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Besuchte Sehenswürdigkeiten (Highlights und Insidertipps): Dubai Mall │ Burj Khalifa │ Dubai Fountain Show │ Dubai Frame │ Zabeel Park │ La Mer am Jumeirah Beach │ Burj al Arab und Jumeirah Public Beach │ Souk Madinat Jumeirah │ Dubai Marina mit Marina Mall │ Atlantis Hotel und The Palm │ Jumeirah Beach Residence mit Ain Dubai │ Jumeirah Moschee │ Zabeel Palace │ Al Fahidi Historical Neighbourhood │ Dubai-Museum │ XVA Art Hotel und Café │MAKE Art Café Arabian Tea House Dubai-Creek │ Deira │ Gold Souks

Erster bis vierter Tag: Abu Dhabi

Den Beitrag zu Abu Dhabi gibt es hier.

Fünfter Tag

Unser Hotel: Designhotel Rove Downtown Dubai***

Wir verweilten insgesamt vier Nächte im Rove Downtown Dubai und haben es nicht bereut. Die Zimmerausstattung ist auf das Nötigste beschränkt, aber das Hotel ist bis ins kleinste Detail bestens durchgestylt, was es zu einem hippen Designhotel macht. Hier die Vorzüge des Hotels:

  • Die Lage ist perfekt, in zehn Minuten ist man zu Fuß in der Dubai Mall und am Burj Khalifa.
  • Es gibt ein kostenloses Hotel-Shuttle zu verschiedenen Orten in Dubai. Achtung: Man sollte immer dort zusteigen, wo man ausgestiegen ist. Wir sind bei La Mer ausgestiegen und wollten vor den Souk Madinat Jumeirah wieder einsteigen, aber haben an der falschen Stelle auf das Shuttle gewartet. Man muss also vorher abklären, wo das Shuttle anhält.
  • Das Frühstück ist reichhaltig, jeder kommt aus seine Kosten. Man darf sich täglich noch etwas frisch Zubereitetes aussuchen, zum Beispiel einen Pancake oder eine Waffel.
  • Der Pool ist ab 7:00 Uhr morgens geöffnet und wird von einem Bademeister überwacht. Der Blick vom Pool auf den Burj Khalifa ist einzigartig. Hoffentlich wird dieses Hotel nicht bald von selbstsüchtigen Instagrammern überrannt. Momentan ist es noch ein Geheimtipp.
  • Im Hotel gibt es einen kleinen Lebensmittelladen, der 24 Stunden geöffnet ist. Dort haben wir abends immer unsere Getränke oder Eis und Schokolade gekauft. Auch ein Starbucks ist etwas versteckt vorhanden (neben dem Laden).
  • Das Design im Hotel ist sehr originell.
  • Die Hotelmanagerin und die anderen Angestellten sind alle sehr nett und jederzeit hilfsbereit. Weil wir uns über den Shuttle beschwerten, der unserer Meinung nach nicht gekommen war, bekamen wir als kleine Überaschung ein Stück Kuchen aufs Zimmer. Hinterher stellte sich heraus, dass wir an der falschen Stelle gewartet hatten.
  • An dem einen Morgen nahmen wir an einem Sunrise Camel Trekking teil und konnten daher nicht im Hotel frühstücken. Auf Wunsch machten uns die Hotelangestellten zwei große Frühstückstüten mit ganz viel Essen fertig.
  • Beim Check-In gab es noch kostenlose Kinotickets für das Kino, das sich in dem Hotelgebäude befindet. Aber diese haben wir nicht eingelöst.

Dubai Mall

Dadurch, dass wir zu Fuß von unserem Hotel aus nur zehn Minuten zur Dubai Mall benötigten, waren wir ziemlich häufig dort. Mit seinen 1200 Geschäften ist es das größte Shoppingcenter der Welt. In der untersten Etage gibt es einen Food Court, d.h. zahlreiche Essensbuden mit einem gemeinsamen Sitzbereich in der Mitte. Der Eingang zum Burj Khalifa befindet sich ebenfalls in der Mall, genauso wie der Eingang des Aquariums. Man kann sich dieses auch von außen anschauen, ohne Tickets dafür zu kaufen. Außerdem muss man durch die Dubai Mall durchlaufen, wenn man zur Fountain Show gelangen möchte, dem weltweit größten choreografierten Brunnensystem. Besonders empfehlenswert ist das mexikanische Restaurant “Texas Roadhouse”, wo wir uns eine üppige Portion Chili cheese fries und einen extra großen Cocktail, den Lime Margarita, schmecken ließen. Als Andenken an das Restaurant bekamen wir noch eine Tüte Erdnüsse geschenkt. Wer auf der Suche nach Souvenirs und Postkarten ist, der ist in der untersten Etage des Einkaufszentrums richtig. Am meisten haben uns die ganzen Baby- und Kinderläden der Luxusmarken wie Dior, Gucci und Dolce & Gabbana schockiert. Wer Fan vom Angelina in Paris ist, der wird sich auch über eine Zweigstelle dieses Teesalons in der Dubai Mall freuen können. Dort waren auffällig viele einheimische Araber zu Gast, sie scheinen diesen Laden zu lieben. Und wer von teuren Sportwagen nicht genug haben kann, der sollte sich am Abend einfach mal vor dem Haupteingang der Dubai Mall umsehen, denn dort findet man die Luxusschlitten alle aufgereiht wie auf einer Perlenkette.

At the top, Burj Khalifa SKY (Level 148 + 125 + 124)

Bereits weit im Voraus kauften wir uns online SKY-Tickets für die 148. Etage des bisher größten Gebäudes der Welt. Hierfür zahlten wir 255€ für uns beide zusammen. Der Zutritt bis zur Spitze des Eiffelturms kostet vergleichsweise wenig, nämlich nur 25€ pro Person. Die “normalen” Tickets für den Burj Khalifa erlauben einem nur den Zutritt in die 124. und 125. Etage. Dank unserer Eintrittskarten durften wir an den Warteschlangen vorbeilaufen und waren somit schneller oben. Dort angekommen, erhielten wir Orangensaft sowie Datteln und Baklava. Normalerweise darf man nur 30 Minuten in der 148. Etage bleiben und anschließend eine unbegrenzte Zeit in der 125. und 125. Etage verbringen, aber die Zeiten wurden nicht kontrolliert. Wir hatten Tickets für 17:00 Uhr, blieben aber insgesamt fast zwei Stunden in der 148. Etage, um noch den Sonnenuntergang und die Dunkelheit mitzuerleben, sodass wir nun Fotos im Hellen, vom Sonnenuntergang und im Dunkeln haben. Oben in der 148. Etage geht es wesentlich gesitteter und niveauvoller zu als in der 125. und 124. Etage, wo wir teilweise von den Leuten angerempelt und weggestoßen wurden. Wir haben auch von der Aussicht her deutlich den Unterschied zwischen der 148. und der 124./125. Etage gemerkt und würden die teuren SKY-Tickets auch ein weiteres Mal buchen.

Update: NEU seit Mitte März 2019: Inzwischen gibt es VIP-Tickets auch für die 154., 153. und 152. Etage ab 600 AED pro Person.

Anbieter: Burj Khalifa

Dubai Fountain Show

Täglich gibt es zwei Fountain Shows am hellichten Tag, um 13:00 Uhr und um 13:30 Uhr (freitags 13:30 Uhr und 14:00 Uhr). Schöner dagegen sind die Shows am Abend, die um 18:00 Uhr beginnen und dann jede halbe Stunde bis 23:00 Uhr vorgeführt werden. Eine Präsentation dauert insgesamt fünf Minuten. Über 6000 Lichter und 50 Lichtprojektoren kommen dabei zum Einsatz, wobei das Wasser bis 150 Meter in die Höhe gespritzt wird. Der Zugang zur Fountain Show ist kostenlos und erfolgt durch die Dubai Mall. Es gibt noch Tickets für einen abgesperrten Bereich auf dem Wasser, aber dafür Geld auszugeben, halten wir für vollkommen unnötig.

Sechster Tag

Dubai Frame und Zabeel-Park (Insidertipp)

Vor und während unserer Reisen belesen wir uns immer wieder im Internet über die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten vor Ort. Oft landeten wir dabei auf Reiseblogs, die den Dubai Frame noch nicht für sich entdeckt zu haben scheinen. Dies könnte auch daran liegen, dass er erst am 1. Januar 2018 eröffnet worden war. Wir waren dort und können diesen wirklich jedem Dubai-Besucher empfehlen. Dieser größte Bilderrahmen der Welt stellt eine optische Trennung zwischen dem alten und dem neuen Dubai dar. Er ist 150 Meter hoch und befindet sich im Zabeel Park. In den beiden senkrechten Teilen befinden sich Fahrstühle, um hoch- und herunterfahren zu können. Das untere waagerechte Teil markiert den Eingang, dort gibt es auch eine Ausstellung über das alte, arme Dubai, bevor das Öl entdeckt worden war. Eine weitere Exposition widmet sich dem Bau des Dubai Frame. Das obere waagerechte Stück, also die Brücke zwischen den beiden senkrechten Teilen, umfasst eine Aussichtsplattform mit Glasboden. Den schönsten Blick in Paris auf die Stadt hat man nicht vom Eiffelturm aus, weil man dann den Eiffelturm nicht sieht. Und so ist es auch in Dubai. Den schönsten Blick in Dubai hat man nicht vom Burj Khalifa aus (wobei die Sicht schon hervorragend ist), weil man dann nicht den Burj Khalifa sieht. Um ein besseres Bild zu haben, sollte man unbedingt den Dubai Frame besuchen. Der Eintritt liegt bei umgerechnet 12€ pro Person und wir mussten nicht einmal Schlange stehen. Vermutlich ist der Rahmen derzeit noch ein Geheimtipp. Um ein gutes Licht zu haben, empfehlen wir, erst ab 16:00 Uhr hochzufahren. Wir sind übrigens mit dem Taxi zum Dubai Frame gefahren.

Anschließend waren wir noch im Zabeel-Park, den man kostenlos besuchen kann, wenn man Tickets für den Dubai Frame vorzeigen kann. Es empfiehlt sich also, zuerst in den Rahmen zu gehen und erst anschließend den Park zu besuchen. Dieser war, vermutlich weil er Eintritt kostet, fast menschenleer. Es gibt im überfüllten Dubai nicht viele Plätze, wo man die Zweisamkeit genießen kann, aber dieser Park gehört definitiv dazu.

La Mer Beach am Jumeirah Beach  (Insidertipp)

Eigentlich sind wir nur bei La Mer gelandet, weil unser kostenloses Hotel-Shuttle dort einen Stopp hatte und wir eigentlich zum Burj al Arab mit dem Taxi weiterfahren wollten. La Mer ist ein absoluter Geheimtipp, dort war nur sehr wenig los. Wer sich für Kunst interessiert, wird sich über die ganze Street Art sehr freuen. Auch das Essen dort ist sehr vielfältig, bei “Big Smoke Burger” gibt es leckere Poutine. Baden kann man dort auch, waren wir aber nicht.

Burj al Arab und Jumeirah Public Beach (Umm Suqeim Beach)

Anders als das Emirates Palace Hotel in Abu Dhabi kann man den Burj al Arab als Tourist nicht besichtigen. Man muss schon dort frühstücken oder übernachten, um Zutritt zu dem Fünf-Sterne-Hotel zu bekommen. Auf dem Hubschrauberlandeplatz des Hotels wurde beispielsweise “Deutschland sucht den Superstar” gedreht. Einen schönen Blick auf das Hotel kann man vom Jumeirah Public Beach aus erhaschen. Außerdem gibt es in dem traditionellen Shoppingcenter Souk Madinat Jumeirah zwei Aussichtspunkte, von denen aus man den Burj al Arab hervorragend sehen kann. Eine weitere Möglichkeit, dem Hotel aus einer anderen Perspektive näherzukommen, ist die 99-minütige Bootstour mit The yellow boats. Im Burj al Arab wurde einst der teuerste Cocktail der Welt angeboten, wobei andere Städte Dubai inzwischen überboten haben.

Shoppingcenter Souk Madinat Jumeirah

Auf das traditionelle Einkaufszentrum Souk Madinat Jumeirah sind wir nur zufällig gestoßen, als wir am Abend Fotos vom Burj al Arab am Jumeirah Public Beach schießen wollten. Wer einmal dort in der Nähe ist, sollte einen Besuch in dem Shoppingzentrum nicht versäumen. Nicht nur der Gebäudekomplex ist auf traditionell getrimmt, sondern das Warenangebot ist es ebenso. Dort gibt es beispielsweise Souvenirs oder arabische Kleidungsstücke zu kaufen. Von den zwei Aussichtspunkten aus bekommt man einen guten Blick auf den Burj al Arab, wobei das Ambiente dort besonders am Abend sehr angenehm ist.

Siebter Tag

Dubai Marina mit Marina Mall

Bei der Dubai Marina handelt es sich um den Hafen von Dubai, der uns ein wenig an die Singapur Marina erinnerte. Dort sind wir nur gelandet, weil wir eine Bootstour mit The yellow boats unternehmen wollten. Hingefahren sind wir mit dem Taxi.

Eine 99-minütige Bootstour mit The yellow boats

Strecke: Dubai Marina │ Bluewaters │ Ain Dubai │ Jumeirah Beach Residence JBR │ Skydive Dubai │ Palm Jumeirah │ Atlantis │ Burj Al Arab │ Madinat Jumeirah

Bereits im Vorfeld besorgten wir uns online Tickets für die 99-minütige Bootstour mit The yellow boats. Für uns beide zahlten wir zusammen 560 AED, also umgerechnet 135€.  Glücklicherweise dauerte die Tour sogar länger, nämlich insgesamt 120 Minuten. Auch, wenn man ausgedruckte Tickets hat, muss man sich vor Ort noch einmal anmelden, eine Erklärung unterschreiben und einen Boarding Pass entgegennehmen. Hierfür muss man sich 30 Minuten vor der Abfahrt dort einfinden. Kinder unter 15 Kilogramm und schwangere Frauen dürfen nicht an der Tour teilnehmen. Am Hafen (Dubai Marina Walk, gegenüber vom Spinneys Supermarket) ging es los, vorbei am JBR und am Ain Dubai (Riesenrad). Dann fuhren wir weiter entlang der Palme, die aber vom Wasser aus nicht als solche erkennbar war und deshalb eher unspektakulär aussah. Den ersten Fotostopp machten wir vor dem Atlantis-Hotel, den zweiten vorm Burj al Arab. Wir wählten die Tour um 16:00 Uhr und hatten perfektes Licht, der Himmel war blau und die Sonne stand nicht mehr so hoch. Ibrahim, unser Guide, hat an beiden Stopps zahlreiche Fotos von uns gemacht.
Achtung, auf dieser Tour kann es sehr spritzig nass werden. Seine Wertsachen, die nicht nass werden sollen, kann man in den Boxen unter den Sitzen verstauen. Wir waren nach der Tour pitschnass, aber die Haare und die Kleidung waren zum Glück schnell wieder trocken. Auch wenn sich ein paar Deutsche hinterher darüber beschwerten, dass sie nass geworden sind – was aber bei einer Bootstour in einem solchen motorisierten Schlauchboot vollkommen normal ist -, können wir The yellow boats, unseren Guide Ibrahim und spezill die 99-minütige Bootstour nur jedem empfehlen. Es gibt noch andere, kürzere Touren, aber nur bei der langen Tour fährt man auch zum Burj al Arab.

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Quelle: Screenshot von der Homepage von The yellow boats, Strecke der 99-minütigen Tour

Anbieter: The yellow boats

Achter Tag

Kamel-Trekking zum Sonnenaufgang in der Wüste

Den Bericht dazu gibt es hier.

Anbieter: Oceanair Travels

Eine Tour durch das traditionelle, alte Dubai (Insidertipp)

Route: Abholung im Hotel (im Preis inbegriffen) │ Jumeirah Moschee │ Zabeel Palace │ Al Fahidi District │ Dubai-Museum im Al Fahidi Fort │ XVA Art Hotel und CaféArabian Tea House │ Dubai Creek │ Deira │ Gold Souks │ Rückfahrt zum Hotel

Um unser Dubai-Bild noch abzurunden und nicht nur die modernen Hochhäuser zu sehen, haben wir eine traditionelle Tour durch das alte Dubai mit dem Anbieter Arabian Adventures gemacht. Hierfür zahlten wir zusammen 370 AED (89€). Unsere englisch-deutsche Tour wurde von Nabil aus Damaskus geleitet. Obwohl wir zwei nur das einzige deutsche Pärchen waren, hat Nabil trotzdem alles auch auf Deutsch erklärt. Er hat sogar die Namen aller Gäste innerhalb kürzester Zeit auswendig gelernt und uns dann immer direkt angesprochen. Dadurch wirkte die Tour sehr persönlich und individuell. Mit uns waren noch Gäste von den Malediven, aus den USA bzw. Kuba und aus Australien dabei.

Wir wurden direkt im Hotel abgeholt und fuhren dann zur Jumeirah Mosque, um von außen Fotos zu machen. Dann ging es weiter zum Zabeel Palace, wo der herrschende Scheich von Dubai mit seiner Familie residiert. Später fuhren wir dann in das historische Stadtviertel Al Fahidi, wo wir das Dubai-Museum besichtigten, das sich im Al Fahidi Fort befindet. Dieser Stadtteil erinnert auch heute noch an das Leben, das die Einheimischen dort in der Mitte des 19. Jahrhnderts führten.  Vor dem Dubai-Museum fuhren minütlich große Reisebusse vor, die die großen Touristenmassen, überwiegend Chinesen, abluden. In der Ausstellung konnte man viel über das einfache Leben der Araber lernen, das sie noch geführt hatten, bevor das Öl entdeckt wurde und bevor die Vereinigten Arabischen Emirate 1971 gegründet wurden. Die Menschen lebten einst sehr arm in einfachen Hütten, teilweise ohne Elektrizität. Sie ernährten sich vom Fischfang, Perlentauchen und vom Dattelanbau. Erst die Entdeckung und der Export des Öls führten schließlich zum Reichtum und somit zum Bau der Millionenmetropolen Dubai und Abu Dhabi. Mit dem traditionellen Wassertaxi Abra sind wir dann über den Dubai Greek zur Deira-Seite gefahren. Die ursprüngliche Infrastruktur am Dubai Greek ist heute noch weitgehend erhalten, sodass man denken könnte, man sei gar nicht mehr in Dubai. Dort gab es erst einmal ein leckeres Eis aus Kamelmilch (Insidertipp), das ein wenig fettiger und salziger schmeckte als gewöhnliches Eis. Da wir leider sehr spät dran waren, hatten wir dann nur noch Zeit für die Gold Souks, aber nicht mehr für die Spice Souks. Allerdings gibt es auch in den Gold Souks Gewürzläden. Die Souks waren komplett überlaufen von AIDA-Kreuzfahrern und Chinesen. Die Verkäufer in den Gold Souks dort waren viel zu aufdringlich und es wirkte alles nur wie eine überlaufene Touristenattraktion. Wir haben in Indien, beispielsweise in Jodhpur, schon viel traditionellere, authentischere Märkte erlebt, wo nicht so viele Touristen und mehr Einheimische unterwegs waren.

Am Ende sollten wir wieder zurück zum Hotel gebracht werden, wurden aber auf unseren Wunsch hin in der Dubai Mall herausgelassen, die direkt neben dem Hotel lag.

Insgesamt war die traditionelle Tour eine sehr gute Abrundung unseres Dubai-Programms. Es war gut, nicht nur die Prunk-und-Protz-Welt im neuen Dubai zu sehen, sondern auch das alte Dubai. Besonders toll fanden wir auch das XVA Art Hotel und Café sowie das MAKE Art Café, zwei absolute Insidertipps. Unser Guide empfahl uns außerdem das Arabian Tea House, ebenfalls ein absoluter Insidertipp und Nabils Lieblingsort in Dubai. Er kann perfekt Deutsch und hat uns immer schön mit seinen ganzen deutschen Sprichwörtern unterhalten.

Nachtrag: Das Tropeninstitut warnt davor, rohe Kamelmilch zu verzehren, da man sich sonst selbst der Gefahr aussetzt, am tödlichen MERS-Coronavirus zu erkranken. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Ob es eine gute Idee war, Eis aus Kamelmilch zu essen, ist derzeit fraglich.

Anbieter: Arabian Adventures

Neunter Tag: Rückflug nach Deutschland

Aufgrund eines Radarproblems am Dubaier Flughafen konnten die Flugzeuge dort nur im 10-Minuten-Takt abheben. Das führte zu einer extremen Verspätung unseres Oman-Air-Fliegers, sodass wir erst viel zu spät in Muscat ankamen. Glücklicherweise haben aber alle, die mit dem Anschlussflieger nach München weiterfliegen wollten, ihren Flug noch bekommen, weil die Maschine extra auf uns wartete. Bei der Landung in München hatten wir dann wegen des Sturmes so starke Turbulenzen, dass sogar eine Frau vor uns weinte und mir danach ein wenig flau im Magen war. Oman Air können wir dennoch uneingeschränkt weiterempfehlen.

Fortbewegung in Dubai: Taxi, kostenloser Hotel-Shuttle, Metro, Tram, Bus und fehlende Fußwege

Vorsicht vor Taxi-Abzockern in Dubai – Absichtliche Umwege zur Erhöhung des Preises

Da das öffentliche Verkehrsnetz nur unzureichend ausgebaut ist und die Fahrten von A nach B mit den öffentlichen Verkehrsmitteln viel zu lange dauern, fahren in Dubai alle mit dem Auto. Das führt wiederum zu einer erhöhten Luftverschmutzung und zu überlasteten Straßen und täglichen Staus. In keinem anderen Land sind wir so viel Taxi gefahren wie in den VAE. Zum Glück war das Taxifahren dort aber günstiger als bei uns in Deutschland. Es empfhielt sich, nur in ausgewiesene, offzielle Taxis mit dem gelben Taxischild auf dem Dach einzusteigen.

Wie wir in Dubai am Flughafen von einem Lexus-Taxi abgezockt wurden, kann man hier nachlesen.

Wir wurden aber auch von zwei Fahrern von offiziellen Taxis übers Ohr gehauen. Einmal wollten wir von La Mer Beach zum Jumeirah Public Beach fahren, was eine Distanz von ungefähr 12 Kilometern ausgemacht hätte. Der Taxifahrer fand die Strecke anscheinend zu kurz und fuhr mit uns bis in die Innenstadt zum Burj Khalifa und dann wieder heraus zum Jumeirah Public Beach. Schon während der Fahrt fingen wir lange Diskussionen mit ihm an, aber er meinte, auf dem direkten Weg dorthin müssten wir an zu vielen roten Ampeln stehen. Dass wir auf dem langen Weg ebenfalls an vielen roten Ampeln standen, sei an dieser Stelle auch einmal erwähnt. Wir haben dann am Zielpunkt noch lange diskutiert und ich hätte am liebsten auch die Polizei gerufen, aber das haben wir dann sein lassen. Seine Taxinummer haben wir notiert und sein Auto haben wir fotografiert. Nun sind schon zwei Wochen vergangen, aber wir haben uns immer noch nicht, wie vorgenommen, bei der Taxizentrale in Dubai über den Herrn beschwert. Ein anderer sollte uns vom Yas-Hotel zur Ferrari World bringen und war ebenfalls einen Umweg mit uns gefahren, was wir aber erst im Nachhinein feststellten. Das Taxameter in den offiziellen Taxis ist ja für die Transparenz schön und gut, aber als unwissender Tourist bekommt man teilweise gar nicht mit, welche Umwege die Taxifahrer dann trotzdem fahren. Im Großen und Ganzen kamen uns die Taxifahrer in Abu Dhabi ehrlicher vor als in Dubai.

Unser kostenloses Hotel-Shuttle

Zu unserer Freude bot unser Hotel ein kostenloses Shuttle an, das man tagtäglich benutzen konnte. Diesen Service gab es in anderen Hotels auch, wie wir später feststellten. Weitere Informationen zu dem Hotel-Shuttle gibt es weiter oben unter dem Punkt “Unser Hotel: Designhotel Rove Downtown Dubai***”.

Über Metro, Tram, defekte Fahrkartenautomaten und empathielose Busfahrer

Einmal sind wir nur mit der Metro und der Tram gefahren, nämlich zurück von der Marina Dubai zur Dubai Mall. Wenn man die Stationen betritt, muss man sein Ticket entwerten. Wenn man eine Strecke erst mit der Metro fährt und dann in die Tram umsteigt, muss man sein Ticket für die Metro zunächst entwerten und dieses beim Verlassen wieder “ausloggen”. Anschließend muss man die Fahrkarte neu entwerten, bevor man in die Tram einsteigt. Verlässt man diese, muss man sich wieder “ausloggen”. Pro Verkehrsmittel muss man sein Ticket also neu entwerten.

Eines Abends wollten wir mit dem Bus von dem Einkaufszentrum Souk Madinat Jumeirah zur Dubai Mall fahren, weil unser kostenloses Hotel-Shuttle nicht am vermuteten Abholpunkt angehalten hatte. An der Bushaltestelle gab es einen Fahrkartenautomaten, der sich nur sehr schwer bedienen ließ, weil das Touchpad nur unzureichend funktionierte. Wenn man dann endlich die richtigen Zonen ausgewählt hatte und die Fahrkarten bezahlen wollte, wurde jedes Mal der Vorgang abgebrochen und das Geld wurde wieder aus dem Automaten ausgespuckt. Das probierten wir noch unzählige Male. Als dann endlich unser Bus kam, der zu diesem späten Zeitpunkt am Abend nur noch alle 30 Minuten fuhr, zeigten wir dem Busfahrer die abfotografierte Anzeigetafel mit den abgebrochenen Vorgängen. Er wollte dann sehen, ob wir tatsächlich AED besitzen oder den Automaten mit einer ausländischen Währung bestücken wollten. Für wie blöd hielt der uns eigentlich? Wir zeigten ihm unser Geld und wollten dann eine Fahrkarte direkt bei ihm kaufen, aber er schmiss uns im hohen Bogen wieder aus dem Bus. Dieses Spielchen erlebten wir mit zwei unterschiedlichen Busfahrern und verloren dadurch eine ganze Stunde an Zeit. Am Ende riefen wir doch wieder ein Taxi. In Italien wollten wir uns auch einmal Bustickets kaufen, wobei der Automat unsere großen Scheine nicht akzeptierte. Der Busfahrer nahm uns trotzdem mit – kostenlos.

Fehlende Fußwege

Dubai ist nicht gemacht für Menschen, die sich gern zu Fuß von A nach B bewegen. Fußwege beginnen irgendwo und hören dann plötzlich auf. Außerdem liegen die wichtigsten Punkte in Dubai so weit auseinander, dass man diese gar nicht alle zu Fuß ablaufen kann wie beispielsweise die Münchner Innenstadt. Es gibt keinen zentralen Kern, alles ist überall verteilt. Die Dubai Marina und der Jumeirah Beach sind auch sehr weit weg vom Schuss, sodass man auf Taxis angewiesen bleibt.