Wer in Ägypten tauchen gehen möchte, sollte hierfür nicht Sharm El Sheikh oder Hurghada auswählen, weil dort schon viele Riffe und Korallen zerstört sind. Die intaktere Unterwasserwelt mit einzigartigen Riffen findet man eher in Marsa Alam vor, wo ich das Vergnügen hatte, an insgesamt 15 Tauchgängen teilzunehmen.

Mein erster Tipp für das Tauchen im Roten Meer: Da das Rote Meer zu den salzhaltigsten Gewässern weltweit zählt, müsst ihr hier mehr Blei mitnehmen als in anderen Tauchgebieten. Grundsätzlich gilt nämlich: Je salzhaltiger das Wasser ist, desto mehr Auftrieb hat man und desto mehr Blei wird benötigt.

Die beste Reisezeit zum Tauchen in Ägypten

Die beste Zeit zum Tauchen in Ägypten sind die Monate September, Oktober und Anfang November. In diesem Zeitraum ist das Wasser mit 25°C bis 30°C noch angenehm warm zum Tauchen und die Hitze ist nicht mehr ganz so unerträglich wie im Sommer, wo bis zu 45°C vorherrschen. Auch in den Monaten von Dezember bis Februar ist die Lufttemperatur für uns Europäer sehr angenehm, allerdings beträgt die Wassertemperatur in dieser Zeit nur 21°C bis 25°C.

Meine Erfahrungen mit der Tauchbasis Coraya Divers in der Coraya Bay

Ich entschied mich für das renommierte Tauchcenter “Coraya Divers” in der Coraya Bucht. Von dort aus waren es 9,1km bis zum nächsten Krankenhaus und zur nächsten Druckkammer in Port Ghalib.

Der Shuttle-Bus: Von unserem Hotel, dem Steigenberger Coraya Beach Resort, fuhr täglich mehrfach ein Shuttle-Bus zur Tauchbasis: 7:50 Uhr, 8:20 Uhr, 8:50 Uhr und 13:20 Uhr. Natürlich konnte man die 5-7 Minuten auch zu Fuß zurücklegen. (Stand der Abfahrtszeiten: August 2022)

Die Öffnungszeiten und das Ein- und Auschecken: Die Tauchbasis war täglich von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Außerdem war das Ein- und Auschecken täglich zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr möglich. Mit Einchecken ist die Anmeldung vorm ersten Tauchgang gemeint und mit Auschecken das Bezahlen am Ende sowie die Rückgabe der Leihausrüstung.

Die Ausstattung des Tauchcenters und das Personal: Die Coraya Divers verfügten über eigene Busse, Minibusse, Schlauchboote und große Boote, um die Taucher zu den verschiedenen Tauchplätzen bringen zu können. Das fast 80-köpfige internationale Team der Coraya Divers beherrschte u.a. die Sprachen Arabisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Da die Tauchbasis groß genug war und hier täglich bis zu 400 Taucher gleichzeitig tauchen gehen konnten, musste man vorab von zu Hause aus keine Tauchgänge reservieren. Neben der Crew gehörte auch der Esel Mr. Nice zum Team der Coraya Divers. Dieser musste immer die ganzen schweren Tauchsachen von der Tauchbasis zum Steg bringen, weil es die Behörden untersagt hatten, diese mit dem Auto zum Strand zu transportieren. D.h. der Esel war für die Tauchbasis die einzige Möglichkeit, die schwere Ausrüstung von A nach B zu befördern. (Das hier gezeigte Boot ist nicht das Boot, mit dem wir gefahren sind. Unser Boot sah aber ganz genauso aus.)

Der Ablauf: Zunächst musste man sich bei der Tauchbasis einchecken. Hierbei wurde der Reisepass kopiert und man musste neben seinen Tauchzertifikaten und geloggten Tauchgängen auch seine Tauchtauglichkeitsuntersuchung vorweisen. Es folgte ein Checktauchgang, vor dem man die Ausrüstung und seine persönliche Box erhielt. Zweimal täglich wurden solche Checktauchgänge angeboten, einmal morgens und einmal am Nachmittag. Diese fanden am Hausriff mit den typischen Übungen statt (Maske ausblasen, Atemregler wiederfinden). Gleich im Anschluss daran wurde eine Stunde am Hausriff weitergetaucht. Bestand man den Checktauchgang, so durfte man sich in die täglichen Listen mit den unterschiedlichen Ausflügen eintragen. Für jeden Trip gab es eine gesonderte Uhrzeit, sodass es sich lohnte, “seine” Liste als Gedankenstütze abzufotografieren. Auf den Ganztagesausflügen gab es auf dem Boot sogar ein Mittagessen. Zudem standen auf allen Touren kostenlos Getränke zur Verfügung. Ganz am Ende nach seinem letzten Tauchgang musste man auschecken, d.h. bezahlen und die Leihausrüstung zurückgeben. Ich durfte mir nach der Bezahlung sogar noch kostenlos ein T-Shirt der Tauchbasis als Andenken aussuchen.

Die Leihausrüstung: Gegen eine Gebühr konnte man sich sämtliche Utensilien der Marken Mares, Aqua Lung, Suunto, Kowalski etc. in der Tauchbasis ausleihen. Diese bekam man vor dem Checktauchgang ausgehändigt und behielt sie bis zum letzten absolvierten Tauchgang. Hierfür erhielt jeder Taucher eine Kiste, die man in eine Box sperren konnte. Der Bereich, in dem sich diese befanden, war videoüberwacht. Dennoch wurde bei Diebstahl keine Haftung übernommen. Da jedes Ausrüstungsteil auf einen Taucher registriert war, durfte man diese nicht vertauschen. Während die meisten Utensilien für die gesamte Zeit ausgeliehen werden konnten, wurden Tauchcomputer, Kompasse und Bojen nur pro Tag angeboten.

Die Eintragung in die Tauchlisten und die verschiedenen Ausflüge: Die Tauchbasis bot sowohl reine Tauchausflüge als auch reine Schnorchelausflüge sowie Kombitouren für Taucher und Schnorchler an. Pro Tauchplatz hingen täglich neue Listen inkl. Tauchplatzbeschreibungen aus, für die man sich bis spätestens 17:30 Uhr am Vortag eintragen konnte. Für Nachmittagstauchgänge erfolgte die Einschreibung bis spätestens 11:30 Uhr des aktuellen Tages. In den Tauchlisten musste man auch angeben, ob man mit oder ohne Guide tauchen wollte. Alle Taucher, die weniger als 25 geloggte Tauchgänge vorweisen konnten, mussten sich dem Guide anschließen.

Das Hausriff-Tauchen: Das Tauchen am Hausriff in der Coraya-Bucht war auch ohne Guide möglich, allerdings war das Buddy-System aus mindestens zwei Personen vorgeschrieben. Dabei musste jeder Taucher mindestens 25 geloggte Tauchgänge vorweisen. Das individuelle Hausriff-Tauchen war nur zwischen 8:30 Uhr und 16:00 Uhr möglich, wobei der letzte Einstieg bis 16:00 Uhr erfolgen musste. Weitere Vorschriften und Informationen hierzu erhielt man vor Ort von der Tauchbasis. Natürlich wurden auch geführte Tauchgänge am Hausriff angeboten, ich selbst nahm dort an einem Nachttauchgang teil.

Die Preisgestaltung: Für meine 15 Tauchgänge und einen Schnorchelausflug zu zweit zahlte ich insgesamt 1221,71€. Im Internet auf der Homepage der Coraya Divers kaufte ich noch von Deutschland aus ein 10er-Tauchpaket für 269€, um den Rabatt zu erhalten. Vor Ort wurden dann noch folgende Dinge extra berechnet: die Tauchausrüstung pro Tauchgang (Atemregler, Jacket, Neoprenanzug, Taschenlampe, Boje), fünf zusätzliche Tauchgänge, ein gecancelter Trip, ein Schnorchelausflug zu zweit, die Guides, der Eintritt in Abu Dabab, die Tagestrips mit dem Bus, die Bootstouren, der Eintritt zum Dolphin House für Taucher, ein Early Morning Tauchzuschlag, ein Nachttauchgangs-Tauchzuschlag, das Speedboot, der Eintritt zu Elphinstone, die Gebühren für sämtliche behördliche Tauchgenehmigungen und der Aufpreis für eine 15l Sauerstoffflasche. Die Preisliste konnte jederzeit auf der Homepage der Coraya Divers eingesehen werden. Zudem erhielt man diese auch beim Einchecken.

Die Professionalität und Sicherheit: Die Coraya Divers legten stets großen Wert auf die Sicherheit der Taucher. Dadurch gestalteten sich die Briefings immer sehr ausführlich und es gab sogar nach der Rückkehr Nachbesprechungen der Tauchgänge (De-Briefings). Beim Schnorchelausflug wurden auch sämtliche Erste-Hilfe-Boxen geöffnet und uns gezeigt. Und bei Elphinstone erhielten wir noch eine zusätzliche Einweisung zum richtigen Verhalten im Umgang mit den herannahenden Haien.

Der Umweltschutz: Die ägyptische Regierung kontrollierte die verschiedenen Tauchplätze sehr streng, d.h. die Tauchbasis musste täglich für sämtliche Taucher behördliche Genehmigungen beantragen. So mussten von den Tauchern auch die Ausweiskopien eingereicht werden. Einzelne Bereiche wurden zu geschützten Nationalparks erklärt, u.a. das Dolphin House und das Dugong House. An beiden Plätzen mussten Schnorchler Rettungswesten tragen, um nicht herunter zu den Tieren schwimmen zu können. Den Coraya Divers war es sehr wichtig, sämtliche Auflagen zu erfüllen, um nicht ihre Tauchcenter-Lizenz zu verlieren. Zudem waren wir beim Schnorcheln selbst mit dabei, als unser Schnorchelguide sehr viel Müll aus dem Meer sammelte. Wir halfen ihm dann sogar noch dabei. Umweltschutz wurde bei den Coraya Divers großgeschrieben.

Mein Fazit zu den Coraya Divers: Vom ersten Kontakt via E-Mail bis zu meinem Auschecken bei der Tauchbasis war ich sehr zufrieden. Die Organisation und Durchführung der Ausflüge war jederzeit sehr professionell und auch die Crew war sehr nett. Auch wenn das Tauchcenter mit knapp 80 Mitarbeitern sehr groß war, war ich dennoch rundum begeistert.

Meine angesteuerten Tauchplätze in Ägypten (Marsa Alam)

Marsa Umm Gerifat (Coraya Bay Hausriff)

Anfahrt: direkt vom Tauchbasis-Steg aus oder kurze Fahrt mit dem Zodiac (Schlauchboot)
Das habe ich gesehen: einen kleinen Weißspitzen-Riffhai, drei Spanische Tänzerinnen, schlafende Fische, eine schlafende Schildkröte, jagende Feuerfische, Kofferfische, sehr große Clownfische und sehr große Titan-Drückerfische, viele bunte intakte Korallen
Besonderheiten: Ich habe hier einen Nachttauchgang absolviert. Treffpunkt hierfür war um 18:15 Uhr, gegen 18:45 Uhr waren wir dann im Wasser. Außerdem fanden hier die Checktauchgänge statt.
Tauchtiefe: 2 – 40m
Taucherlevel: einfach, wenig Strömung, alle Taucherlevel

Marsa Shouna

Anfahrt: mit dem Minibus 15min bis Port Ghalib, von dort aus mit dem großen Boot weitere 45min
Das habe ich gesehen: vollständig intakte Riffe mit vielen verschiedenen bunten Korallen, viele Blaupunktrochen, Kofferfische, Clownfische, Fledermausfische, Putzerfische, Feuerfische, eine Schildkröte beim Schnorcheln
Besonderheiten: Hier war ich tauchen und schnorcheln, wobei mir das Tauchen hier besser gefiel.
Tauchtiefe: 1 – 25m
Taucherlevel: einfach, wenig Strömung, für alle Taucherlevel und Schnorchler geeignet

Umm El Ros (Dugong House)

Anfahrt: Fahrt mit dem Minibus 15min nach Port Ghalib, von dort aus mit dem großen Boot weitere 15min
Das habe ich gesehen: vollständig intakte Riffe mit vielen verschiedenen bunten Korallen, viele Blaupunktrochen, Kofferfische, Clownfische, Fledermausfische, Putzerfische, Feuerfische, einen Dugong beim Schnorcheln, viele große Meeresschildkröten, einen Gitarrenrochen, Tintenfische
Besonderheiten: Hier ging ich tauchen und schnorcheln, wobei die Seegraswiesen für Taucher gesperrt waren. Der Dugong, der in der Seegraswiese lebte, konnte daher nur beim Schnorcheln beobachtet werden. Für Schnorchler galt eine gesetzlich vorgeschriebene Schwimmwestenpflicht, da es sich um einen geschützten Nationalpark handelte. Von allen Tauchplätzen war hier die Wahrscheinlichkeit am höchsten, einen Dugong zu sehen.
Tauchtiefe: 5 – 25m
Taucherlevel: einfach, wenig Strömung, für alle Taucherlevel und Schnorchler geeignet

Abu Dabab: Seegraswiese

Anfahrt: ca. 25-minütige Busfahrt nach Abu Dabab, Einstieg ins Wasser direkt vom Strand aus (da die Boote nicht in die Bucht fahren durften)
Das habe ich gesehen: viele große Grüne Meeresschildkröten, einen Leopardenrochen, einige Blaupunktrochen, Kofferfische, Feuerfische, Pyramidenkofferfische
Besonderheiten: Anders als im Naturschutzgebiet am Dugong House (Umm El Ros) durfte man hier als Taucher in die Seegraswiese.
Tauchtiefe: 1 – 30m
Taucherlevel: einfach, kaum Strömung, für alle Taucherlevel und Schnorchler geeignet
Hinweis vom Guide: Man sollte nicht direkt über den Schildkröten schwimmen, da sie jederzeit an die Wasseroberfläche zum Atmen hätten schwimmen können. Diese sollte man auf keinen Fall anfassen, da sie einem die Finger hätten abbeißen können.

Abu Dabab: Riff

Anfahrt: ca. 25-minütige Busfahrt nach Abu Dabab, Einstieg ins Wasser direkt vom Strand aus (da die Boote nicht in die Bucht fahren durften)
Das habe ich gesehen: vollkommen intakte und bunte Riffe, einige Blaupunktrochen, einen Skorpionfisch, einen Titan-Drückerfisch, Feuerfische, eine große Muräne, große Meeresschildkröten beim Einstieg über die Seegraswiese
Besonderheiten: Der Einstieg zum Riff erfolgte über die Seegraswiese.
Tauchtiefe: 1 – 30m
Taucherlevel: einfach, kaum Strömung, für alle Taucherlevel und Schnorchler geeignet

Shaab Samadai (Dolphin House)

Anfahrt: 55min mit dem Bus nach Marsa Alam, von dort aus 45min weiter mit dem Boot
Das habe ich gesehen: enge Höhlengänge, riesengroße Korallenblöcke, einen Napoleon, Barrakudas, leider keinen einzigen Delfin
Besonderheiten: Es handelte sich um einen geschützten Nationalpark, wo 50-60 Spinnerdelfine in einem hufeisenförmigen Riff lebten. Es war sozusagen ihr Schlafzimmer, wo sie sich vermehrten und ihre Kinder zur Welt brachten. Aufgrund des Ansturms und zum Schutz der Tiere hat die ägyptische Regierung dort inzwischen die Besucherzahlen stark reguliert. So durften sich dort nur noch 200 Schnorchler und Taucher pro Tag aufhalten. Zudem wurde der Nationalpark in drei Zonen eingeteilt. Im Norden in der Zone A waren sämtliche menschliche Aktivitäten  verboten, um den Delfinen einen Rückzugsort zu bieten. Die Zone B war für alle reserviert, die an der Wasseroberfläche mit Delfinen schnorcheln wollten. Hier galt eine gesetzlich vorgeschriebene Schwimmwestenpflicht für Schnorchler. In der Zone C durften sich dagegen nur Gerätetaucher aufhalten. Die Chance auf Delfinsichtungen war im Schnorchelbereich am höchsten. Übrigens war hier am Dolphin House auch das Höhlentauchen möglich. Zudem konnten Delfinsichtungen in der freien Wildbahn selbst hier nicht garantiert werden.
Tauchtiefe: 6 – 18m
Taucherlevel: einfach, wenig Strömung, für alle Taucherlevel und Schnorchler geeignet

Ras Trombi

Anfahrt: 15min mit dem Speedboot vom Tauchbasis-Steg aus
Das habe ich gesehen: vom Boot aus ca. 10 Delfine, viele Korallenblöcke, eine Muräne, einen Napoleon, Nacktkiemer, Feuerfische; leider keine typischen Tier-Jagden oder spezielle Tiere, die man auf einem Early-Early-Tauchgang erwartet hätte
Besonderheiten: Hier absolvierte ich einen Early-Early-Tauchgang mit Treffpunkt um 5:00 Uhr. Gegen 6:00 Uhr waren wir schon im Wasser. Trombi zählte zu den Lieblingstauchplätzen mancher Mitarbeiter der Coraya Divers.
Tauchtiefe: 2 – 25m
Taucherlevel: einfach, für alle Taucherlevel geeignet (aber nicht für Schnorchler)

Shaab Marsa Alam

Anfahrt: eine Stunde mit dem Bus nach Marsa Alam, weitere 20min mit dem Boot
Das habe ich gesehen: intakte bunte Korallen, viele bunte Fische und Fischschwärme, Feuerfische, einen Skorpionfisch, Höhlengänge, Wrack des Safariboots “Legend”, Blaupunktrochen, einen kleinen Napoleon, Nacktkiemer, beim Schnorcheln 50-60 Delfine (aufgeteilt in kleinere Grüppchen aus jeweils 15-20 Tieren)
Besonderheiten: Es handelte sich um ein hufeisenförmiges Riff mit einer Länge von 790m. Wenn sich die 50-60 Delfine nicht am Dolphin House aufhielten, war die Wahrscheinlichkeit groß, sie hier am Spot Shaab Marsa Alam anzutreffen. Nach dem Tauchen wurden wir mit dem Schlauchboot zu den Delfinen gebracht, wo wir mit ihnen ohne großen Menschenandrang schnorcheln konnten. Sie kreisten sehr lange um uns herum.
Tauchtiefe: 3 – 25m
Taucherlevel: einfach, für alle Taucherlevels und Schnorchler geeignet
Näheres zum Wrack “Legend”: Das Safariboot “Legend” hatte 2002 Feuer gefangen und war anschließend untergegangen. Von dem Wrack ist nur noch das Innenleben übrig geblieben, welches nicht aus Holz bestand. Dort sah es wie auf einem Schrottplatz aus. Es standen z.B. noch ein paar Toiletten und ein Tisch mit nachträglich aufgestellten Flaschen dort herum.

 

Elphinstone

Anfahrt: mit dem Bus 15min nach Port Ghalib, anschließend 2h mit dem Boot zu Elphinstone (Treffpunkt war morgens 7:00 Uhr, zurück an der Tauchbasis waren wir gegen 17:45 Uhr)
Das habe ich gesehen: beim ersten Elphinstone-Ausflug leider keinen einzigen Hai, beim zweiten Elphinstone-Ausflug drei Weißspitzen-Hochseehaie (Longimanus), Meeresschildkröten, Feuerfische, Napoleons, Muränen, mehrere Barrakudas, Nacktkiemer, viele tolle bunte Korallen
Besonderheiten: Aufgrund der starken Strömung und des hohen Wellengangs entschied der Kapitän
anhand des Windes und der Wellen erst kurzfristig, ob Elphinstone überhaupt angefahren werden konnte. In unserem Fall wurde erst 30 Minuten nach der Abfahrt beschlossen, dass es dorthin gehen sollte. Es gab schon Tage, an denen der Trip aufgrund der Wetterbedingungen gecancelt werden musste. | Da der Tauchplatz aufgrund der Tiere und der starken Strömung sehr speziell war, fiel das Tauchgangsbriefing entsprechend lang und ausführlich aus. Anhand der Strömungsrichtung wurde bei uns entschieden, an welcher Stelle wir ins Wasser gehen sollten. | Ich hatte mir zur Sicherheit aufgrund der geplanten Tauchtiefe eine 15l-Flasche ausgesucht. | Bei Elphinstone gab es außerdem eine große Steilwand mit intaktem Riff und vielen Meeresbewohnern. | Die Chance auf Hai-Sichtungen war am Südplateau größer als am Riff.
Tauchtiefe: 2 – 40m
Taucherlevel: starke Strömungen, mindestens 50 geloggte Tauchgänge UND AOWD oder 2-Stern-Brevet oder Deep Specialty, Mindestalter: 15 Jahre
Insider-Tipp für Elphinstone: Es gab einen Trick, wie man bei Elphinstone tauchen gehen konnte, wenn man noch keine 50 geloggten Tauchgänge nachweisen konnte. Man nahm einfach am Specialty-Kurs „Deep dive“ teil, der dann dort bei Elphinstone stattfand. M durfte mit 48 Tauchgängen nicht mit zu Elphinstone fahren, weil er das nicht wusste und er diesen Trick nicht kannte. Eine andere Taucherin mit nur 30 Tauchgängen durfte aber dorthin, weil sie am „Deep dive“-Kurs teilnahm. Solche kleinen Geheimnisse verrieten dir nicht die Dive Guides von der Tauchbasis, sondern nur andere Touristen.

Verhaltensregeln bei Begegnungen mit dem neugierigen Longimanus: Der Weißspitzen-Hochseehai ist dafür bekannt, dass er sehr neugierig ist und den Tauchern äußerst nahekommt bis auf einen Meter. Außerdem umkreisen diese Haie sehr gern die Boote. Aus diesem Grund sollte man nicht in Panik verfallen. Jedes falsche Verhalten hätte zum Haiangriff führen können, wie Fälle aus der Vergangenheit zeigen. Generell sollte man zwei Meter über oder unter dem Hai sein, also niemals auf gleicher Höhe mit ihm. Stellt euch aufrecht und macht euch groß. Bleibt ruhig und schlagt auf keinen Fall mit euren Flossen oder Armen. Kommt euch der Hai zu nah, müsst ihr ihn an seiner Nase sanft wegschieben. Haltet euch nicht zu lange an der Wasseroberfläche auf.

 

Unser Hotel in Marsa Alam: Das Steigenberger Coraya Beach Resort

Wer mit den Coraya Divers in Marsa Alam tauchen gehen möchte, sollte sich unbedingt ein Hotel in der Coraya-Bucht nehmen. Wir entschieden uns für das Steigenberger Coraya Beach Resort. Unser Hotelbericht hierzu ist weiter unten auf dieser Seite verlinkt.

Mein Fazit: Lohnt sich das Tauchen in Ägypten (Marsa Alam)?

Nachdem ich inzwischen in sechs verschiedenen Ländern getaucht bin, kann ich nun aus voller Überzeugung sagen, dass Ägypten neben den Malediven zu den weltweit besten Tauchdestinationen zählt. Hier in Ägypten habe ich so viele intakte Riffe und bunte Korallen gesehen wie nirgendwo anders auf der Welt. Auch die Tiere, beispielsweise die Meeresschildkröten, die Titan-Drückerfische oder die Clownfische, waren im Roten Meer deutlich größer als in anderen Gewässern. Kein Drehbuch hätte besser als das echte Leben sein können. Denn meine 15 Tauchgänge an neun Tagen mit den Coraya Divers waren wie eine vorgeschriebene Spannungskurve in einem Film oder Buch: Erst auf meinem allerletzten Tauchgang, ganz am Ende, sichtete ich den Weißspitzen-Hochseehai (Longimanus) bei Elphinstone, wegen dem ich eigentlich nach Ägypten gekommen war. Außerdem sah ich in Ägypten erstmalig einen Leopardenrochen, einen Gitarrenrochen, einen Dugong sowie eine große Gruppe Spinnerdelfine aus der Nähe. Wer auf der Suche nach einem Top-Tauchziel ist, muss also nicht weit durch die Welt reisen, denn das Gute liegt mit Ägypten doch so nah.

Außerdem kann ich die Coraya Divers in der Coraya-Bucht zu 100% weiterempfehlen.

Vielen lieben Dank an das gesamte Team der Coraya Divers! Ich hatte eine fantastische Zeit mit euch! Mein ganz besonderer Dank gilt auch Haitham und dem Helene-Fischer-Fan Ahmed.


Links:

Coraya Divers

Unser Hotel: Das Steigenberger Coraya Beach Resort

Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel ist aus freien Stücken entstanden und es bestehen keinerlei Kooperationen mit den Coraya Divers oder mit unserem Hotel. Wir haben sämtliche Tauchgänge, den Schnorchelausflug und alle weiteren Reisekosten zu 100% selbst bezahlt.