Packung von dem Medikament kaufen, um dieses während der gesamten Reise durchzunehmen. Des Weiteren kauften wir uns noch Antibrumm forte, das auch gegen tropische Insekten hätte helfen sollen, was wir aber nicht bestätigen können, weil uns die Mücken trotzdem zerstochen haben.

Erfahrungen mit Mocca Travels: 5 von 5 Sternen

Wir wissen gar nicht, wo wir mit unserem Erfahrungsbericht über Mocca Travels anfangen sollen, weil wir in Indien so viele magische Momente erlebt und so viele tolle Menschen kennengelernt haben. Wir hatten eine traumhaft schöne Reise, bei der jeder einzelne Tag mit so vielen Glücksmomenten gefüllt war.

Zu unserem Fahrer: Bhagwan war ein absoluter Traum und ist uns in den zwei Wochen wirklich ans Herz gewachsen. Er war immer pünktlich, immer herzlich, immer freundlich, aber niemals aufdringlich. Er hatte die gewisse Zurückhaltung, die für einen Chauffeur angemessen ist. Bhagwan hat sich immer rührend um uns gekümmert, hat uns Wasser und das nötige Eis zum Kühlen der Wasserflaschen besorgt. Einmal hat er uns auch Bananen gekauft. Wir haben uns immer schon gefreut, ihn am nächsten Tag wiederzusehen. Während der ganzen Fahrten haben wir uns so viel mit ihm unterhalten. Als wir in Jaipur waren, hat er uns sogar mit zu seiner Familie genommen, die genauso toll war wie er auch. Wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben,der Tag des Abschiedes voneinander war leider sehr traurig.

Zu unseren Guides: Mit den Guides hatten wir ebenfalls durchweg riesengroßes Glück. Sie waren alle sehr kompetent und freundlich. Wenn wir besondere Wünsche hatten, sind sie speziell darauf eingegangen. Besonders positiv hervorheben möchten wir an dieser Stelle beispielsweise Sylvester, der sich in Delhi sehr viel Zeit für uns genommen hat. Wir waren so lange in den Tempeln und in anderen Sehenswürdigkeiten, dass Bhagwan schon den Guide angerufen hat, um nachzufragen, ob alles in Ordnung sei. Der andere Guide aus Agra und Fatehpur Sikri, dessen Namen wir uns nicht gemerkt haben, war ebenfalls sehr offen und kompetent. Er hatte immer großen Spaß daran, meinen Mann und mich mit unserer Kamera zu fotografieren – und die Fotos sind wirklich toll geworden. Unser Guide aus Jodhpur (Riki) hat sich ebenfalls sehr viel Zeit für uns genommen, besonders den zweiten Teil des Tagesprogramms haben wir zeitlich etwas überzogen. Da es in Jodhpur so heiß war, schlug Riki vor, die Tour zweizuteilen (ab 8:00 Uhr und dann ab 17:00 Uhr). So konnten wir uns mittags im Hotel erholen und ein wenig den Pool nutzen. Am Abend waren wir dann vier(!!) Stunden auf dem Markt, weil wir es dort so interessant fanden. Unser Guide zeigte uns dort auch die Ecken, wo sonst nur Einheimische einkaufen. Das war wirklich interessant. Riki gab uns auch den Tipp, in Udaipur das Abendgebet im Jagdish Tempel zu besuchen, weil uns der Markt, also das echte Leben, so sehr fasziniert hat. Wir hatten ja einen 90-minütigen Zwischenstopp in Pushkar eingelegt, um den Brahma-Tempel zu besichtigen. Der Guide, der nur mit uns durch die Straßen gezogen ist und uns den Tempel gezeigt hat, war sehr nett, aber ehrlicherweise auch überflüssig. Es hätte ausgereicht, wenn unser Fahrer uns kurz den Weg zum Tempel und zum Wasser erklärt hätte.

Zur gesamten Organisation der Reise: Die Reise war von Mocca Travels und den  beauftragten lokalen Agenturen bestens organisiert. Alles hat einwandfrei von der ersten bis zur letzten Sekunde geklappt. An den verschiedenen Orten wurden wir immer wieder von Mitarbeitern der lokalen Agenturen empfangen, wobei das meist gar nicht nötig gewesen wäre. Nach zwei oder drei Minuten waren die wieder weg. Sehr gefreut haben wir uns allerdings über die sehr warme, herzliche Begrüßung von Priti. Da wir während der Reise erfreulicherweise keine Probleme hatten, mussten wir ihre Hilfe kaum in Anspruch nehmen.  Wir haben den Kontakt zu Priti eher positiv genutzt, um ihr ganz viele Fotos zu schicken oder ihr zu schreiben, wie toll unsere Reise ist.

Zu den Hotels: Bei der Hotelauswahl hatte Mocca Travels genau das richtige Händchen. Wir sind von einem Paradies zum nächsten gefahren. In Delhi war das familiäre Hotel eine gute Ruhe-Oase in dem ganzen Großstadtgetümmel. In dem Hotel in Agra waren wir im 5. Stock und hatten ein Zimmer mit Blick auf den Taj Mahal. Besonders herausragend fanden wir die Hotels, wo wir uns rund um die Uhr draußen in der Natur aufhalten konnten (Sher Garh Resort, The Ratan Vilas und Rohet Garh). Sehr praktisch waren auch die Pools in den ganzen Hotels, auf die wir uns dann im Laufe des Tages schon immer sehr gefreut hatten. Unsere Unterkünfte waren so herrlich, dass wir es schade fanden, immer nur so kurz an jedem Ort zu bleiben.Einzigartig war auch das Shahpura House in Jaipur. Solche Unterkünfte bleiben ein Leben lang in Erinnerung. Wenn wir die nächste Reise mit Mocca Travels buchen, wünschen wir uns wieder solche hervorragendden Hotels mit einem so perfekten Preis-Leistungsverhältnis. Oft waren wir verwundert, als wir im Internet die niedrige Sterne-Kategorisierung mancher Unterkünfte sahen (z.B. nur 3 Sterne im Shahpura House). Von uns hätten sie viel mehr Sterne bekommen.

Wir möchten uns auch in dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Herrn Weiß von Mocca Travels dafür bedanken, dass er uns Indien auf so positive Weise nähergebracht hat. Im Vorfeld haben wir schon gehört, dass man Indien entweder liebt oder hasst. Dank Herrn Weiß haben wir das Land und dessen Menschen ins Herz geschlossen und lieben gelernt. Mocca Travels macht damit Werbung, dass jede Reise ein Unikat sei. Wir würden allen Indien-Interessierten wünschen, genau die gleiche Reise wie wir zu erleben mit genau den gleichen Eindrücken und Menschen. Dieses Abenteuer, das wir hinter uns haben, darf kein Unikat bleiben.

Links:

Unsere Reiseagentur: Mocca Travels