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Besuchte Sehenswürdigkeiten (Highlights und Insidertipps): Drakensberge │ Blyde River Canyon │ Bourke’s Luck Potholes │ God’s Window │ three Rondavels │ Berlin Falls │ Lisbon Falls │ Harrie’s Pancakes in Graskop

Tag 5: Ganztagsausflug zu den Drakensbergen und Bourke’s Luck Potholes

Um etwas Abwechslung von der Tierwelt zu bekommen, fuhren wir am fünften Tag die Panorama-Route ab und warfen einen Blick auf die schöne Landschaft Südafrikas. Jessica holte uns schon am Morgen am Welcome Center ab und fuhr erst einmal ca. zwei Stunden über die Autobahn mit uns zum Ziel. Auf der Fahrt erklärte sie uns viel zur Pflanzenwelt und zur südafrikanischen Gesellschaft.

Zunächst machten wir einen Stopp am Berlin Falls, einem Wasserfall. In Südafrika war es damals so, dass Ortschaften von den Menschen einen Namen bekamen, die sie erstmalig sahen. Nachdem der Wasserfall von deutschen Goldgräbern entdeckt worden war, benannten diese ihn nach einer deutschen Stadt. Außerdem gibt es in Südafrika ein Belfast, ein Heidelberg und viele weitere Orte, die eher vermuten lassen, nicht in Südafrika zu sein. Der Wasserfall liegt am Sabie River. An jedem Aussichtspunkt, an dem wir anhielten, wurden zahlreiche Souvenirs für Touristen verkauft. Wir haben den Afrikanern eine Obstschale sowie ein geschnitztes Kunstwerk aus Holz sehr günstig abgekauft.

Den zweiten Stopp machten wir an den Bourke’s Luck Potholes, einer atemberaubenden Felslandschaft. Dort, wo der Treur River und der Blyde River aufeinandertreffen, ist in der felsigen Landschaft ein Canyon entstanden; es ist der drittgrößte der Welt. Durch Erosion sind dann die zylindrischen Löcher (englisch: Potholes) entstanden. Bourke’s Luck Potholes wurde nach Tom Bourke, einem Goldgräber, benannt, der das Landstück für sich gekauft hatte, weil er der Meinung war, dort viel Gold zu finden. Leider hat er in seinem ganzen Leben dort keins in dem Gebiet entdeckt. Doch um ihn zu ehren, wurde die Landschaft nach ihm benannt. Das “Luck” (Glück) ist dabei eher ironisch gemeint, weil er bei seiner Goldsuche eben kein Glück hatte. Heute machen viele Touristengruppen bei den Bourke’s Luck Potholes Halt, sodass nun doch eine richtige Goldgrube dort entstanden ist.

Dann ging es weiter zum Aussichtspunkt Three Rondavels, von wo aus man drei Gebirgshügel sehen konnte, die wie traditionelle afrikanische Rundhütten aussahen. Aufgrund der Ähnlichkeit wurden diese Gebirgshügel dann nach den Hütten, den “Rondavels”, benannt.

Unsere nächste Aussichtsplattform war das God’s Window. Manchmal ist es dort in der Höhe so neblig, dass man nicht nach unten ins Tal schauen kann. Dann sagt man, dass Gott seine Gardinen noch nicht aufgezogen habe und man deshalb nichts sehen könne. Aus diesem Grund wird die Aussichtsplattform als “God’s Window” bezeichnet.

Dort erlebten wir zum ersten Mal während unserer Afrika-Reise, dass die Einheimischen sehr aufdringlich werden können. Die Damen wollten uns an ihren Souvenirständen so viele Sachen aus Holz verkaufen. Mir haben sie alle so gut gefallen, dass ich am liebsten alle Läden leergekauft hätte. Wenn man aber bei den Souvenirständen am Aussichtspunkt God’s Window nichts gekauft hat, wurden die Damen extrem aufdringlich und versuchten, uns ein schlechtes Gewissen einzureden: “Please support us, we want to buy food for our families, please, please…please support us.”

Für uns war besonders interessant, dass die gesamte Landschaft auf der Panorama-Route so grün und reich an Pflanzen ist. Damit unterscheidet sie sich maßgeblich vom Kruger-Nationalpark und von der Bongani-Gegend. Besonders verwundert waren wir über die Information, dass es dort viele Eukalyptuswälder gibt, die man nur in Australien vermutet hätte. Das daraus gewonnene Holz und Papier ist ein Exportschlager. Witzig fanden wir außerdem die vielen Gewächshäuser, in denen Kartoffeln und Getreide angebaut werden. Die Pflanzen, die bei uns in Deutschland gut wachsen, können in Südafrika nur künstlich in Gewächshäusern angepflanzt werden. Dafür gibt es dort unten überall Orangen, Oliven, Mangos und weitere Früchte, die bei uns nicht wachsen und deshalb in Deutschland nur künstlich im Gewächshaus angebaut werden können.

Vor unserer Rückfahrt zur Lodge fuhren wir zum Essen nach Graskop, um uns die berühmten Pancakes im Harrie’s schmecken zu lassen. Als wir vor dem Restaurant anhielten, kamen sofort mehrere aufdringliche Macadamia-Verkäufer auf uns zugestürmt, um ihre Nüsse preiswert zu verkaufen, die dort in der Region angebaut werden. Da Macadamia-Nüsse bei uns in Deutschland extrem teuer sind, haben wir nicht lange gezögert und uns eine Packung gekauft.

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Bongani Mountain Lodge