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Unsere Highlights auf Sansibar: Ocean Paradise Resort & Spa | Tauchen und Schnorcheln vor Mnemba Island | Entspannen am Strand von Pwani Mchangani | Gewürztour auf der Maganga Spices Farm | Besuch des Tierrettungs- und Naturschutzzentrums Cheetah‘s Rock | eine Unterrichtsstunde Suaheli | Village Tour in Pwani Mchangani mit Besuch eines Kindergartens, einer Schule und eines Krankenhauses | Sonnenaufgang an Sansibars Ostküste

Unser Hotel: Das Ocean Paradise Resort & Spa

Nach unserer Safari-Woche auf dem tansanischen Festland verbrachten wir sechs Nächte in diesem wundervollen Paradies.

Die Hotelanlage ist der absolute Wahnsinn. Man findet dort nicht einen riesengroßen Betonklotz vor, sondern die einzelnen Häuschen sind herrlich eingebettet in einen Wald von hunderten Palmen. Der Pool des Resorts soll wohl der größte auf ganz Sansibar sein, teilten uns andere Hotelgäste mit. Von dort aus konnte man sogar das angrenzende Meer sehen. Besonders gemütlich fanden wir auch die ganzen separierten Ecken an der Bar, wo man sich zurückziehen und seine Privatsphäre genießen konnte. Da die gesamte Hotelanlage so riesig war, merkte man tagsüber gar nicht, dass das Hotel eigentlich ausgebucht war. Die Menschenmassen traf man dann erst beim Abendessen.
Das Frühstücksbüfett war so reichhaltig, es gab sogar frische Waffeln und Ei-Kreationen. Zum Abendessen gab es täglich ein neues Motto (Barbecue, Indisch, Swahili, Italienisch etc.), sodass man jeden Abend etwas anderes zu essen bekam (in anderen Hotels wird ja kritisiert, dass es dort jeden Tag das Gleiche gäbe – das ist im Ocean Paradise Resort definitiv nicht der Fall). Wir saßen beim Abendessen meistens an der “Waterfront”, also direkt vorn am Rand des Pools.
Die Angestellten war so herzlich, offen und aufmerksam. Wenn man am Abend im Hotel eincheckt und dann am nächsten Tag schon von ihnen mit “193” (unsere Zimmernummer) begrüßt wird, dann ist das einfach nur verblüffend. Wir wissen bis heute nicht, wie man sich bei so vielen hunderten Hotelgästen so schnell die Zimmernummern merken kann. Wir haben uns so oft mit den Hotelangestellten unterhalten, weil sie alle so offen und sympathisch waren. Einige waren am Tag unserer Abreise sogar richtig traurig, als wir gehen mussten (“Nobody is like you!”).
Das Hotel bot täglich unterschiedliche Aktivitäten an, wir nahmen beispielsweise an einer kostenlosen, privaten Suaheli-Stunde teil. Außerdem gab es montags und freitags eine kostenlose Village Tour mit dem einheimischen Animateur Juma, der den Touristen die Schule, den Kindergarten und das Krankenhaus seines Heimatdorfes zeigte. In dem Büro “Guest Relations” konnte man außerdem noch Ausflüge auf Sansibar buchen. Wir entschieden uns für eine private, sehr individuelle Gewürztour, die wir jedem weiterempfehlen können.
In dem Resort befindet sich auch ein Büro der Tauchschule One Ocean, mit der wir zwei Tage tauchen vor Mnemba Island waren. One Ocean ist zu 100% zu empfehlen.
Nur im Bereich der Bar und am Pool gibt es freies Internet. Wer dieses auch auf seinem Zimmer nutzen möchte, kann sich dafür ein Guthaben kaufen. Wir zogen es vor, uns während der Happy Hour von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr in eines der Séparées in der Bar zu setzen und immer unsere täglich geschossenen Fotos an die Daheimgebliebenen zu versenden. Jeden Tag gab es einen Mocktail und drei Cocktails of the day, die man oftmals nicht in der normalen Cocktailkarte finden konnte. Man hatte also auch bei den Getränken eine tägliche Abwechslung.
Das Resort verfügte über einen hoteleigenen Strandabschnitt oberhalb des öffentlichen Strandes. Dort hatte man seine Ruhe, weil die Beach Boys bzw. „Fake-Massai“ diese Zone nicht betreten durften. Der Strand vor der Hotelanlage ist genauso paradiesisch wie das Resort selbst. Wir haben noch nie zuvor live so viel türkisfarbenes Wasser gesehen wie dort.
Allerdings gab es auch Dinge, die uns nicht ganz so gut gefielen. Durch die ganzen Bands, die täglich während des Abendessens auftraten, war es leider immer sehr laut auf dem gesamten Hotelgelände. Wir hätten uns gern mehr Ruhe bzw. Romantik gewünscht und lieber das Meeresrauschen im Hintergrund gehört. Außerdem fanden wir die riesige Leinwand in der Bar völlig deplatziert, die den wundervollen Blick auf das Meer verdeckte. Täglich wurde am Abend ein Film gezeigt, was wir auch sehr unpassend fanden. Oft hörte man den Ton vom Film und den Sound der Live-Band gleichzeitig, was zu einer kompletten Reizüberflutung führte. Filme schauen kann man auch zu Hause im kalten Deutschland, aber doch bitte nicht in dem absoluten Paradies.
Zusammenfassend können wir sagen, dass dieses Hotel mit zu den schönsten gehört, in denen wir jemals nächtigten. Das Ocean Paradise Resort ist der absolute Wahnsinn, das kann man wirklich nicht in Worte fassen! Ohne die tägliche mediale Reizüberflutung wäre es sogar noch besser gewesen.

Unsere Aktivitäten auf Sansibar

Tauchen und Schnorcheln vor Mnemba Island, der Privatinsel von Bill Gates

Den gesonderten Beitrag zum Tauchen und Schnorcheln findet man hier.

Relaxen am Strand von Pwani Mchangani an der Ostküste Sansibars

Blauer Himmel, türkisfarbenes Wasser, wohin das Auge reicht, Palmen über Palmen und ein naturbelassener Strand, hinter dem sich die Hotels hervorragend in die Landschaft einbetten – das alles bekommt man auf Sansibar geboten. Der Strand an der Ostküste in Pwani Mchangani ist gerade deshalb so einzigartig, weil dort eben nicht Betonklotz neben Betonklotz gebaut wurde. Schaut man vom Meer aus zum Ufer, dann sieht man nicht riesige Bettenhochburgen, sondern überall nur Palmen. Auch die ganzen Fischerboote am Strand waren herrlich mit anzusehen und passten genau ins Bild. Am Strand verkauften tansanische Beach Boys als Massai verkleidet ihre Waren an die Touristen, die es einfach zu ignorieren galt. Die Einheimischen benannten ihre Strandläden lustigerweise nach bekannten Marken, wie beispielsweise Ikea oder Hugo Boss.

Wer aber nun denkt, dass Sansibar nur Sonnenschein zu bieten hat, der irrt. Denn auf dieser Tropeninsel wurden wir oft Zeugen eines extrem bewölkten Himmels, eines größeren Sturms oder eines längeren, heftigen Regens. Der blaue Himmel war also keine Selbstverständlichkeit.

Täglich ließen wir uns die Cocktails in der Happy Hour von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr schmecken oder planschten im hoteleigenen Pool.

Eine deutschsprachige Gewürztour auf der Maganga Spices Farm (nur für uns zu zweit)

Geführte Spice-Touren gibt es auf der Gewürzinsel Sansibar wie Sand am Meer. Eine gute zu finden, ist deshalb umso schwerer. Wir hatten mit unserer Führung, die wir über das Guest-Relations-Büro des Ocean Paradise Resorts gebucht hatten, richtig Glück. Dahinter verbarg sich der Anbieter Exotic Zanzibar, wie sich später noch herausstellen sollte. Es war auch möglich, ganz kurzfristig von heute auf morgen eine Tour zu buchen.

Wir wurden also am Morgen von einem Mitarbeiter von Exotic Zanzibar abgeholt und zu der Maganga Spices Farm gefahren, was über eine Stunde dauerte. Dort angekommen, stellten wir fest, dass wir in den Genuss einer privaten Tour zu zweit mit einem deutschsprachigen Guide kommen sollten. Das war schon mal ein guter Anfang!

Es gibt auf Sansibar einerseits Farmen für Touristen, wo sämtliche Gewürze in sehr kleinen Vorzeige-Mengen angebaut werden. Andererseits gibt es die großen Zitronengras-, Vanille- oder Muskatnussfarmen, wo nur eine einzige Sorte für den Eigenbedarf und Export angebaut wird. Damit man als Tourist nicht zehn verschiedene Anbaugebiete besuchen muss, wurden solche kleinen Präsentationsfarmen ins Leben gerufen. Wir hatten auf der Maganga Spices Farm absolutes Glück, weil wir dort sehr individuell herumgeführt wurden und weil vom Massentourismus keine Spur war.

Bevor die Tour beginnen konnte, bastelte uns unsere zweite Begleitung, der Künstler, aus Bananenblättern eine kleine Tüte, in der wir alle erhaltenen Gewürze sammeln konnten. Uns wurden während der Tour verschiedene davon gezeigt, uns wurden die Verwendungsmöglichkeiten nähergebracht und wir erhielten allgemeine Informationen über den Anbau der Pflanzen. Neben Zitronengras, Vanille, Kaffee Robusta, Zimt, Nelke und Ananas werden dort auch Pfeffer, Muskatnüsse, die Lippenstiftfrucht sowie Lady-Finger-Bananen, die Jackfrucht, die Drachenfrucht, Litschi, Ingwer, Kardamon und Kurkuma angebaut. Auch an den Blättern der Pflanze Ylang-Ylang, die für das Parfüm Chanel No 5 verwendet werden, durften wir riechen.

Nachdem sich auch unsere kleine Tüte aus Bananenblättern gefüllt hatte, demonstrierte uns ein Kokospalmenpflücker, wie er die Kokospalme hochkletterte. Anschließend schnitt er uns eine junge Kokosnuss auf, damit wir den Saft daraus trinken konnten.

Später kamen wir noch an einer Verkostungsstation vorbei, wo wir uns u.a. die frischen Orangen, Bananen oder die Jackfrucht schmecken ließen.

Eigentlich hatten wir uns schon gewundert, wo plötzlich unsere zweite Begleitung, der Künstler, hin verschwunden war. Dieser tauchte dann überraschenderweise am Ende der Tour wieder auf: mit einer Krone und einem Schlips für den Mann sowie mit einer weiteren Krone, einem Armband, einer Kette und einer Handtasche für die Frau. Das alles hat er innerhalb kürzester Zeit aus Kokospalmenblättern extra für uns gebastelt. Mit all diesen Accessoires und unserer befüllten Tüte, aber auch mit unseren zwei gekauften Gewürzen, traten wir dann die Rückreise zum Hotel an.

Im Ocean Paradise Resort angekommen, wurden wir von den Hotelangestellten nur noch mit „King and Queen“ begrüßt – und so nannten sie uns dann jeden Tag aufs Neue.

Die Tour inkl. Hoteltransfer kostete über den Anbieter Exotic Zanzibar 120 US Dollar für uns zusammen. Diese können wir wirklich jedem empfehlen.  Individualität und persönliche Betreuung durch einen Guide, der überraschenderweise auch noch Deutsch sprach, wurden dort auf der Farm großgeschrieben.

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Eine private Unterrichtsstunde Suaheli (kostenloses Angebot des Hotels)

Wenn wir im Ausland unterwegs sind, versuchen wir oft, uns eine Handvoll Wörter der Landessprache zu merken und diese auch anzuwenden. Die Einheimischen danken es immer mit einem freundlichen Lächeln. Die ersten paar Wörter Suaheli lernten wir bereits während unserer Safari-Woche auf dem tansanischen Festland: Jambo, Karibu, Asante (sana), Sawa sawa, Lala salama etc.

Zufällig entdeckten wir dann auf einer Tafel im Ocean Paradise Resort auf Sansibar den kostenlosen Programmpunkt „Swahili lesson“. Also schnappten wir uns unser Heft und einen Stift und standen pünktlich um 10:00 Uhr am Animation Desk auf der Matte – zu unserer Freude waren wir die einzig beiden Sprachinteressierten an diesem Tag. Der Animateur Godgift bekam allerdings schon ein wenig Bammel – man konnte ihm richtig ansehen, dass er weder geübt im Unterrichten war noch Lust darauf hatte. Also glich die Suaheli-Stunde eher einer knapp dreiviertelstündigen Improvisation, bei der wir ganz strebermäßig alles Erlernte aufschrieben. Als es nach 38 Minuten anfing, heftig aus Eimern zu schütten, war unser „Lehrer“ Godgift der erste, der alles zusammenpackte, sich von uns verabschiedete, die Beine in die Hand nahm und schleunigst ins Trockene rannte. Für ihn muss der Regen wohl eine Erlösung gewesen sein.

Nach unserer Privatstunde Suaheli sagten wir unsere Zimmernummer immer in der Landessprache, was die tansanischen Mitarbeiter immer verblüffte und zum Schmunzeln brachte. Unsere paar Brocken Suaheli waren immer wieder ein Eisbrecher.

  • Hallo = Jambo
  • Willkommen = Karibu
  • Willkommen noch mal = Karibu tena
  • Danke = Asante / Asante sana
  • Kein Problem = Hakuna Matata
  • langsam = pole pole
  • Es tut mir leid = pole
  • ja = ndio
  • nein = hapana
  • Schlafe schön = Lala salama
  • Mein Name ist… = Jina langu ni…
  • ok = sawa (ok ok = sawa sawa, das sollten wir auf Safari sagen, wenn die Fotos im Kasten waren und wir weiterfahren wollten)
  • Prost= maisha malefu (langes Leben)
  • Strand = ufukwe
  • Pool = bwana
  • Wo sind die Toiletten? = Wapi ni msalani?/ Wapi ni chooni?
  • Ich liebe dich = Nakupenda
  • Ich liebe dich auch = Nakupenda pia

Besuch des Tierrettungs- und Naturschutzzentrums Cheetah’s Rock

Den gesonderten Beitrag zu unserem Besuch bei Cheetah’s Rock gibt es hier.

Eine Village Tour in Pwani Mchangani inkl. Besuch eines Kindergartens, einer Schule und eines Krankenhauses (kostenloses Angebot des Hotels)

Über unsere Village Tour berichten wir in dem Beitrag über die Menschen in Tansania.

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Gemeinsam den Sonnenaufgang an der Ostküste Sansibars erleben

Jeden Morgen kann man gegen 6:30 Uhr den atemberaubenden Sonnenaufgang an der Ostküste Sansibars miterleben. Die genauen Zeiten dafür konnten wir einer Tafel in unserem Hotel entnehmen. Sonnenaufgänge sind deshalb besser als -untergänge, weil morgens viel weniger Menschen am Strand anzutreffen sind als abends. An manchen Tagen waren wir maximal zu fünft, was die romantische, friedliche Stimmung noch einmal intensivierte. Wer dagegen die Sonnenuntergänge bevorzugt, sollte an die Westküste Sansibars fahren.

Weitere Aktivitäten auf Sansibar

An dieser Stelle möchten wir weitere mögliche Aktivitäten auf Sansibar auflisten und begründen, warum wir diese nicht gemacht haben:

  • Tour nach Stone Town: Sowohl die Bilder als auch die Erfahrungsberichte im Internet und die Aussagen unserer tansanischen Guides haben uns davon abgehalten, Stone Town zu besuchen. Wenn wir mehr Zeit auf Sansibar gehabt hätten, hätten wir die Stadt vielleicht noch besucht, aber unsere erste Wahl war das nicht.
  • Safari Blue Bootstour inkl. Schnorcheln vor Mnemba Island: Dadurch, dass wir mit One Ocean tauchen und schnorcheln vor Mnemba Island waren, erübrigte sich diese Tour für uns.
  • Delfintour in Kizimkazi: Wir haben sowohl im Internet als auch im Reiseführer gelesen, dass es sich bei den Delfintouren in Kizimkazi um regelrechte Treibjagden handeln soll. Dutzende Boote mit Touristen kreisen die Delfine ein und treiben sie somit in die Enge. Von solchen Touren ist dringend abzuraten.
  • Besuch des Jozani Chwaka Bay National Parks (Affenpark): Viel können wir über diesen Affenpark nicht sagen. Da wir schon sehr viele Primaten im Lake-Manyara-Nationalpark auf dem tansanischen Festland zu Gesicht bekommen hatten, interessierte uns dieser kleine Nationalpark nicht weiter.
  • Jetski fahren und Parasailing: Weil auf Sansibar in den Meeren Seetang angebaut wird, der für die dortige Wirtschaft und die Einheimischen sehr wichtig ist, würden sämtliche Wassersportaktivitäten im flachen Gewässer eventuell den Seetang zerstören. Auch die Korallen und die gesamte Unterwasserwelt freuen sich nicht über solche Wassersport-Bespaßungen.
  • Besuch der Riesenschildkröten auf Prison Island (Changuu): Durchforstet man das Internet nach Erfahrungsberichten über die Riesenschildkröten auf Prison Island, dann stoßt man auf viele Berichte über die schockierende,  nicht artgerechte Haltung der Reptilien. Auch das Team des Tierrettungs- und Naturschutzzentrums Cheetah’s Rock hat uns aus dem gleichen Grund vor dieser Touristenabzocke gewarnt.

Links:

Unsere Reiseagentur: aufsafari.de

Unser Hotel auf Sansibar: Ocean Paradise Resort & Spa

Unsere Tauchschule: One Ocean

Anbieter für sämtliche Touren: Exotic Zanzibar

Cheetah‘s Rock